Unterberg (Gutensteiner Alpen)

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Unterberg
Blick zum Unterberg von Westnordwesten (Reisalpe)

Blick zum Unterberg von Westnordwesten (Reisalpe)

Höhe 1342 m ü. A.
Lage Niederösterreich, Österreich
Gebirge Gutensteiner Alpen
Dominanz 11,5 km → Reisalpe
Schartenhöhe 564 m ↓ Haselrast
Koordinaten 47° 56′ 18″ N, 15° 49′ 9″ OKoordinaten: 47° 56′ 18″ N, 15° 49′ 9″ O
Unterberg (Gutensteiner Alpen) (Niederösterreich)
Unterberg (Gutensteiner Alpen)

Der Unterberg ist mit einer Höhe von 1342 m ü. A. ein markanter Gipfel in den Gutensteiner Alpen im südlichen Niederösterreich.

Lage und Landschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Unterberg steht etwa 10 km südlich von Hainfeld als westlichster und höchster Gipfel einer losen Bergkette, die vom Hocheck (1037 m) und dem Kieneck (1106 m) kommt. Dieser Kamm läuft dann zur Jochart (1266 m) weiter und dann in Folge zum Göller-Gippel-Zug, und bildet hier den Alpenhauptkamm. Vom Unterberg bis zur Jochart grenzt man die Gebirgsgruppe Unterberg–Jochart ab. Der Unterberg ist der nordwestlichste Berg der Alpen, der noch hochmontanen Charakter hat, und bildet das Zentrum der Gutensteiner Alpen, obgleich er nicht deren höchster Berg ist, das ist die etwas höhere Reisalpe nordwestlich.[1]

Der Kamm nach Südwesten setzt sich, allerdings weniger hoch, zur Brunntaler Höhe (1090 m) und zu den Leitermauern (1025 m) fort. Dieser Grat führt zum Schneeberg. Etwa 8 km südlich des Unterbergs liegt der Rohrer Sattel (864 m), eine wichtige Straßenverbindung vom Wiener Becken und Piestingtal in die Rax-Region und ins Traisental.

Der Berg ist aus Kalkgesteinen aufgebaut und weist auf der Nordwestseite einen von Felswänden durchzogenen, bewaldeten Steilhang auf, während er nach Südosten hin wesentlich sanfter abfällt.

An der Südostflanke des Unterbergs entspringt der Myralucke der Myrabach. Er bildet knapp oberhalb von Muggendorf die malerischen Myrafälle, und geht dann über Muggendorf und Pernitz der Piesting zu. Südwestlich entwässert der Rohrer Rainbach weiter zur Schwarza. Die Nordseite geht dem Kleinzeller Gampmannsgraben an der oberen Gölsen zu. Damit gehört der Gipfel zum Alpenhauptkamm in seinem nordwestlichen Ausläufer.

Große Höhlen sind die Goldgrube,[2] und der Kammschacht.[3]

Kultur und Erschließung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gipfelkreuz am Unterberg im Winter

Etwa 150 Höhenmeter südlich unterhalb des Gipfels befindet sich das Unterberg Schutzhaus des Österreichischen Touristenklubs.[4] Die benachbarte Kapelle Maria Einsiedl beherbergt eine Kopie der Mariazeller Muttergottes-Statue. Die frühesten Besucher des Unterbergs waren Wallfahrer auf dem Weg nach Mariazell, die allerdings fast nie den Gipfel bestiegen.

Heute ist der Unterberg ein lokales Wintersport-Zentrum mit drei Schleppliften und mehreren Schipisten. Die Schilifte führen auf der Südostflanke zum Gipfel; sie sind von Pernitz im Piestingtal über Muggendorf zu erreichen. Auch als Ziel von Schitouren ist der Unterberg sehr beliebt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Unterberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die zentrale Rolle des Unterbergs, dort „Gschaider“-Gebirgsstock genannt, innerhalb der östlichsten Nordalpen – aber ohne die Gruppen oder die Gutensteiner Alpen als solche zu benennen – gibt schon M. V. Lipold: Das Kohlengebiet in den nordöstlichen Alpen. Bericht über die localisirten Aufnahmen der I. Section der k. k. geologischen Reichsanstalt in den Sommern 1863 und 1864. I. Band in: Jahrbuch der Kais. Kön. Geologischen Reichsanstalt, 15. Band, 1865, S. 18 ff (ganzer Artikel S. 1–150) pdf, geologie.ac.at; (Google eBook, vollständige Ansicht):
    „Der am meisten und am weitesten verzweigte Gebirgsstock ist jener, dessen Knotenpunkt sich „auf dem Gschaid“, südöstlich von Kleinzell und nordwestlich von Guttenstein, befindet.“
  2. Katasternummer 1867/3, Helga und Wilhelm Hartmann: Die Höhlen Niederösterreichs. Hrsg.: Landesverein für Höhlenkunde in Wien und Niederösterreich. Band 2. Wien 1982, S. 156–157.
  3. 1867/5, Helga und Wilhelm Hartmann: Die Höhlen Niederösterreichs. Hrsg.: Landesverein für Höhlenkunde in Wien und Niederösterreich. Band 4. Wien 1990, S. 340–342.
  4. www.unterberg-schutzhaus.at