Åtvidabergs FF

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Åtvidabergs FF
Abzeichen von Åtvidabergs FF
Voller Name Åtvidabergs Fotbollförening
Gegründet 1. Juli 1907
Stadion Kopparvallen
Plätze 7200
Präsident Sven-Owe Samuelsson
Trainer Andreas Thomsson
Homepage www.atvidabergsff.se
Liga Allsvenskan
2014 8. Platz
Heim
Auswärts

Åtvidabergs FF (Åtvidabergs Fotbollförening), kurz ÅFF oder „Åtvid“, ist ein Fußballverein in Åtvidaberg in Schweden. Er ist zweimaliger Pokalsieger und schwedischer Meister.

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung[Bearbeiten]

Der Vorläufer des Vereins, Åtvidabergs IF, wurde am 1. Juli 1907 gegründet. 1935 wurde dieser allgemeinen Sportvereins in einzelne Abteilungen aufgespalten, woraus der ÅFF hervorging.

Erste Erfolge (1929−32)[Bearbeiten]

In dem Verein wurde von Beginn an Fußball gespielt, aber erst Ende der 1920er-Jahre stellten sich Erfolge ein. Der Verein stieg innerhalb von vier Jahren dreimal als Meister auf:

  • Saison 1928/29 − Meisterschaft in der Division V
  • Saison 1929/30 − Meisterschaft in der Division IV
  • Saison 1931/32 − Meisterschaft in der Division III

Aufstieg in hohe Spielklassen (1933−44)[Bearbeiten]

In der Saison 1932/33 spielte der Verein erstmals in der Division 2 und stieg 1935, also im Jahr der Aufspaltung des ÅIF in den ÅFF, wieder ab. Nach einem zweiten Platz in der Division III im Jahr 1940 gelang der Wiederaufstieg, da der Fußballverein von Waggeryd als Meister aus wirtschaftlichen Gründen auf den Aufstieg verzichtet hatte.

Gastspiele in der Allsvenskan (1945−52)[Bearbeiten]

Fünf Jahre später, in der Saison 1944/45, unter dem ungarischen Trainer Kálmán Konrád, gewann der Verein auch die Division II, scheiterte aber im Qualifikationsspiel für die Allsvenskan gegen Djurgårdens IF mit 0:3. Die nächste Chance ergab sich nach der Saison 1950/51, als der ÅFF wieder die Division II Nordöstra (Nordostschweden) gewann. Dieses Mal benötigte man kein Qualifikationsspiel und spielte die folgende Saison in der höchsten schwedischen Liga. In der Saison gelang mit einem 2:1 gegen Jönköpings Södra IF lediglich ein Sieg.

Abstieg und Rückkehr (1953−67)[Bearbeiten]

Deswegen stieg der ÅFF in die Division II ab und spielte dort einige Jahre, bis er 1959 in die Division III abstieg und im Folgejahr direkt wieder aufstieg. 1967 gewann die Mannschaft die Division II Norra Götland. In der Qualifikation besiegte man IK Brage und Sandvikens IF mit jeweils 2:0 und stieg in die Allsvenskan auf.

Glanzzeit des Vereins (1968−74)[Bearbeiten]

Ab 1968 spielte der Verein wieder in der Allsvenskan, in der die kommenden Jahre die größten Erfolge der Vereinsgeschichte bringen sollten. Zu dieser Zeit genoss der Verein finanzielle Unterstützung von dem damals in Åtvidaberg ansässigen Rechenmaschinenhersteller Facit AB. In der ersten Saison erreichte man den siebten Platz; der Spieler Owe Eklund wurde mit 17 Toren Torschützenkönig. Der Verein stieg langsam in die Spitzengruppe der Liga auf: Nach einem vierten Platz 1969 belegte man in den Jahren 1970 und 1971 jeweils den zweiten Platz. In diesen beiden Jahren gewann man auch den schwedischen Pokal. Hierdurch war auch die Teilnahme am Europapokal der Pokalsieger möglich. 1971 gelang eine kleine Sensation, als man das starke Team des FC Chelsea besiegte.

1972 wurde man erstmals schwedischer Meister und hatte mit den beiden Stürmern Ralf Edström und Roland Sandberg die beiden Torschützenkönige in der Mannschaft, die jeweils 16 Tore erzielt hatten. Trotz des Weggangs der beiden Spieler verteidigte der Verein den Titel im Jahr 1973. Es gelangen zum Auftakt neun Siege in Folge und trotz eines schwachen Herbstes konnte kein anderer Verein aufschließen. Im Herbst des Jahres traf man im Europapokal der Landesmeister auf den späteren Titelträger FC Bayern München, dem man sich geschlagen geben musste. Die Bayern warben zudem den Spieler Conny Torstensson ab, der im Landesmeisterpokalspiel zwei Tore geschossen hatte.

In der Folge wurden weitere Leistungsträger der Mannschaft von Spitzenklubs abgeworben, und es wurde zunehmend schwer für den ÅFF, das hohe Niveau zu halten. Dennoch gelang im Pokal der Landesmeister 1974/75 mit dem Einzug ins Viertelfinale der bislang größte Erfolg. Die beiden Spiele gegen den FC Barcelona wurden allerdings mit insgesamt 0:5 verloren. Beide Begegnungen wurden in Barcelona ausgetragen, weil der spanische Verein hierfür bezahlt hatte.

Langsamer Abstieg (1975−91)[Bearbeiten]

Der ÅFF konnte nicht mehr an frühere Erfolge anknüpfen. 1975 wurde er Siebter in der Allsvenskan. Im Jahr darauf musste der Verein die höchste Liga verlassen und spielte wieder in der Division II. In der Saison 1977 wurde man dort Meister stieg wieder auf. Es folgten einige Jahre mit mäßigem Erfolg. Bis 1982, als man den letzten Platz belegte, konnte man sich in der Allsvenskan halten. Trotz der Chance, in den Relegationsspielen gegen Mjällby AIF die Klasse zu halten, unterlag man in den Spielen mit 0:1 und 1:1. Man konnte sich in der Division II behaupten und bekam 1984 nochmals die Chance, wieder in die erste Liga aufzusteigen. Allerdings verlor man die Qualifikation gegen Trelleborgs FF mit insgesamt 2:3. Danach begann der Niedergang des Vereins. Man spielte noch einige Jahre in dieser zuletzt als Division I bezeichneten Spielklasse, bis man 1989 auch aus dieser abstieg; zwei Jahre später musste man in die Division III.

Rückkehr in den Profifußball (1992−2004)[Bearbeiten]

Allerdings ging auch der Aufstieg wieder recht schnell. 1993 konnte man nach Siegen gegen Gullringens GoIF (4:2) und IK Tord (3:1) wieder in die Division II aufsteigen. Zwei Jahre später erreichte man wieder die Division I. Eine Rückkehr in die Allsvenskan blieb dem Verein lange Zeit verwehrt. 1998 standen die Aussichten gut, aber wegen eines schwachen Abschlusses erreichte man nur einen vierten Platz. Im Jahr 2000 wurden in Schweden die beiden Division I-Ligen zur Superettan vereinigt. Der ÅFF wurde hierdurch zum Abstieg gezwungen, stieg aber 2001 nach einem guten Saisonabschluss in die neue Liga auf. 2003 erreichte der Verein dort den vierten Platz.

Sportliche Erfolge und Aufstieg in die Allsvenskan (seit 2005)[Bearbeiten]

2005 erreichte der ÅFF das Finale des schwedischen Pokals und verlor dort gegen den Meister Djurgårdens IF. Der ÅFF bekam dennoch einen Platz in der Qualifikation des UEFA-Pokals in der Saison 2006/07, weil der Pokalsieger schon einen Platz in der Qualifikation zur UEFA Champions League hatte. In der ersten Qualifikationsrunde gelangen zwei Siege gegen Etzella Ettelbrück (4:0 und 3:0 in Ettelbrück). Durch zwei Unentschieden gegen den norwegischen Verein SK Brann (3:3 in Bergen und 1:1) zog ÅFF aufgrund der Auswärtstorregel in den UEFA-Pokal ein. In der Saison 2009 erreichte AFF mit 57 Punkten und dem zweiten Platz in der Superettan die Rückkehr in die Allsvenskan. Im Folgejahr wurde die Klasse allerdings nicht gehalten und der Verein stieg wieder in die Superettan ab. 2011 gelang der direkte Wiederaufstieg in die Allsvenskan als Meister der Superettan.

Erfolge[Bearbeiten]

In der ewigen Tabelle der Allsvenskan belegt der Verein den 18. Platz (Stand: nach der Saison 2011).

Bekannteste Spieler[Bearbeiten]

Trikots[Bearbeiten]

Die Spieler des Vereins tragen normalerweise blaue Trikots, weiße Hosen und rote Strümpfe. Die Auswärtstrikots bestehen aus roten Hemden, roten Hosen und weißen Strümpfen.

Zuschauer[Bearbeiten]

Das Heimstadion des Vereins ist die Kopparvallen in Åtvidaberg, das rund 8000 Zuschauer fasst. Einen Besucherrekord erlebte das Spiel gegen IFK Norrköping im Jahr 1968, als 11.200 Zuschauer kamen.

Der offizielle Fanclub des Vereins sind die Kopparslagarna, die sich aus den Resten des vormaligen Klubs Brukets Blåställ gründeten.

Weblinks[Bearbeiten]