Wilhelm Hepp

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Wilhelm Hepp (* 1764 in Rothenfels; † 10. Februar 1832 in Amberg) war ein Oberpfälzer Orgelbauer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er stammt aus der Schule des Amberger Orgelbauers Johann Conrad Funtsch, erwarb 1797 das kurfürstliche Orgelbauerpatent und führte 1810 nach dem Tod von Johann Adam Funtsch dessen Amberger Werkstatt weiter. Bei ihm lernte Friedrich Specht, der seine Werkstatt fortführte.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Ort Kirche Bild Manuale Register Bemerkungen
1796 Ammerthal St. Nikolaus
Ammerthal, St. Nikolaus, Gehäusefront Hepp 1796.JPG
I/P 8 Nur die Fassade des Prospekts ist erhalten.
um 1800 Irlbach bei Wenzenbach Mariä Himmelfahrt I/P 7 Nicht erhalten, die letzte Pfeifenorgel der alten Kirche wurde um 1960 von Friedrich Meier erbaut (8/I/P) und 2000 nach Herzogau bei Waldmünchen verkauft.
1803 Velburg Herz-Jesu
Velburg Herz-Jesu.jpg
I/P 12 Prospekt und Werk erhalten, 1979 Restaurierung
Georg Jann (Allkofen), 2017 restauriert und rekonstruiert durch Orgelbau Dlabal & Mettler (Bilsko, CZ)[1]
1816 Hausen bei Ursensollen St. Georg
Hausen bei Ursensollen, Orgel von Hepp.JPG
I/P 8 Prospekt und Werk erhalten
1819 Ehenfeld St. Michael I/P 8 nicht erhalten
1820 Ursulapoppenricht St. Ursula I/P 7 nicht erhalten
1822 Kirchenreinbach bei Etzelwang St. Ulrich
Kirchenreinbach, Gehäuse Hepp.JPG
I/P 7 Prospekt mit Signatur erhalten, 1965 Ausbau
durch Walker (Ludwigsburg) auf 7/II/P;
2012 Neubau Hoffmann & Schindler
(Ostheim/Rhön) auf 12/II/P
1823 Rechberg Mariä Heimsuchung
Rechberg Orgel Hepp 1823.jpg
I/P 7 Prospekt und Werk erhalten, Juli 2009 Restaurierung durch Sandtner (Dillingen)
nach 1823 ? Guteneck Schlosskapelle St. Katharina
Guteneck Schlosskapelle St Katharina.JPG
I/P 4 Gehäuse erhalten, 1952 Neubau durch Eduard Hirnschrodt (6/II/P). Die „Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern, Bezirksamt Nabburg“ (1910) melden, dass die Kirche 1823 nach einem Brand wieder aufgebaut wurde.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Bernhard, Orgeldatenbank Bayern, Version 5, 2009.
  • Eberhard Kraus: Historische Orgeln in der Oberpfalz. Schnell und Steiner, München 1990, ISBN 3-7954-0387-1.
  • Rainer Kilbert, Forschungen zum Amberger Orgelbauer W. Hepp.
  • Hermann Fischer, Theodor Wohnhaas: Alte Orgeln im Amberger Umland. In: Jahrbuch Fränkische Landesforschung, Nr. 38, Zentralinstitut für fränkische Landeskunde und allgemeine Regionalforschung an der Universität Erlangen-Nürnberg 1978, ISBN 3-7686-9044-X.
  • Kirchenreinbach: Befund von Firma Hoffmann & Schindler, 2012.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schön, Wolfgang: Historische Orgel wird restauriert. In: Mittelbayrische. 8. April 2017, abgerufen am 18. Mai 2017.