Vertretung des Landes Bremen beim Bund

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Die Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund und für Europa
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Staatliche Ebene Freie Hansestadt Bremen
Stellung Landesvertretung
Aufsichtsbehörde Senat der Freien Hansestadt Bremen
Gründung 1949 in Bonn, Umzug 1999 nach Berlin
Hauptsitz Berlin
Behördenleitung Ulrike Hiller
Website Homepage der Vertretung
Landesvertretung in der Hiroshimastraße

Die Vertretung des Landes Bremen beim Bund hat ihren Sitz in der Hiroshimastraße 24 im Berliner Ortsteil Tiergarten des Bezirks Mitte. Die offizielle Behördenbezeichnung lautet Die Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit.[1]

Behörde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ulrike Hiller, 2014

Bereits 1949 richtete Bremen eine Landesvertretung in Bonn ein. Der erste bremische Bevollmächtigte war der spätere Bundespräsident Karl Carstens.

Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund ist seit Dezember 2012 Staatsrätin Ulrike Hiller (SPD). Sie ist Mitglied des Senats und in der Exekutive nur ihm unterstellt.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vertretung nimmt folgende Aufgaben war: Begleitung des Deutschen Bundestages, Politische Präsenz in Berlin, Kontakt zu Verbänden, Bundesbehörden, Botschaften und Netzwerken, Aktive Personalentwicklung in Berlin, Informationsveranstaltungen.

Abteilung für Bundesangelegenheiten: Begleitung der Bundesgesetze die im Bundesrat behandelt werden (z.B. 553 Gesetze zwischen 2009 und 2013), sachkundige Einschätzungen zu jedem Gesetzentwurf, Vertretung in den 16 Fachausschüssen des Bundesrats

Europaabteilung: Verbindung zur Europäischen Politik und Verwaltung; Grundsatzfragen der Europapolitik, ressortübergreifende Koordination der EU-Angelegenheiten, Unterrichtung der Bremischen Bürgerschaft, Vertretung Bremens bei der Europäischen Union, europapolitische Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit (Informationsbüro EuropaPunktBremen etc.) mit Dienststellen in Bremen und Brüssel.

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das derzeitige Gebäude befindet sich am Südrand des Tiergartens im Botschaftsviertel, dem westlichen Teil des Tiergartenviertels. Die Kosten des Neubaus betrugen 15,3 Millionen Euro. Das Gebäude wurde am 10. September 1999 eröffnet.[2] Zum Komplex gehört auch ein achtgeschossiges Gästehaus.[3] Im nördlichen Nachbargebäude befindet sich die Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate, deren nördlicher Nachbar wiederum die Landesvertretung von Nordrhein-Westfalen ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1947 bis 1949 vertrat Wilhelm Haas als Staatsrat von Bürgermeister Wilhelm Kaisen die bremischen Interessen gegenüber den entstehenden Bundesländern. Nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland waren dann die Bevollmächtigten beim Bund von 1949 bis 1971 Staatsräte, die keinem Senator zugeordnet wurden. Von 1971 bis 1995 waren die Bevollmächtigten beim Bund Senatoren. Seit 1995 sind sie wieder Staatsräte und zugleich Mitglieder des Senats – also Regierungsmitglieder – ohne einem Senator direkt zu unterstehen. Zu den Bevollmächtigten gehörten[4]

Die Bevollmächtigten hatten, soweit sie Senatoren waren, als Vertreter Senatsdirektoren.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kerstin Wittmann-Englert, René Hartmann (Hrsg.): Bauten der Länder. Die Landesvertretungen in Bonn, Berlin und Brüssel, 2013, Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg im Allgäu, S. 164–169. ISBN 978-3-89870-796-1.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 52° 30′ 27″ N, 13° 21′ 26″ O

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Analog zur Bezeichnung senatorischer Dienststellen in Bremen richtet sich dieser Behördenname nach dem Geschlecht der leitenden Person – vergl. Die Senatorin für Finanzen.
  2. Von Bayern bis Sachsen-Anhalt: Wie sich die Länder in der Hauptstadt präsentieren. In: Berliner Morgenpost, 1. Dezember 2002
  3. Vertretungen der Bundesländer – Neue Architektur: Freie Hansestadt Bremen (Memento vom 9. März 2012 im Internet Archive)
  4. Die Bevollmächtigten seit 1947