Wolfgang Effenberger

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Wolfgang Effenberger (* 1946 in Lohne[1]) ist ein ehemaliger Zeitoffizier der Bundeswehr, pensionierter Lehrer, Politologe und Sachbuchautor.[2]

Wolfgang Effenberger, 2019

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Effenberger verpflichtete sich im Alter von 18 Jahren für zwölf Jahre als Zeitsoldat bei der Bundeswehr und schied 1976 als Offizier der Pioniertruppe aus. Dort erhielt er auch Kenntnisse über die damaligen Planungen „Atomares Gefechtsfeld Europa“. Dienstliche Kontakte zur 7th US-Engineer-Brigade in Kornwestheim, wo Offizieren noch die Abkommandierung in den Vietnamkrieg drohte, weckten bei ihm das Interesse für geopolitische Zusammenhänge.[3]

Nach seinem Ausscheiden aus der Bundeswehr studierte er Politikwissenschaft, Bauwesen und Mathematik für Höheres Lehramt. Danach wurde Effenberger als Mobilmachungsreservist zu regelmäßigen Wehrübungen eingezogen, letztmals im September 1989 als wehrübender Divisionspionierführer bei der Großübung „Offenes Visier“.[4]

Er lebt als freier Autor bei München.

Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2016 trat Effenberger in Augsburg bei einem Kongress auf, den der Kopp Verlag zum Thema Geopolitik veranstaltete. Effenberger sagte in seinem Referat, hinter der Gründung von NATO und EU stünden die USA. Diese strebten die Weltherrschaft an, während sich Saudi-Arabien die Islamisierung Europas zum Ziel gesetzt habe. Es sei kein Zufall, dass von ihnen seit Beginn der Flüchtlingskrise in Europa ab 2015 kein Versuch einer Friedensstiftung mit Staatschef Baschar al-Assad im syrischen Bürgerkrieg unternommen worden sei.[5] Bei der Preisverleihung des Bautzener Friedenspreises 2019 an Willy Wimmer hielt Effenberger die Laudatio.[6]

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pax americana. Die Geschichte einer Weltmacht von Wilhelm dem Eroberer bis heute. Herbig-Verlag, München 2004, ISBN 3-7766-2360-8
  • Pfeiler der US-Macht. Seefahrermentalität und Puritanismus. Lynx, Gauting 2005, ISBN 3-936169-09-8
  • Deutsche und Juden vor 1939. Stationen und Zeugnisse einer schwierigen Beziehung. Zeitgeist Print & Online, Ingelheim am Rhein 2013, ISBN 978-3-943007-14-5
  • mit Willy Wimmer: Wiederkehr der Hasardeure. Schattenstrategen, Kriegstreiber, stille Profiteure 1914 und heute. Zeitgeist Print & Online, Höhr-Grenzhausen 2014, 2. Auflage, ISBN 978-3-943007-07-7
  • Geo-Imperialismus. Kopp Verlag, Rottenburg 2016, ISBN 978-3-86445-323-6
  • mit Jim MacGregor: Sie wollten den Krieg. Kopp-Verlag, Rottenburg 2016, ISBN 978-3-86445-330-4
  • Europas Verhängnis 14/18. Die Herren des Geldes greifen zur Weltmacht. Zeitgeist Print & Online, Höhr-Grenzhausen 2018, ISBN 978-3-943007-19-0
  • Wiederkehr der Hasardeure : Schattenstrategen, Kriegstreiber, stille Profiteure 1914 und heute (mit Willy Wimmer), Vachendorf : Verlag zeitgeist Print & Online 2020, ISBN 978-3-943007-15-2
  • Schwarzbuch EU & NATO : Warum die Welt keinen Frieden findet. Zeitgeist Print & Online (Verlag), Höhr-Grenzhausen 2020, ISBN 978-3-943007-31-2

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Wolfgang Effenberger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vita. In: Homepage von Wolfgang Effenberger. 2019, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  2. zeitgeist-online.de: Wolfgang Effenberger 2018, aufgerufen am 30. August 2018
  3. Vita. In: Homepage von Wolfgang Effenberger. 2019, abgerufen am 15. November 2019.
  4. Vita. In: Homepage von Wolfgang Effenberger. 2019, abgerufen am 15. November 2019.
  5. Rüdiger Soldt: Auf dem Heimatplaneten für rechtsextreme Ufologen. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. Februar 2017, abgerufen am 29. September 2018.
  6. David Vandeven: Willy Wimmer erhält Bautzener Friedenspreis 2019. In: Ostsachsen.TV. 1. Februar 2019, abgerufen am 14. April 2019.