Vernichtungslager Maly Trostinez

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Gedenkstätte (2012)

Das Vernichtungslager Maly Traszjanez (russ. Малый Тростенец, Maly Trostenez; weißruss. Малы Трасцянец), treffender auch als Vernichtungsstätte Maly Trostinez bezeichnet, befand sich in einer ländlichen Gegend etwa zwölf Kilometer südöstlich von Minsk und unterstand dem Kommandeur der Sicherheitspolizei und des SD (KdS) für Weißrussland. Zwischen 1942 und 1944 wurden bei Maly Trostinez 40.000 bis 60.000 Menschen ermordet, sowjetische Kriegsgefangene, Partisanenverdächtige und weit überwiegend Juden. Die Opfer wurden zumeist im nahegelegenen Wald von Blagowschtschina und ab 1943 im Wald von Schaschkowka erschossen und vergast, ohne zuvor im Lager selbst gewesen zu sein.[1]

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Hitler im September 1941 die Deportation von Juden aus den größeren Städten des Reichs angeordnet hatte, sollten nach den Plänen des Reichssicherheitshauptamt 25.000 deutsche, österreichische und tschechische Juden gegen den Widerstand Generalkommissariat Weißruthenien unter Wilhelm Kube nach Minsk gebracht werden. Eichmann und wenig später Himmler reisten im März 1942 zu Gesprächen mit Kube und dabei wurde wahrscheinlich beschlossen, die Juden nicht mehr in das überfüllte Ghetto Minsk der Zivilverwaltung sondern an den KdS unter Eduard Strauch zu überstellen. Reinhard Heydrich beauftragte Strauchs Dienststelle kurz darauf, die eintreffenden Juden unmittelbar nach deren Ankunft zu töten.[2]

Im April 1942 übernahm der KdS Strauch die ehemalige Kolchose „Karl Marx“ beim Dörfchen Trostenez elf Kilometer südöstlich von Minsk zum Aufbau eines Mordzentrums. Die Kolchose wurde zu einem Landgut (Gut des Kommandeurs) mit einem Arbeitslager ausgebaut, im einen Kilometer entfernten Wald von Blagowschtschina eine schlecht einsehbare Exekutionsstätte eingerichtet und der stillgelegte Gleisanschluss von Kolodisze als Bahnanschluss für Deportationszüge Mitte August 1942 wieder in Betrieb genommen.[3] Trostenez fungierte als provisorischer Ersatz für ein in Mogilew geplantes aber nicht fertiggestelltes Vernichtungslager.[4]

Das Zwangsarbeitslager[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Häftlinge arbeiteten neben der Landwirtschaft auch in verschiedenen Handwerksbetrieben des Guts. Weiter gab es eine Wäscherei, Schmiede und Schlosserei, Tischlerei, Glaserei, Gerberei, eine Mühle und ein Sägewerk. Produziert wurde überwiegend für den Bedarf der KdS-Angehörigen und der Minsker Ordnungspolizei. Wie in anderen Vernichtungslagern gab es später kleine Arbeitskommandos, die in der Kleidersortierung, Schneiderei und Schusterei an der Verwertung des Besitzes der deportierten Juden eingesetzt waren.

Die „Arbeitsjuden“ waren in mehreren Baracken untergebracht. Es gab einen Galgen auf dem dreifach mit Stacheldraht umzäunten Gelände. Die Zahl der Häftlinge schwankte zwischen 500 und 1.000 Personen. Nach der Auflösung des Ghettos in Minsk im Oktober 1943 sank sie auf etwa 200.

Verwalter des Gutes und Lagerleiter war der baltendeutsche SS-Unterscharführer Heinrich Eiche, der im Herbst 1943 vom österreichischen Hauptscharführer Rieder abgelöst wurde.[5] Bewacht wurden die Häftlinge von Teilen eines ukrainischen Schutzmannschaftsbataillons, das auf dem Gut stationiert war und der Ordnungspolizei unterstand.

Die Nomenklatur des Lagers läßt sich aus Quellenmangel kaum mehr ermitteln. In einem Fernschreiben wird das Lager als "Ersatzgefängnis KL. Trostinez" geführt, während ein überlebender Häftling angab es sei als "Erweitertes SS- und Polizeigefängnis" bezeichnet worden.[6]

Mordstätte in Blagowschtschina[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Planungen für ein großes Vernichtungslager in Mahiljou (Mogiljow), für das bereits im November 1941 mehrere Verbrennungsöfen bestellt worden waren, wurden aus verkehrstechnischen Gründen aufgegeben.[7] Dafür wurden in Maly Trostinez ab Mai 1942 nach Minsk deportierte Juden aus Deutschland, Österreich, dem Protektorat Böhmen und Mähren und aus Polen teils – ab Juni 1942[8] – durch Gaswagen, größtenteils aber durch Erschießungen ermordet. Im Laufe des Sommers wurden weißrussische Juden vor allem aus dem Ghetto von Minsk in die Vernichtungsaktionen einbezogen.

Am 22. April begann der II. Zug (ein Unteroffizier und zehn Mann) der dem KdS unterstellten kleinen Waffen-SS-Einheit in Maly Trostinez mit acht Tage dauernden Erdarbeiten, um die ersten Leichengruben auszuheben. Am 30. April beteiligte sich der gesamte Zug an einer „Aktion zur Ausräumung des Gefängnisses in Minsk“. Am 4. Mai wurden erneut Gruben ausgehoben für eintreffende Transporte. Zum 17. Mai 1942 vermerkte der Zugführer der Waffen-SS, der SS-Unterscharführer Arlt, in seinem Tätigkeitsbericht:

„Am 11. Mai traf ein Transport mit Juden (1000 Stück) aus Wien in Minsk ein, und wurden gleich vom Bahnhof zur obengenannten Grube geschafft. Dazu war der Zug direkt an der Grube eingesetzt.“[9]

Es handelt sich hier um den ersten für Maly Trostinez zweifelsfrei durch zeitgenössische Quellen belegten Massenmord, bei dem fast alle Deportierten bei der Ankunft erschossen wurden. Zur Exekutionsstätte von Maly Trostinez, einem Kiefernwäldchen, wurden die Insassen der Sonderzüge mit Lastkraftwagen gebracht und dort von rund 80 Schutzpolizisten und Angehörigen der Waffen-SS erschossen.[10]

Gaswagen wurden spätestens ab Juni 1942 eingesetzt, um die Massenmorde effizienter zu machen und die Nerven der Exsekutionskommandos zu schonen. Zunächst waren zwei Lkw der Marke "Diamond" und ein größerer der Marke "Saurer" im Einsatz. Mitte Juli kam ein weiterer Gaswagen aus Serbien kommend hinzu und die Einatzgruppe B stellte zeitweise Gaswagen an den Minsker KdS ab.[11]

Mordstätte in Schaschkowka[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wegen der Spurenbeseitigung im Wald von Blagowschtschina und häufigeren Attacken von weißrussischen Partisanen-Einheiten beschloss der BdS Ende 1943 künftige Exekutionen in der Nähe des massiv bewachten Gutes im Wald von Schaschkowka durchzuführen. Dazu wurde Anfang 1944 eine Verbrennungsgrube als provisorisches Krematorium angelegt, in der die Leichen aus den Gaswagen verbrannt wurden. Ab März 1944 wurden dort auch Exekutionen durchgeführt. Die Getöteten waren nichtjüdische Zivilisten, die während Partisanen-Aktionen in den weißrussischen Dörfern gefangen genommen und als arbeitsunfähig eingestuft worden waren, d.h. hauptsächlich Frauen mit Säuglingen und Kleinkindern, Alte und Gebrechliche.[12]

Deportationen nach Maly Trostinez[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen Mai und Oktober 1942 wurden überwiegend Juden aus Wien und Theresienstadt nach Maly Trostenez gebracht. Fast jeder dieser Deportationszüge umfasste 1.000 Personen. Davon wurden rund 20 bis 50 Personen ausgesondert und ins Arbeitslager gebracht, alle anderen wurden bei ihrer Ankunft am Bahnhof Minsk sofort mit Lastwagen zum Exekutionsort gefahren oder in Gaswagen auf dem Weg nach Blagowschtschina ermordet.

Deportationen nach Maly Trostinez[13]
Zug Abgangsort Datum Ankunftsort[14] Ankunft Anzahl
Da 201 Wien 6. Mai 1942 Minsk 11. Mai 1942 994/1.000
Da 202 Wien 20. Mai 1942 Minsk 23./26. Mai 986/1.000
Da 204 Wien 27. Mai 1942 Minsk 1. Juni 1942 981
Da 205 Wien 2. Juni 1942 Minsk 5./9. Juni 1942 999
Da 206 Wien 9. Juni 1942 Minsk 13./15. Juni 1.006
Da 40 Königsberg/Berlin 24. Juni 1942 Minsk 26. Juni 1942 770
Da 220/Aax Theresienstadt 14. Juli 1942 Minsk 17. Juli 1942 1.000
Da 219 Köln 20. Juli 1942 Minsk 24. Juli 1942 1.164
Da 222/Aaz Theresienstadt 4. August 1942 Trostinez 10. August 1942 993/995
Da 223 Wien 17. August 1942 Trostinez 21. August 1942 1.003
Da 224/Bc Theresienstadt 25. August 1942 Trostinez 28. August 1942 1.000
Da 225 Wien 31. August 1942 Trostinez 2./4. September 1942 967
Da 226/Bk Theresienstadt 8. September 1942 Trostinez 11./12. September 1942 1.000
Da 227 Wien 14. September 1942 Trostinez 16./18. September 1942 992
Da 228/Bn Theresienstadt 22. September 1942 Trostinez 25. September 1942 992
Da 230 Wien 5. Oktober 1942 Trostinez 9. Oktober 1942 544/547

Ein weiterer Zug der Theresienstadt am 28. Juli mit 996 Menschen mit dem Ziel Maly Trostinez verließ (Da 221 Aay) wurde 145 km vor Minsk in Baranowitschi angehalten und die Insassen dort liquidiert. Grund war die Belastung der SS-Angehörigen während der großen Liquidierungsaktion im Ghetto Minsk.[15][16]

Durch die etwa 10.000 dort ermordeten Wiener Juden, ist Maly Trostinez der Ort mit den meisten österreichischen Opfern der Shoa.[17]

Weitere Opfer und Gesamtzahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für eine Liste von prominenten Opfern des Vernichtungslagers Maly Trostinez siehe Kategorie:Todesopfer im Vernichtungslager Maly Trostinez

Die Zahl der in Maly Trostinez ermordeten jüdischen und nichtjüdischen Weißrussen kann nur überschlägig geschätzt werden. Die offizielle sowjetische Opferzahl von 206.500 hat sich in der Forschung als stark überhöht erwiesen, da der gesamte Raum um Minsk, wo sich zahlreiche weitere Hinrichtungsstätten und Sterbelager u. a. für über 100.000 sowjetische Kriegsgefangene befanden, Maly Trostinez zugerechnet wurde.

Um die 40.000 Opfer lassen sich relativ sicher nachweisen. Zu den mehr als 15.000 aus dem Westen deportierten und ermordeten Juden wird man 20.000 addieren müssen: Bei der großen Ghettoräumung Ende Juli 1942 in Minsk wurden nachweislich insgesamt 10.000 Juden ermordet, davon vermutlich 5.000 in Maly Trostinez. Dieselbe Zahl an Opfern forderte die Auflösung des Ghettos im Oktober 1943. Im Februar 1943 wurden etwa 3.000 angeblich „unproduktive Bandenverdächtige“ (Alte, Frauen und Kinder), darunter auch Juden, aus dem Gebiet Polazk in Trostinez ermordet. Als sowjetische Truppen Ende Juni 1944 (Operation Bagration) vorrückten, wurden die letzten 80 bis 100 Gefangenen des nunmehrigen Zwangsarbeiterlagers Maly Trostinez erschossen. Beim deutschen Rückzug in den letzten Junitagen 1944 wurden etwa 6.500 Insassen der Minsker Lager und Gefängnisse nach Maly Trostinez transportiert und dort erschossen.

Die tatsächliche Opferzahl dürfte mehr als 40.000 betragen, da die Dunkelziffer erheblich ist. Christian Gerlach hält in seiner grundlegenden Untersuchung um die 60.000 Opfer für denkbar.

Spurenbeseitigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Männer des Sonderkommando 1005-Mitte begannen am 27. Oktober 1943 eine Woche nach der Ermordung der letzten Gefangenen des Ghetto Minsk mit der Beseitigung der Spuren im Wald von Blagowschtschina. Die zunächst zu den Exhumierungsarbeiten vorgesehenen 100 jungen jüdischen Männer ließ der Kommandoführer Arthur Harder in zwei Gaswagen ermorden und durch 100 russische Gefangene ersetzen. Die exhumierten Leichen der Massaker wurden von den Arbeitern zu Scheiterhaufen gestapelt und dann verbrannt. Die Überreste nach Zahn- und Schmuckgold durchsiebt. Im November 1943 wurde Harder durch Friedrich Seeke und dieser im Dezember 1943 durch Max Krahner ersetzt. Spätestens am 16. Dezember 1943 wurde die Spurenverwischung beendet und die Arbeiter wurden in einem Gaswagen ermordet und dann verbrannt.

Da der Wald während der Exhumierungen nicht als Exekutionsort zur Verfügung stand, wurde etwa 500 m westlich des Lagers Trostinez eine „kleine Exekutionsstelle“ im Wald von Schaschkowka eingerichtet.

Das Sonderkommando setzte mit dem Standort Trostinez die Aktion 1005 im Raum Minsk noch bis April 1944 fort. Mitte Juni 1944 trafen einige deutsche Beamte in Maly Trostinez ein und es wurden wahrscheinlich auf Befehl des Kommandeur der Sicherheitspolizei und des SD Heinrich Seetzen Ende Juni mehrere tausend Kriegsgefangene und Häftlinge aus Gefängnissen des SD nach Trostinez gebracht und dort mit den letzten Häftlingen in einer Scheune mit Maschinengewehren erschossen und die Scheune angezündet. Als die ersten Einheiten der Rote Armee drei Tage später eintrafen, brannten die Leichenberge noch immer.[18]

Aufarbeitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Juristische Aufarbeitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Hinweise auf die Verbrechen tauchten 1942 in der weißrussischen Untergrundpresse auf. Die Außerordentliche Staatliche Kommission der UdSSR erstellte einen Bericht über die Verbrechen, der 1944 in Unions- und Republikperiodika erschien. Da die Themen Holocaust, Kriegsgefangenschaft und Zwangsarbeit nicht zum Siegermythos passten, gerieten sie in den Hintergrund und später in Vergessenheit. Die Angaben zu den Massenopfern wurden nicht zu den Materialien des Nürnberger Prozesses beigefügt.[19]

Aufsehen erregte der Prozess gegen den ehemaligen Minsker Gestapo-Chef Georg Heuser, der in den 1950er Jahren zum Leiter des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz aufgestiegen war, und zehn weiteren Angehörigen des KdS Minsk. Heuser wurde wegen gemeinschaftlicher Beihilfe zu Mord und Totschlag vom Landgericht Koblenz 1963 zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt, die anderen Angeklagten erhielten Zuchthausstrafen zwischen vier und zehn Jahren.[20]

Die Tätigkeit der österreichischen Justiz beschränkte sich bis in die 1970er Jahre auf die Sammlung deutscher Ermittlungsergebnisse, wobei teilweise Kuverts mit Prozessunterlagen und Kopien nicht einmal geöffnet wurden. Eigenständige Aktivitäten zur Aufklärung der Verbrechen gab es kaum.[21]

Historiographische Einordnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Historikerin Petra Rentrop sieht Maly Trostinez als eine Zwischenstufe zwischen Massenvernichtungsstätte und Vernichtungslager an, wobei von den angewendeten Mordmethoden eine Ähnlichkeit zum Vernichtungslager Kulmhof besteht, während die Absichten der Tötung und Ausplünderung der Juden Ähnlichkeiten zu den Lagern der Aktion Reinhardt aufweisen. Sie weist auch auf die mörderische Effizienz hin, die Trostinez trotz seines provisorischen Charakters hatte.[22]

Gedenken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Teile dieses Abschnitts scheinen seit 2016 nicht mehr aktuell zu sein: Gedenkstätte Maly Trostinez letztes Jahr eröffnet, Gedenkstätte Blagovščina zur Zeit im Bau.
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  • 1963 wurde eine Gedenkanlage und ein Obelisk in der Ortschaft Bolschoj Trostinez errichtet.
  • 1965 wurde ein Denkmal am Ort der Scheune für die im Lager ermordeten errichtet.
  • Im Wald von Blagowschtschina erinnert ein Gedenkstein an die dortigen Erschießungen.
  • Im Wald von Schaschkowka erinnert ein Denkmal an die Ermordung und das provisorische Krematorium.[23]

Seit 2006 liegt ein Konzept für den Bau eines „Kreuzwegs“ als Gedenkstätte vor.[24] 2011 wurde in Wien der Verein IM-MER Initiative Malvine – Maly Trostinec erinnern gegründet.[25] Am 13. Oktober 2016 beschloss der österreichische Nationalrat einstimmig einen Initiativantrag, der die Bundesregierung zur Umsetzung und Finanzierung eines würdigen Denkmals auffordert.[26]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Waltraud Barton (Hrsg.): Ermordet in Maly Trostinec. Die österreichischen Opfer der Shoa in Weißrussland.. new academic press, Wien 2012, ISBN 978-3-7003-1845-3
  • Waltraud Barton: Maly Trostinez erinnern. Vom Fehlen unserer Nachbarn. In Zwischenwelt. Zeitschrift für Kultur des Exils und des Widerstands. Hg. Theodor Kramer Gesellschaft, Jg. 28,#1–2, Wien 2012 ISSN 1606-4321 S. 70–71
  • Jochen Fuchs, Janine Lüdtke, Maria Schastnaya: Stätten des Gedenkens in Belarus: Chatyn und Maly Trostinec. Teil 1: Maly Trostinec. In: Gedenkstättenrundbrief 2007, 139, S. 3–9
  • Christian Gerlach: Kalkulierte Morde. Die deutsche Wirtschafts- und Vernichtungspolitik in Weißrußland 1941 bis 1944. Hamburger Edition, 1999, ISBN 3-930908-54-9, S. 768–770: Beitrag über Maly Trostinez
  • Miroslav Kárný, kol.: Terezínská pamětní kniha. Židovské oběti nacistických deportací z Čech a Moravy 1941–1945, 2 Bde., Nadace Terezínská iniciativa – Verlag Melantrich, Praha 1995 (Theresienstädter Gedenkbuch. Jüdische Opfer der Nazi-Deportationen aus Böhmen und Mähren 1941–1945)
  • Paul Kohl: Der Krieg der deutschen Wehrmacht und der Polizei 1941–1944. Sowjetische Überlebende berichten. Mit einem Essay von Wolfram Wette, Fischer Taschenbuch Verlag Nr. 12306, Frankfurt 1995, S. 77–116, ISBN 3-596-12306-2.
  • Paul Kohl: Das Vernichtungslager Trostenez. Augenzeugenberichte und Dokumente. IBB – Internationales Bildungs- und Begegnungswerk, Dortmund 2003. ISBN 3-935950-07-1
  • Thomas Kues: The Maly Trostenets "Extermination Camp". Inconvenient History, 2011, Vol. 3, No 1
  • Karl Loewenstein: Minsk: Im Lager der deutschen Juden (Erlebnisbericht des ehemaligen Leiters des Jüdischen Ordnungsdienstes). In: Aus Politik und Zeitgeschichte. Beilage zu „Das Parlament“, B. 45/46 vom 7. November 1956
  • Heinz Rosenberg: Jahre des Schreckens. „…und ich blieb übrig, daß ich Dir’s ansage“. (Erlebnisbericht eines aus Hamburg stammenden jungen Juden) Steidl, Göttingen 1985, ISBN 3-88243-238-1
  • Unsere Ehre heißt Treue. S. 246, 250–257: Tätigkeitsberichte des SS-Unterscharführers Arlt, unter anderem über das Eintreffen von Zügen mit deutschen, österreichischen und tschechischen Juden und über ihre Ermordung. (Arlt nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Fritz Arlt). Europaverlag, Wien 1965; wieder Baulino-Verlag 1985 ISBN 3-203-50842-7.
  • Petra Rentrop: Tatorte der „Endlösung“. Das Ghetto Minsk und die Vernichtungsstätte von Maly Trostinez. Metropol, Berlin 2011 ISBN 978-3-86331-038-7
  • Nikolaus Wachsmann: KL: Die Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Siedler Verlag, München 2016, ISBN 9783886808274

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vernichtungslager Maly Trostinez – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Petra Rentrop: Tatorte der „Endlösung“. Das Ghetto Minsk und die Vernichtungsstätte von Maly Trostinez. Berlin 2011, ISBN 978-3-86331-038-7, S. 198f.
  2. Petra Rentrop: Maly Trostenez. In: Der Ort des Terrors – Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Hrsg.: Benz und Distel, Beck 2009, ISBN 978-3-406-57238-8, S. 573 f.
  3. Petra Rentrop: Maly Trostenez. S. 574.
  4. Petra Rentrop: Weißrussland. In: Der Ort des Terrors – Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Hrsg.: Benz und Distel, Beck 2009, ISBN 978-3-406-57238-8, S. 384.
  5. Petra Rentrop: Maly Trostenez, S. 574.
  6. Petra Rentrop: Maly Trostenez, S. 578 f.
  7. Christian Gerlach: Failure of Plans for an SS Extermination Camp in Mogilev, Belarussia, in: Holocaust and Genocide Studies 11(1997), S. 60-78.
  8. Petra Rentrop: „Maly Trostinez“, S. 575.
  9. Alfred Gottwaldt, Diana Schulle: Die ‚Judendeportationen’… ISBN 3-86539-059-5, S. 238.
  10. Alfred Gottwaldt, Diana Schulle: Die ‚Judendeportationen’ISBN 3-86539-059-5, S. 235.
  11. Petra Rentrop: Maly Trostenez. S. 575 f.
  12. Petra Rentrop: Maly Trostenez. S. 581 f.
  13. Petra Rentrop: Tatorte der Endlösung. Metropol 2011, ISBN 978-3-86331-038-7, S. 206.
  14. Thomas Kues: The Maly Trostenets „Extermination Camp“. Inconvenient History 2011, Vol 3, No 1.
  15. Tomáš Fedorovič: Vernichtungsstätte Malyj Trostenez und die Juden aus dem Ghetto Theresienstadt. In: Der Vernichtungsort Trostenez in der europäischen Erinnerung, Materialien zur internationalen Konferenz vom 21.-24. März 2013 in Minsk, Hrsg.: Peter Junge-Wentrup, Internationales Bildungs- und Begegnungswerk, S. 41.
  16. Alfred Gottwaldt: Logik und Logistik von 1300 Eisenbahnkilometern. In: Ermordet in Maly Trosgtinec – Die österreichischen Opfer der Shoa in Weißrussland. Hrsg.: Waltraud Barton, New Academic Press Wien 2012. ISBN 978—3-7003-1845-3, S. 54.
  17. Letzte Ehre für 10.000 Wiener Opfer der Shoah. Der Standard vom 28. November 2016
  18. Jens Hoffmann: „Aktion 1005“ – Die Auslöschung der Spuren von Massenverbrechen in Malyj Trostinez durch deutsche Täter. In: Der Vernichtungsort Trostenez in der europäischen Erinnerung, Materialien zur internationalen Konferenz vom 21.-24. März 2013 in Minsk, Hrsg.: Peter Junge-Wentrup, Internationales Bildungs- und Begegnungswerk, S. 17 – 22.
  19. Kuzma Kozak: Vernichtungsort Trostenez: Geschichte und Erinnerungskultur. In: Der Vernichtungsort Trostenez in der europäischen Erinnerung, Materialien zur internationalen Konferenz vom 21.-24. März 2013 in Minsk, Hrsg.: Peter Junge-Wentrup, Internationales Bildungs- und Begegnungswerk, S. 12.
  20. Petra Rentrop: Maly Trostenez, S. 583.
  21. Klaudia Kuredsidis-Haider: Die strafrechtliche Ahndung der Verbrechen in Maly Trostinec. In: Ermordet in Maly Trostinec. Hrsg.: Waltraud Barton, Academic Press Wien 2012, ISBN 978-3-7003-1845-3, S. 130 ff.
  22. Petra Rentrop: Maly Trostinez als Tatort der "Endlösung". In: Ermordet in Maly Trostinec. Die österreichischen Opfer der Shoa in Weißrussland. Hrsg.: Waltraud Barton, new academic press, Wien 2012, ISBN 978-3-7003-1845-3, S. 71.
  23. Anna Aksjanowa: Gedenkstätte Trostenez. In: Der Vernichtungsort Trostenez in der europäischen Erinnerung, Materialien zur internationalen Konferenz vom 21.-24. März 2013 in Minsk, Hrsg.: Peter Junge-Wentrup, Internationales Bildungs- und Begegnungswerk, S. 46.
  24. Jochen Fuchs et al.: Stätten des Gedenkens..., S. 7
  25. IM-MER Initiative Malvine – Maly Trostinec erinnern. Waltraud Barton, abgerufen 5. Februar 2018
  26. Nationalrat fordert Denkmal für Juden in Maly Trostinec. der standard.at 13. Oktober 2016, abgerufen 5. Februar 2018

Koordinaten: 53° 51′ 4″ N, 27° 42′ 17″ O