Urmel aus dem Eis (1969)

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Filmdaten
OriginaltitelUrmel aus dem Eis
ProduktionslandBundesrepublik Deutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1969
Länge115 Minuten
AltersfreigabeFSK/JMK 0
Stab
RegieHarald Schäfer
DrehbuchManfred Jenning
MusikHermann Amann
KameraKarl-Heinz Schlutter
SchnittMargot Schellemann
Synchronisation

Urmel aus dem Eis ist ein vom Hessischen Rundfunk produziertes und im deutschen Fernsehen ausgestrahltes Marionetten-Spiel der Augsburger Puppenkiste. Regie führte Harald Schäfer. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman Max Kruses. Die Gesamtleitung übernahm Josef Göhlen.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Handlung ist in vier Teile gegliedert.

Der Eisberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prof. Habakuk Tibatong bringt in seinem Heimatland Pumpolonien Tieren das Sprechen bei. Die Methode hat er an seinem Hausschwein Wutz erprobt. Als man ihn jedoch in Folge eines Artikels über ein angebliches prähistorisches Urmel als Scharlatan bezeichnet, muss er mit Wutz und dem Waisenjungen Tim Tintenklecks fliehen. Sie landen auf der Südseeinsel Titiwu. Dort bringt der Professor auch dem Waran Wawa, dem Pinguin Ping, dem See-Elefanten Seelefant und dem Schuhschnabel Schusch das Sprechen bei, allerdings entwickeln alle einen Sprachfehler – Seelefant, der sogar auf eigenen Wunsch Gesangsstunden bekommt, hat Schwierigkeiten mit de „E“- und „I“-Vokalen, die bei ihm wie ein „Ö“ klingen, Schusch spricht das „R“ wie ein „L“ aus, bei Ping ist es ein „Pf“ anstatt einem „Sch“ und Wawa beherrscht das „S“ und das „Z“ nicht, stattdessen spricht er es wie ein „Sch“ bzw. wie ein „Tsch“ aus. Als eines Tages ein Eisberg strandet und die Bewohner ein Ei in ihm finden, beschließen sie, es auszubrüten. Der Professor schließt die Möglichkeit nicht aus, dass es sich um ein Urmel-Ei handelt. Tatsächlich schlüpft ein Urmel, welches fortan von Wutz gepflegt wird. Der Professor schickt sofort seinem Rivalen Zwengelmann einen Brief, in dem er das lebende Urmel bestätigt.

Der Schuss[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Zwengelmann den Brief liest, geht er sofort zum gestürzten König Pumponell und fordert eine Expedition. Der zum Großwildjäger gewordene Pumponell zeigt ungeheures Interesse, sowohl am Urmel, als auch an sprechenden Tieren. Deshalb fliegt er selbst, ohne Zwengelmann, nur mit Diener Sammi nach Titiwu. Zunächst gelingt es den Einwohnern, das Urmel versteckt zu halten. Bald jedoch wird Pumponell immer aufdringlicher. Prof. Tibatong beteuert, alles sei nur ein Hirngespinst seiner selbst gewesen. In diesem Moment platzt das Urmel, dass mit der Zeit auch selbst das Sprechen gelernt hat, herein und Pumponell schießt. Im Chaos entkommt Urmel.

Das Abenteuer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie sehr es Pumponell auch versucht, er kann das Urmel nicht finden. Allerdings gestaltet sich auch für die Anwohner der Insel die Suche schwierig. Schließlich können sie es aus einer Höhle mit gefährlichem Lachgas retten. Wawa führt Pumponell und Sammi dann in die Irre. Er behauptet, Urmel sei noch immer in der Höhle. Sein Plan ist es, Pumponell in die Irre zu führen und ihm dem Lachgas zu überlassen, dieser Plan scheitert jedoch, da, als sie dem Lachgas ausgesetzt sind, der Berg zu einstürzen beginnt. Als Pumponell dann unter Einfluss des Lachgases die Riesenkrabbe in der Höhle sieht, schießt er, wodurch die Höhle fast einstürzt und der Eingang verschüttet wird. Bei den anderen Bewohnern der Insel macht sich das als Erdbeben bemerkbar.

Die Rettung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da Wawa ebenfalls in der Höhle ist, entschließt man sich, die Verschütteten zu retten. Tim hat den Einfall, man könnte Wutz' Schlummertonne zum Unterseeboot machen. So geschieht es. Die Tonne wird dann von Seelefant durch einen Durchgang in die Höhle gezogen. Vor seiner Rettung muss Pumponell noch schwören, dem Urmel nichts zu tun.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schusch hat einen anderen Sprachfehler als im Buch. Anstatt das „i“ wie ein „ä“ auszusprechen, spricht er statt des „r“ ein „l“.

Urmellied[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekanntheit im Zusammenhang mit der Puppenaufführung der Augsburger Puppenkiste erlangte das so genannte Urmellied. Urmel singt ein Lied von Kindern, die von der Entdeckungslust gepackt werden und „schöne Sachen sehen“ wollen. Die Mütter ermahnen die Kinder allerdings, brav im Zimmer zu bleiben und zu schlafen. Die Kinder gehen trotzdem aus dem Zimmer und kommen erst später wieder zu ihren Müttern zurück, worauf sie ausgeschimpft werden. Die Kinder bitten dann ihre Mütter, doch nicht böse zu sein, weil sie doch „schöne Sachen sehen“ müssten.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Einer der Klassiker aus der Puppenkiste mit liebevollen Figuren, einem versöhnlichen Ende und den üblichen blauen Plastikmüllsäcken und Seifenblasen, die das Meer darstellten. Und der Wutzenruf „Urmel! Urmeliii!“ bleibt für immer im Ohr. Urmels Stimme gehörte Max Bößl, der Erfahrung mit Geschöpfen hatte, die eigentlich nicht reden können. Er hatte 1964 Kater Mikesch gesprochen. Die Serie war auch im Ausland ein Erfolg: Sie wurde in mehr als 30 Ländern verkauft. Fünf Jahre später kehrten die beliebten Figuren in Urmel spielt im Schloss ins Fernsehen zurück.“

Das Fernsehlexikon[1]

„Mit Urmel aus dem Eis bekommt nicht nur der Kleine, sondern auch der große Zuschauer eine unterhaltsame Geschichte geboten, die keinerlei Längen aufweist.“

DVD-Sucht[2]

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rolle Figur Stimme
Urmel Urmel Max Bößl
Wutz Schwein Herbert Mayer
Wawa Waran Hanns-Joachim Marschall
Ping Pinguin Margot Schellemann
Schusch Schuhschnabel Ernst Ammann
Prof. Habakuk Tibatong Mensch Walter Oehmichen
Pumponell Mensch Sepp Strubel
Seelefant See-Elefant Walter Schellemann
Sammi Mensch Claudia Hansmann
Tim Tintenklecks Mensch Gerlind Ohst
Dr. Zwengelmann Mensch Manfred Jenning
Erzähler Manfred Jenning
Urmelmutter Urmel Rose Oehmichen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1], abgerufen am 20. März 2013
  2. [2], abgerufen am 20. März 2013