Tumaco

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
San Andrés de Tumaco
Koordinaten: 1° 48′ N, 78° 46′ W
Karte: Nariño
marker
San Andrés de Tumaco
San Andrés de Tumaco auf der Karte von Nariño
Colombia - Nariño - Tumaco.svg
Lage der gesamten Fläche der Gemeinde Tumaco auf der Karte von Nariño
Basisdaten
Staat Kolumbien
Departamento Nariño
Stadtgründung 1640
Einwohner 212.692 (2018)
Stadtinsignien
Flag of Tumaco (Nariño).svg
Escudo de Tumaco (Nariño).svg
Detaildaten
Fläche 3760 km2
Bevölkerungsdichte 57 Ew./km2
Höhe m
Gewässer Pazifischer Ozean
Zeitzone UTC−5
Stadtvorsitz María Emilsen Angulo Guevara (2016–2019)
Website www.tumaco-narino.gov.co
Luftbild von Tumaco (2007)
Luftbild von Tumaco (2007)
Blick auf Tumaco
Blick auf Tumaco
Flughafen La Florida
Flughafen La Florida

Tumaco oder vollständig San Andrés de Tumaco ist eine kolumbianische Hafenstadt und Gemeinde (municipio) im Departamento Nariño. Die Gemeinde hat 212.692 Einwohner, von denen 120.569 im städtischen Teil der Gemeinde (cabecera municipal) leben (Stand 2016).[1]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tumaco liegt im Südwesten Kolumbiens in der Provinz Tumaco-Barbacoas im Departamento de Nariño am Pazifik auf der Höhe von m ü. NN etwa 304 km von Pasto entfernt und hat eine Durchschnittstemperatur von 26° C. Die Gemeinde grenzt im Norden an Francisco Pizarro und Mosquera, im Süden an die Provinz Esmeraldas in Ecuador, im Osten an Barbacoas und Roberto Payán und im Westen an den Pazifik.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tumaco wurde 1640 vom italienischen Priester Francisco Ruggi gegründet. Tumaco erhielt 1861 den Status einer Gemeinde.[2]

Die Stadt war immer wieder vom bewaffneten Konflikt in Kolumbien betroffen.

Am 26. August 2009 ermordeten Unbekannte zwölf Ureinwohner vom Volk der Awá, darunter vier Kinder.[3]

Am 1. Februar 2012 explodierte vor einem Polizeirevier eine Motorradbombe, tötete sieben Menschen und verletzte mindestens 65. Polizeigeneral Rodolfo Palomino bezeichnete die FARC als Urheber des Anschlags.[4]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wichtigsten Wirtschaftszweige von Tumaco sind Landwirtschaft (insbesondere Ölpalme, Kakao und Kokusnüsse), Fischerei, Holzwirtschaft und Tourismus. Tumaco hat zudem den wichtigsten pazifischen Erdölhafen Kolumbiens, von dem vor allem ecuadorianisches Erdöl exportiert wird.[2]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen La Florida der Stadt hat den IATA-Code TCO. Der Flughafen wird von Bogotá und Cali aus angeflogen. Zum etwa 300 km entfernten Pasto besteht eine direkte Straßenverbindung. Nach Buenaventura verfügt Tumaco über den zweitwichtigsten Pazifikhafen Kolumbiens.[2]

In Tumaco befindet sich der Sitz des Bistums Tumaco. Außerdem befindet sich in der Stadt ein Nebensitz der Universidad de Nariño.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2009 besteht eine Städtepartnerschaft mit Montevideo.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tumaco – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hochrechnung der Einwohnerzahlen von Kolumbien auf der offiziellen Seite vom DANE
  2. a b c d Informationen zur Gemeinde auf der Webseite von Tumaco
  3. Massaker an Awa-Ureinwohnern. In: Der Standard. 27. August 2009, abgerufen am 2. Februar 2012.
  4. Sieben Tote bei Bombenanschlag in Kolumbien. In: ORF. 2. Februar 2012, abgerufen am 2. Februar 2012.