Ulrike Hiller

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Ulrike Hiller, 2014

Ulrike Hiller (* 11. Juni 1965 in Sarstedt) ist eine Bremer Politikerin (SPD). Sie war Mitglied der Bremischen Bürgerschaft und ist seit Dezember 2012 als Bremer Staatsrätin die Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund und für Europa.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Erwerb der mittleren Reife ließ sich Hiller von 1982 bis 1986 zur Erzieherin ausbilden und erlangte währenddessen ihre Fachhochschulreife an der Fachschule Birkenhof in Hannover. Von 1987 bis 1992 studierte sie Sozialpädagogik an der Hochschule Bremen und schloss mit dem Diplom als Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin ab. Von 1995 bis 2003 studierte sie Rechtswissenschaft mit dem Schwerpunkt Arbeitsrecht an der Universität Bremen, das sie mit dem ersten Staatsexamen beendete. Neben ihrem Studium schloss sie 1995/96 eine berufsbegleitende Weiterbildung im Bereich Öffentlichkeits- und Pressearbeit an der Akademie Remscheid ab und ließ sich 1998/99 zur Mediatorin mit dem Schwerpunkt Wirtschafts- und Arbeitswelt ausbilden.

Von 1992 bis 1995 war Hiller beim Arbeitslosenzentrum Tenever der evangelischen Kirche Bremen beschäftigt. Ab 1995 war sie kommunale Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Ottersberg. Gemäß den Bestimmungen des Abgeordnetengesetzes ruhte das Dienstverhältnis für die Dauer der Mitgliedschaft in der Bürgerschaft. Seit 2003 ist sie selbstständige Mediatorin und Moderatorin.

Hiller ist mit dem ehemaligen Bremer SPD-Vorsitzenden Andreas Bovenschulte verheiratet und hat zwei Kinder.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hiller ist seit 1982 Mitglied der Gewerkschaft ÖTV/Ver.di. 1998 wurde sie Mitglied der SPD. Von 1999 bis 2003 war sie Sprecherin des Beirats in Bremen-Mitte und von 2003 bis 2007 Sprecherin der dortigen SPD-Fraktion. Von 2006 bis 2012 war sie Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Bremen-Altstadt.

Vom 12. Juni 2007 bis zu ihrer Berufung als Staatsrätin im Dezember 2012 war Hiller Mitglied der Bremischen Bürgerschaft. Dort war sie vertreten im Ausschuss für Integration, Bundes- und Europaangelegenheiten, internationale Kontakte und Entwicklungszusammenarbeit, Rechtsausschuss, Verfassungs- und Geschäftsordnungsausschuss, Vorstand der Bremischen Bürgerschaft und im Wahlprüfungsgericht.
Sie war Sprecherin der SPD-Fraktion für die Politikfelder Bund und Europa.

Hiller wurde im Dezember 2012 zur Nachfolgerin von Eva Quante-Brandt als Staatsrätin und Bevollmächtigte beim Bund sowie für Europaangelegenheiten und Angelegenheiten der Integration unter Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) in den Senat berufen (Senat Böhrnsen III). In dieser Funktion gehört sie seit dem 13. Dezember 2012 dem Bundesrat an. Ab dem 1. Juli 2013 war Hiller für ein Jahr Vorsitzende der Europaministerkonferenz (EMK). Im seit Juli 2015 bestehenden Senat Sieling ist Hillers Zuständigkeit um die Koordinierung der bremischen Entwicklungszusammenarbeit erweitert worden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ulrike Hiller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien