Vulgar Display of Power

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Vulgar Display of Power
Studioalbum von Pantera
Veröffentlichung 25. Februar 1992
Label Eastwest Records
Format CD
Genre Thrash Metal, Groove Metal
Anzahl der Titel 11
Laufzeit 52:50 Min.

Besetzung

Produktion Terry Date
Studio Pantego Sound Studio, Pantego, Texas
Chronologie
Cowboys from Hell (1990) Vulgar Display of Power Far Beyond Driven (1994)
Vorlage:Infobox Musikalbum/Wartung/Paramfehler

Vulgar Display of Power ist das sechste Album der US-amerikanischen Thrash-Metal-Band Pantera. Das Album wurde von Terry Date produziert und am 25. Februar 1992 via Eastwest Records veröffentlicht. Vulgar Display of Power gehört zu den einflussreichsten Metalalben der 1990er Jahre. Die Platte wurde auch in die 1001 Albums You Must Hear Before You Die, „1001 Alben, die man hören muss, bevor man stirbt“, aufgenommen.[1]

Wissenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vulgar Display of Power wurde mit Terry Date in Pantego, Texas, eingespielt. Schlagzeuger Vinnie Paul bezeichnete es als „kompromissloser“, die Songs aber auch als „anspruchsvoller“ als zuvor. Er zeigte sich mit den Aufnahmen äußerst zufrieden:

„Wir haben einfach versucht, die Power, die uns live auszeichnet, auch auf Vinyl zu bannen. Und ich finde, dass uns das ganz gut gelungen ist.“

Vinnie Paul 1992[2]

Wie schon mit dem Vorgänger Cowboys from Hell brachten Pantera frischen Wind in die Thrash-Metal-Szene, fanden aber auch darüber hinaus Beachtung. Das Album enthält einige der bekanntesten Pantera-Lieder, zum Beispiel Mouth for War, This Love, Fucking Hostile und Walk. Letzteres Lied erreichte Platz 35 in den britischen Singlecharts. Das Album erreichte Platz 44 in den US-amerikanischen Albumcharts. Die Band tourte 1992 mit Skid Row in den USA, was viel zum Erfolg des Albums beitrug, da Pantera so jeden Abend vor 6.000 bis 15.000 Zuschauern spielten[2], danach mit Megadeth in Europa. 1993 folgte eine europäische Headliner-Tour.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Götz Kühnemund vom Rock Hard verglich den Klang des Albums „mit den groovigeren Metallica-Stücken“ und lobte sowohl die „wuchtige“ Rhythmussektion wie auch die „abwechslungsreiche Gitarrenarbeit und die ungeheuer brutalen, extrem rohen, aber immer kontrollierten Vocals“ Phil Anselmos. Er gab dem Album neun von zehn Punkten.[3] In der 500 Titel umfassenden Bestenliste des Magazins wurde das Album auf Platz 333 geführt. Thomas Kupfer schrieb Vulgar Display of Power großen Einfluss auf spätere Nu-Metal-Bands wie Korn zu und resümierte: „Vulgar Display of Power zeigt eine junge, hungrige Band auf dem Zenit ihres Könnens.“[4] Das Magazin Visions setzte das Album 2005 auf Platz 122 seiner 150 Alben für die Ewigkeit.[5] Das US-amerikanische Magazin „Q“ zählte Vulgar Display of Power 2001 zu den 50 härtesten Alben aller Zeiten.

Titelliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mouth for War – 3:56
  2. A New Level – 3:57
  3. Walk – 5:15
  4. Fucking Hostile – 2:49
  5. This Love – 6:32
  6. Rise – 4:36
  7. No Good (Attack the Radical) – 4:50
  8. Live in a Hole – 4:59
  9. Regular People (Conceit) – 5:27
  10. By Demons Be Driven – 4:39
  11. Hollow – 5:45

Albumcover[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Albumcover zeigt einen Mann, dem mit der Faust in das Gesicht geschlagen wird. Über dieses Bild waren jahrelang viele Mythen im Umlauf. So soll die Band jemanden auf der Straße angesprochen und ihm 10 Dollar pro Schlag angeboten haben. Laut Vinnie Paul waren 31 Schläge nötig um das perfekte Bild zu bekommen, sein Kollege Rex Brown sprach sogar von 32 Schlägen. Anlässlich des 25-jährigen Veröffentlichungsjubiläums des Albums stellte der Fotograf Brad Guice in einem Interview mit dem US-amerikanischen Magazin Loudwire klar, dass die auf dem Bild zu sehende Person nicht geschlagen wurde. Vielmehr wurde eine Faust an das Gesicht gehalten und die Person ein wenig an die Seite geschoben. Für die wehenden Haare wurde ein Ventilator benutzt.[6]

Weiterverwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Neunziger Jahren verwendete MTV Ausschnitte von Liedern des Albums für die Eröffnungs- und Schlusssequenz von Headbangers Ball. Besonders gerne wurde der Anselmo-Schrei „Hostile“ aus Fucking Hostile verwendet. Der deutsche TV-Sender VIVA verwendete Ausschnitte des Videoclips für Mouth for War für die Anfangssequenz der Sendung „Metalla“.

Die Lieder Mouth for War, This Love, Rise und Regular People (Conceit) dienten als Vorlagen für einen Teil der von Robert Prince komponierten Hintergrundmusik für den Ego-Shooter Doom. Der Schweizer Komponist Stefan Keller verarbeitete in seinem Werk driven ein Riff aus dem Lied By Demons Be Driven.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.rocklistmusic.co.uk: Liste der 1001 Alben, abgerufen 30. Juni 2010.
  2. a b Thomas Kupfer: Voll auf die Glocke!, in: Rock Hard, Nr. 60, April 1992, S. 20-21
  3. rockhard.de: Rezension Vulgar Display of Power von Götz Kühnemund, in: Rock Hard, Nr.59
  4. Rock Hard: Best of Rock & Metal, Heel-Verlag, Königswinter 2007, ISBN 3-89880-517-4, S. 77.
  5. 150 Alben für die Ewigkeit, in: Visions, Nr. 150, S. 125
  6. Loudwire Staff: The Story of Pantera’s ‘Vulgar Display of Power’ Album Cover Is Not What You Think It Is. Abgerufen am 30. Dezember 2016 (englisch).