Zimmern (Immendingen)

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Zimmern
Gemeinde Immendingen
Ehemaliges Gemeindewappen von Zimmern
Koordinaten: 47° 56′ N, 8° 43′ O
Höhe: 666 m ü. NN
Einwohner: 1356 (31. Dez. 2015)
Eingemeindung: 1. Januar 1971
Postleitzahl: 78194
Vorwahl: 07462

Zimmern ist Ortsteil der Gemeinde Immendingen im baden-württembergischen Landkreis Tuttlingen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das kleine Dorf mit rund 1300 Einwohnern[1] liegt in einem Tal der oberen Donau unterhalb von Hornenberg und Amtenhauser Berg auf der Baar nur wenige hundert Meter westlich von Immendingen an der Bundesstraße 311 unmittelbar östlich der Autobahn 81.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zimmern wurde urkundlich als „Thimbirn an der Thonow under Amptenhusen“ zum ersten Mal im Schenkungsverzeichnis des Klosters Reichenau im Jahre 973 erwähnt.[2] Sehr viel früher ließen sich die Römer nieder: 1917 wurden die Reste eines römischen Gutshofes bei Zimmern untersucht. Am 1. Januar 1971 wurde Zimmern nach Immendingen eingemeindet.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der ehemals selbständigen Gemeinde Zimmern zeigt in Gold mit silber-blauem Wolkenbord ein rot bezungter schwarzer Bärenrumpf.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Musikverein Zimmern an der Donau e.V. (seit 1931)

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedeckte Holzbrücke über die Donau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

überdachte Donaubrücke

Zu den Sehenswürdigkeiten gehört die hölzerne, überdachte Donaubrücke. Die unter Denkmalschutz stehende Holzschindelbrücke aus dem 17.[4] oder 18. Jahrhundert[5] wurde 1945 beim Rückzug der Deutschen gesprengt und 1947 wieder aufgebaut. Sie ist Teil des Donauradwegs. Am 6. September 2015 wurde sie in Folge eines Feuers zerstört,[4][5] am 17. Juli 2016 wurde ein Neubau in alter Form fertiggestellt.[6]

Kloster Amtenhausen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etwa drei Kilometer nordwestlich von Zimmern befindet sich das historische Benediktinerinnenkloster Amtenhausen sowie die Überreste der Burg Amtenhausen (auch Burg Zimmern genannt).

Pfarrkirche St. Gallus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche St. Gallus

Die dem Hl. Sankt Gallus geweihte Pfarrkirche wurde 1275 erstmals urkundlich erwähnt. In den Jahren 1621 bis 1623 wurde der einschiffige Bau mit seinen spätgotischen Fenstern von Grund auf erneuert. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der sechseckige Kirchturm am 28. April 1945 durch einen Bombentreffer zerstört, nach Kriegsende aber wieder in ursprünglicher Form, aber kleinerem Maßstab, neu erbaut[7]. In Inneren befindet sich ein Seitenalter aus dem Kloster Amtenhausen.

Naturdenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gewerbliche Niederlassungen gibt es nur wenige, jedoch noch ein paar Bauernhöfe und zwei Wirtschaften mit Pension.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.immendingen.de
  2. Ortsteil Zimmern
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 494.
  4. a b Stephanie Jakober: Donau-Holzschindelbrücke in Zimmern brennt komplett nieder. In: suedkurier.de. SÜDKURIER GmbH Medienhaus, 6. September 2015; abgerufen am 7. September 2015.
  5. a b Brand zerstört Donau-Holzschindelbrücke. In: schwarzwaelder-bote.de. Schwarzwälder Bote Mediengesellschaft mbH, 6. September 2015; abgerufen am 7. September 2015.
  6. Jutta Freudig: Neue Zimmerer Holzbrücke erhält kirchlichen Segen. In: suedkurier.de. SÜDKURIER GmbH Medienhaus, 12. Juli 2016; abgerufen am 13. Juli 2016.
  7. St. Gallus Zimmern (kath-immendingen-moehringen.de)