Wendershausen (Tann)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wendershausen
Koordinaten: 50° 38′ 0″ N, 10° 1′ 0″ O
Höhe: 369 m ü. NHN
Fläche: 3,32 km²[1]
Einwohner: 485 (31. Dez. 2013)[2]
Bevölkerungsdichte: 146 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1970
Postleitzahl: 36142
Vorwahl: 06682

Wendershausen ist ein Stadtteil von Tann (Rhön), Landkreis Fulda, Hessen.

Es liegt im Naturpark Hessische Rhön, nordöstlich der Wasserkuppe im Ulstertal.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wendershausen wurde im Jahre 836 erstmals unter dem Namen Meginherihus urkundlich erwähnt und ist damit ältester Ort im Ulstergrund. Die Bewohner sind sehr stolz auf ihre Traditionen, allen voran ist hierbei der Fußballverein Germania Wendershausen zu nennen. Wendershausen ist seit dem 1. April 1970[3] ein Ortsteil der osthessischen Stadt Tann (Rhön) im Landkreis Fulda und hat zurzeit etwa 500 Einwohner. Wendershausen liegt an der Mündung der Weid in die Ulster.

Von 2000 bis 2008 erfolgte eine Dorferneuerung mit der Schaffung eines neuen Dorfmittelpunktes, das "Johnsche Anwesen". Dieser ehemalige Dreiseithof enthält eine Festscheune, Bogenschießanlage und ein Vereinsheim der "Redneck Bowhunters", Duschen und Umkleide von "FV Germania Wendershausen", Dorfgemeinschaftssaal mit Küche und einen Jugendraum. Ein neues, 2004 erbautes Feuerwehrhaus für die Freiwillige Feuerwehr schließt sich am großen Parkplatz der Scheune an. Auf der gegenüberliegenden Seite liegt der Lindenplatz mit der Weid, dem renaturierten Mühlgraben und neugebauten Spielplatz. Zuschüsse für ein neues Sportlerheim des FV Germania wurden trotz vorheriger Versprechungen seitens der Tanner Politik, im Falle eines Verkaufs des alten Bürgerhauses, leider nicht eingehalten.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wendershausen ist seit der Einführung der Reformation 1535 durch Reichsritter Eberhard von der Tann evangelisch. Von der Tann war Kommandant der Wartburg, als Martin Luther dort das Neue Testament ins Deutsche übersetzte.

Ehemalige Verwaltungsbezirke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1789: Herrschaft der Freiherren von der Tann (Ritterkanton Rhön-Werra, Buchisches Quartier)

1806-1813: Großherzogtum Würzburg, Patrimonialgericht

1820-1834: Königreich Bayern, Herrschaftsgericht Tann

1834-1848: Königreich Bayern, Landgericht Hilders, Herrschaftskommissariat Tann

1848-1862: Königreich Bayern, Kreis Unterfranken und Aschaffenburg, Landgerichtsbezirk Hilders

1862-1866: Königreich Bayern, Regierungsbezirk Unterfranken, Bezirksamt Gersfeld

1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Gersfeld

1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda

Feste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Backhausfest -> 2. Wochenende im August, regional bekanntes Dorffest mit Spezialitäten aus dem Backhaus und Unterhaltung auf dem Lindenplatz
  • Kirmes -> in der Regel im Zweijahrestakt 2015, 2017,... immer im Herbst

Bauwerke und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Naturdenkmal Dorflinde mit Dorfplatz und Kriegerdenkmal
  • Altes Feuerwehrhaus
  • Der historische Sportplatz Ulsterrasen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistische Zahlen im Internetauftritt der Stadt Tann (Rhön), abgerufen im Februar 2016.
  2. Bevölkerungsstatistik des Landkreises Fulda, abgerufen im September 2015.
  3. Erlass des Hessischen Ministers des Innern vom 16. März 1970 — IV A 22 — 3 k 08/05 (2) — 5/70 — Betrifft: Eingliederung der Gemeinde Wendershausen in die Stadt Tann, Landkreis Fulda (StAnz. 13/1970 S. 660)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tann (Rhön) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien