Wambach (Schlangenbad)

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Wambach
Gemeinde Schlangenbad
Koordinaten: 50° 6′ 32″ N, 8° 5′ 51″ O
Höhe: 358 m ü. NHN
Fläche: 4,86 km²[1]
Einwohner: 929 (30. Jun. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 191 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 65388
Vorwahl: 06129
Wambach im Taunus von Westen, oberhalb von Bärstadt. Rechts im Hintergrund der Große Feldberg
Wambach im Taunus von Westen, oberhalb von Bärstadt. Rechts im Hintergrund der Große Feldberg

Wambach ist ein Ortsteil der Gemeinde Schlangenbad im Rheingau-Taunus-Kreis in Hessen mit knapp 1000 Einwohnern.[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wambach liegt nördlich des Hauptortes Schlangenbad im Hohen Taunus auf einer Höhe von 350 Meter[2] in dem Teil des Walluftals, das den Taunushauptkamm durchschneidet. Östlich von Wambach erhebt sich mit 618 Meter Höhe die Hohe Wurzel. Von Süden aus Richtung der Bundesautobahn 66 kommend, führt die Bundesstraße 260 durch Wambach und über die Wambacher Stich genannte Steigung auf den Taunushöhen weiter nach Bad Ems und Nassau an der Lahn. Im Ort zweigt die L 3037 nach Westen von der Bundesstraße ab. Über diese gelangt man der Reihe nach zu den anderen Schlangenbader Ortsteilen Bärstadt, Hausen vor der Höhe, Obergladbach und Niedergladbach und schließlich ins Wispertal.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der früheste erhalten gebliebene urkundliche Nachweis belegt das Bestehen des Ortes Wagenbach seit dem Jahr 1200, und zwar in einem Lehensverzeichnis der Grafen von Bolanden, die hier über Lehensrechte verfügten. Der Name ist wahrscheinlich auf den Personennamen Wago als den vermutlichen Gründer der Ansiedlung zurückzuführen. Die Weidegerechtigkeit der Wambacher Bauern reichte bis nach Dotzheim und ins Aartal. Der Ort war im Amt Hohenstein Teil der Niedergrafschaft Katzenelnbogen und kam mit dieser an das Haus Hessen und 1816 an das Herzogtum Nassau, wo Wambach dem Amt Langen-Schwalbach zugeteilt wurde. Nach der Annexion des Herzogtums durch Preußen wurde der Ort 1867 dem Untertaunuskreis im Regierungsbezirk Wiesbaden zugeordnet.

Im Rahmen der Gebietsreform in Hessen schloss sich Wambach am 31. Dezember 1971 der Gemeinde Schlangenbad an.[3] Für Wambach wurde wie für alle anderen Ortsteile nach der Hauptsatzung der Gemeinde Schlangenbad ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher eingerichtet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am südlichen Ortseingang liegt die Wambacher Mühle mit einem Mühlenmuseum.[4] Oberhalb von Wambach, an der Landstraße zur Hohen Wurzel, befindet sich der Kinder-Erlebnispark Taunus Wunderland.[5]

Vereinsleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Wambach gibt es folgende Vereine für das kulturelle und gesellschaftliche Leben:

  • Freiwillige Feuerwehr Wambach 1934 e.V.
  • Gesangverein Concordia Wambach 1890 e.V.
  • Sportgemeinschaft 1956 Wambach e.V.
  • Kerbegesellschaft Wambach 1976 e.V. Diese richtet seit ihrer Gründung jeweils am dritten Wochenende im Oktober die Wambacher Kerb aus.
  • Förderverein Wambach e.V., gegründet 2015

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c „Zahlen Daten Fakten“ im Internetauftritt der Gemeinde Schlangenbad, abgerufen im April 2016.
  2. Topografische Karte 1:25.000
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 377.
  4. Internet-Auskunft zum Mühlenmuseum
  5. Taunus Wunderland im Internet