Tomáš Galásek

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Tomáš Galásek
Tomáš Galásek
Spielerinformationen
Geburtstag 15. Januar 1973
Geburtsort Frýdek-MístekTschechoslowakei
Position Mittelfeldspieler
Vereine in der Jugend
1979–1991 Baník Ostrava
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1991–1996
1996–2000
2000–2006
2006–2008
2008
2009
2009–2012
Baník Ostrava
Willem II Tilburg
Ajax Amsterdam
1. FC Nürnberg
Baník Ostrava
Borussia Mönchengladbach
FSV Erlangen-Bruck
121 0(9)
110 (12)
154 (24)
63 0(4)
14 0(0)
15 0(0)
34 0(3)
Nationalmannschaft
1995–2008 Tschechien 69 0(1)
Stationen als Trainer
2011–2012
0000–2015
2012–2013
2013–2015
2015–2016
FSV Erlangen-Bruck (Co-Trainer)
FSV Erlangen-Bruck (Jugend)
Tschechien (Co-Trainer)
Schweinfurt 05 (Co-Trainer)
SpVgg SV Weiden
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Tomáš Galásek [ˈtɔ̹maːʃ ˈgalaːsɛk] (* 15. Januar 1973 in Frýdek-Místek) ist ein tschechischer Fußballtrainer. Als Spieler stand er bis 2012 in Tschechien, den Niederlanden und in Deutschland unter Vertrag und war Mannschaftskapitän der tschechischen Nationalmannschaft.

Karriere als Aktiver[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stationen des defensiven Mittelfeldspielers waren Baník Ostrava, Willem II Tilburg und zuletzt Ajax Amsterdam. Mit Ajax wurde Galásek in sechs Jahren zweimal Landesmeister und zweimal Pokalsieger. Mit der tschechischen Nationalmannschaft nahm er an der Weltmeisterschaft 2006 teil.

Zur Saison 2006/07 wechselte er für zwei Jahre in die 1. Bundesliga zum 1. FC Nürnberg. Beim 1:1 im Spiel bei Alemannia Aachen erzielte er sein erstes Bundesligator. In seinem ersten Jahr in Nürnberg gewann die Mannschaft den DFB-Pokal.

Nach dem Weggang von Raphael Schäfer zum VfB Stuttgart wurde Galásek für die Saison 2007/08 Mannschaftskapitän. In dieser Saison war er der Spieler mit den meisten Einsätzen für den Club. Am Ende stand der Abstieg des Vereins in die 2. Bundesliga. Galásek war der einzige Nürnberger ohne Vertrag für die zweite Liga, sodass seine Zeit beim 1. FC Nürnberg beendet war.

Bei der anschließenden Europameisterschaft 2008 stand er im tschechischen Aufgebot und kam in allen Vorrundenspielen zum Einsatz. Nachdem das letzte Gruppenspiel am 15. Juni nach einer 2:0-Führung mit 2:3 gegen die Türkei verloren worden und Tschechien damit ausgeschieden war, erklärte Galásek seine Zeit in der Nationalelf für beendet.

Im August 2008 ging Galásek zurück zu seinem ersten Verein Baník Ostrava.[1] Dort absolvierte er neben 14 Ligapartien auch zwei Spiele im UEFA-Pokal, und verließ er die Mannschaft nach einem halben Jahr im Dezember 2008 wieder. Er folgte erneut dem Ruf des Trainers Hans Meyer, der ihn schon nach Nürnberg geholt hatte, und schloss sich Borussia Mönchengladbach, dem damaligen Tabellenletzten der Bundesliga, an.[2][3] Er absolvierte 15 Einsätze; der Verein hielt am Saisonende die Klasse. Trotz der Ankündigung, seine aktive Laufbahn zu beenden, wechselte er am letzten Tag der Wechselfrist zur Saison 2009/10 zum Bayernligisten FSV Erlangen-Bruck.[4] Dort erzielte er am 1. November 2009 seinen ersten Ligatreffer im Spiel gegen die SpVgg Unterhaching II. Im Juli 2012 beendete er seine Karriere als Spieler.

Karriere als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits während seiner Karriere als Aktiver war Galásek beim FSV Erlangen-Bruck Co-Trainer bis zum Ende der Saison 2011/12. Außerdem trainierte er bis 2015 die Jugend des Vereins, in der sein Sohn spielte.[5] Von 2012 bis zur verpassten Qualifikation für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2014 war er Co-Trainer der tschechischen Nationalmannschaft, seit 2013 parallel dazu ehrenamtlicher Co-Trainer von Schweinfurt 05.[6][7]

Ab 19. Juni 2015 war Galásek Trainer das Bayernligisten SpVgg SV Weiden als Nachfolger von Christian Stadler, der den Posten des Sportdirektors übernahm.[8] Am 18. Oktober 2016 trat er vorzeitig von seinem Posten zurück.[9]

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einsätze

  • 5 Einsätze in der Champions League für Willem II Tilburg
  • 26 Einsätze in der Champions League für Ajax Amsterdam

Titel / Erfolge

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Mitglied der Pokalsiegermannschaft von 2007 des 1. FC Nürnberg ist entsprechend seiner damaligen Rückennummer das Kapitel 6 im Kultbuch Im Bann der Legende nach ihm benannt.[10]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hotovo! Tomáš Galásek v Baníku! Meldung auf der Website des FC Baník Ostrava vom 14. August 2008, zuletzt abgerufen am 14. August 2008, tschechisch
  2. Naděje padla, Tomáš Galásek odchází definitivně do Mönchengladbachu Meldung auf der Website des FC Baník Ostrava vom 18. Dezember 2008, zuletzt abgerufen am 19. Dezember 2008, tschechisch
  3. Drei neue für Borussia Mönchengladbach Meldung von 1aSport über den Wechsel zu Borussia Mönchengladbach vom 22. Dezember 2008
  4. Galasek in die Bayernliga kreiszeitung.de vom 31. August 2009, zuletzt abgerufen am 31. August 2009
  5. Artikel auf fupa.net
  6. Artikel in inundumSW.de news
  7. Mediengruppe Oberfranken GmbH & Co. KG (Hrsg.): Ehrenamtlich: Galásek wird Co-Trainer bei Schweinfurt. In: inFranken.de. 12. Juli 2013, abgerufen am 10. Oktober 2016.
  8. Galásek neuer Trainer, Stadler wird Sportdirektor Meldung auf der Website der SpVgg SV Weiden vom 18. Juni 2015
  9. Tomas Galasek tritt zurück - SpVgg SV Weiden e.V. In: SpVgg SV Weiden e.V. 18. Oktober 2016 (spvgg-weiden.de).
  10. Matthias Hunger: Im Bann der Legende. Verlag Schmidt, Neustadt 2010, ISBN 978-3-87707-799-3, hier Kapitel 6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]