Triestingtal

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Blick in das Triestingtal vom Hafnerberg

Das Triestingtal ist eine Industrieregion in Niederösterreich am Fluss Triesting 45 km südlich von Wien. Das Tal bildet die Südgrenze des Wienerwaldes. Es reicht von der Quelle der Triesting in Kaumberg bis an die Thermenlinie, wo die Triesting das Berggebiet verlässt und in das Wiener Becken eintritt.

Schon im Mittelalter wurde die Wasserkraft der Region in erster Linie von Mühlen und Schmieden genutzt.

Durch den Bau der Leobersdorfer Bahn um 1877 und im Fin de siècle bekam das Tal einen starken Industrialisierungsschub, der mit den Namen Krupp in Berndorf, Wilhelm Prym, Adolph Freiherr von Pittel und Starlinger in Weissenbach, Simon Graf Wimpffen in Neuhaus und mit der von Serafin Keller gegründeten Hirtenberger Patronenfabrik (aus der später auch die Kromag resultierte) in Hirtenberg verbunden bleibt. Mit der Eisenbahn kamen aber auch Sommerfrischegäste, die die landschaftlichen Schönheiten des Triestingtales zu entdecken wussten: Tourismus und Industrie prägten ab dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts das Triestingtal und Künstler wie der Librettist Camillo Walzel, die Architekten Ludwig Baumann und Joseph Urban und die Maler Franz Lefler und Heinrich Lefler verbrachten ihre Zeit gerne im Triestingtal.

Viele Betriebe kamen und gingen − sie prägten auch die Geschichte der Gemeinden Kaumberg, Altenmarkt, Furth, Weissenbach an der Triesting, Pottenstein, Enzesfeld-Lindabrunn, Leobersdorf und Schönau − doch nur wenige schafften den Sprung in die Dienstleistungsgesellschaft.

Heute führt durch das Triestingtal die Hainfelder Straße B18.

Für die Freizeitgestaltung hat die Region einiges getan. So gibt es entlang der Triesting einen Radweg durchs ganze Tal, und außerdem viele Mountainbike-Strecken.

In Furth im Triestingtal befindet sich die Land-Drink Kren KG, der größte Ciderhersteller in Österreich.

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