Werner Utter

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Werner Utter (* 14. Februar 1921 in Crailsheim; † 29. November 2006 im hessischen Bad Vilbel) war einer der ersten Piloten der Deutschen Lufthansa, die nach dem Krieg eine Lizenz als Flugkapitän erhielten. Er flog in 43 Jahren und 29.000 Flugstunden auf fast allen Flugrouten der Welt. Dabei flog er rund 100 Flugzeugtypen, vom Fieseler Storch bis zum Jumbo.

Leben[Bearbeiten]

Als 14-Jähriger absolvierte er 1935 seinen ersten Alleinflug im Segelflugzeug. Im Zweiten Weltkrieg flog er für die Luftwaffe die ersten Düsenflugzeuge, die Ar 234 und die Me 262. Am 1. April 1955 nahm die Lufthansa ihren Flugbetrieb wieder auf, Utter flog an diesem Tag in einer DC3. Bei der Umstellung von Propeller- auf Düsenflugzeuge war er einer der Ersten, der bei Lufthansa einen Jet flog. Diese Umstellung erwähnte er in seinem Lebensrückblick als die schwierigste Herausforderung im Pilotenleben. 1967 gelang es ihm, mit Bundespräsident Heinrich Lübke an Bord, der zum Staatsbesuch nach Nepal flog, mit einer Boeing 707 auf dem Hochgebirgsflughafen von Kathmandu zu landen, was damals für unmöglich gehalten wurde. Ab 1971 war Utter Chefpilot der Lufthansa und blieb dies bis 1980, als er aus Altersgründen das Fliegen aufgeben musste. Von 1972 bis 1985 war Utter im Vorstand der Deutschen Lufthansa für den Verkehrs- und Flugbetrieb verantwortlich. In seinem Ruhestand berichtete er über seine UFO-Sichtungen.[1]

Sein Sohn, Tobias Utter ist seit der Landtagswahl in Hessen 2008 Landtagsabgeordneter.

Referenzen[Bearbeiten]

  1. Video: Ehem. Chefpilot der Deutschen Lufthansa über UFOs (2002)