Werner Freund

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Werner Freund (2006)
Grabstein des Wolfsforschers Werner Freund auf seinem Grab im Friedhof Waldstrasse, Merzig

Werner Freund (* 2. März 1933 in Garbenteich; † 9. Februar 2014 in Merzig) war ein deutscher Wolfsforscher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freund arbeitete zunächst als Gärtner, Raubtierpfleger und Expeditionsleiter. Ab 1955 war er für den Bundesgrenzschutz tätig und wechselte 1957 zur Bundeswehr in die Unteroffizierslaufbahn. Zwischen 1955 und 1958 war er Teilnehmer der Deutschen Indien-Expedition unter der Leitung von Gustav Adolf von Maydell und unternahm zwischen 1960 und 1970 siebzehn Expeditionen nach Afrika sowie Süd- und Mittelamerika.

Er war zuletzt mit dem Dienstgrad Stabsfeldwebel in der Kaserne Auf der Ell beim Fallschirmjägerbataillon 262 in Merzig stationiert, wo er als Ausbilder die truppengebundenen Einzelkämpferlehrgänge durchführte und ab 1961 als Tierpfleger das Bataillonsmaskottchen, einen Kodiakbär, betreute.[1][2]

Freund wurde vor allem dadurch bekannt, dass er mit seinen Wolfsrudeln lebte und schrieb mehrere Bücher über ihr Verhalten, darunter Wolf unter Wölfen.[3] Er errichtete 1977 mit Unterstützung der Stadt den Werner-Freund-Wolfspark, der für Besucher kostenlos zugänglich ist. In der Innenstadt von Merzig befindet sich das 1995 eröffnete Expeditionsmuseum Werner Freund, in dem Exponate seiner Reisen ausgestellt sind.[4]

Werner Freund war verheiratet und lebte seit 1972 in Merzig. Er verstarb am 9. Februar 2014 im Alter von 80 Jahren und wurde auf dem Friedhof Waldstrasse in Merzig beerdigt.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freund wurde für seine Initiative rund um die Wölfe und für die Errichtung des Wolfsparks 1995 der Saarländische Verdienstorden verliehen.[5] Für seine Unterstützung beim Wiederaufbau des "Zoopark Bugu-Ene" im kirgisischen Karakol seit 1996 wurde er 1997 zum Ehrenbürger der Stadt Karakol ernannt.[6] Die kirgisische Umweltstiftung "Freund" trägt seit 1999 seinen Namen.[7]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Werner Freund: Der Wolfsmensch. Neumann 1988, ISBN 3-7888-0548-X.
  • Werner Freund: Mein Leben mit Bären. Müller Rüschlikon, Cham 1994, ISBN 3-275-01079-4.
  • Werner Freund: Wolf unter Wölfen. Augustus Verlag 1999, ISBN 3-8043-7330-5.
  • Walter Wolter: Zwischen Zähnen und Klauen: Das Leben des Werner Freund. Gollenstein 2003, ISBN 3-935731-39-6.
  • Hartmann Jenal/Hildegard Hoppe: Wolfsfreund – Werner Freund und seine Wölfe. Bildband. Conte Verlag 2006, ISBN 978-3-936950-47-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1]
  2. Die Wölfe halten mich jung, Saarbrücker Zeitung, 1. März 2013
  3. Nachruf Werner Freund (Memento des Originals vom 27. Februar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.saarbruecker-zeitung.de
  4. Tourismus Zentrale Saarland: Information zum Museum (Memento des Originals vom 24. Oktober 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.tourismus.saarland.de
  5. Bekanntmachung von Verleihungen des Saarländischen Verdienstordens. In: Chef der Staatskanzlei (Hrsg.): Amtsblatt des Saarlandes. Nr. 1. Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei GmbH, Saarbrücken 5. Januar 1996, S. 10 (uni-saarland.de [PDF; 5,2 MB; abgerufen am 14. Juni 2017]).
  6. Kopie der Ernennungsurkunde im Expeditionsmuseum Werner Freund
  7. https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarbruecken/saarbruecken/saarbruecken/merzig-nimmt-abschied-von-freund_aid-1018151