Superettan

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Dieser Artikel behandelt die schwedische Superettan im Fußball. Für die gleichnamige Spielklasse im schwedischen Mannschaftsschach siehe Superettan (Schach).
Superettan
Logo
Verband Svenska Fotbollförbundet
Erstaustragung 2000
Mannschaften 16
Meister Hammarby IF (1. Titel)
Rekordmeister Kalmar FF
Östers IF (je 2)
Website svenskfotboll.seVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Webseite
Division 1 (III)

Superettan (Deutsch: Die Supereins) ist die zweithöchste Spielklasse im schwedischen Fußball.

Geschichte[Bearbeiten]

Bevor 1924 die Allsvenskan als erste Liga eingeführt wurde, gab es in Ligaform ausgetragene regionale Meisterschaften, deren Sieger den schwedischen Meister ausspielten. Diese regionalen Ligen blieben als Unterbau zur Allsvenskan zunächst bestehen, die Meister spielten in Aufstiegsspielen die zwei Aufsteiger zur Eliteserie aus.

Bereits 1928 wurde mit der damals Division 2 bezeichneten zweiten Liga ein neuer Unterbau eingeführt. In der Anfangszeit umfasste die Liga 20 Mannschaften, die in zwei regional aufgeteilten Staffeln zu jeweils zehn Klubs, der Division 2 Södra bzw. der Division 2 Norra, gegeneinander antraten. 1932 kamen unter dem Namen Division 2 Östra bzw. Division 2 Västra zwei weitere Staffeln hinzu, so dass insgesamt 40 Mannschaften in der zweiten Liga spielten. Die vier Meister der Ligen mussten in Entscheidungsspielen die zwei Aufsteiger zur Allsvenskan ermitteln.

Zur Spielzeit 1946/47 wurde die Anzahl der Staffeln und damit auch der Vereine wieder reduziert. Wieder jeweils zehn Mannschaften spielten in Division 2 Nordöstra bzw. Division 2 Sydvästra um den Aufstieg in die Allsvenskan. Die Meister stiegen direkt auf, so dass die vormaligen Aufstiegsspiele entfielen.

1953 ergab sich die nächste Änderung im Ligasystem, da nun Gesamtschweden abgedeckt wurde. Die vormals ausgeschlossenen Vereine aus Nordschweden, die vor allem wegen der langen Reisewege aus ökonomischen Gründen nicht berücksichtigt worden waren, durften an den oberen schwedischen Ligen teilnehmen. Dadurch wurde die Division 2 wieder erweitert und 30 Mannschaften in drei Staffeln spielten um das Erreichen der Eliteserie. Dadurch ergaben sich zudem drei Aufsteiger. Die Aufteilung wurde jedoch bald kritisiert, da die Region Götaland, aus der immerhin mehr als die Hälfte der Vereine in Gesamtschweden kamen, nicht angemessen berücksichtigt wurde. So wurde nach zwei Spielzeiten wieder eine vierte Staffel ergänzt, wobei zwei Staffeln Vereine aus Götaland beherbergten. Dadurch wurden wieder Entscheidungsspiele nötig und die Anzahl der Aufsteiger erneut auf zwei Mannschaften reduziert.

In der Spielzeit 1957/58 wurde der Saisonverlauf von Herbst/Frühling auf einen Saisonverlauf innerhalb des Kalenderjahres umgestellt. Daher wurde di Spielzeit auf anderthalb Jahre verlängert, so dass die Mannschaften in drei Pflichtspielen gegeneinander anzutreten hatten. Ab 1960 traten die vier Meistermannschaften in einer Gruppe mit jeweils einer Begegnung gegeneinander an, die ersten beiden stiegen auf.

Anfang der 1970er Jahre wurde die Liga erneut grundlegend reformiert. Nach Ende der Spielzeit 1971 wurde die Anzahl der Staffeln auf drei reduziert, in denen jeweils zwölf Mannschaften um den Aufstieg spielten. Die Aufstiegsspiele entfielen erneut, die drei Meister kamen in die Allsvenskan. In der folgenden Spielzeit gab es nur noch zwei Staffeln mit jeweils 14 Mannschaften, allerdings auch wiederum nur noch zwei Aufsteiger.

1981 wurden die beiden ersten Ligen von jeweils 14 Mannschaften auf zwölf Vereine reduziert. Der schwedische Verband legte fest, dass es keine direkten Absteiger aus der Allsvenskan bzw. keine direkten Aufsteiger gebe. Die zwei Letztplatzierten traten in Relegationsspielen gegen die Meister an, wobei sich die Mannschaften aus der ersten Liga, IF Elfsborg und Kalmar FF, jeweils durchsetzten. Gleichzeitig stiegen in beiden Zweitligastaffeln die letzten vier Mannschaften direkt ab, die zwei davor platzierten Klubs traten ebenso in Relegationsspielen an. In den folgenden Jahren traten die zwei jeweils Bestplatzierten gegen die vier Schlechtstplatzierten der Allsvenskan in Relegationsspielen an. 1984 wurden die zweiten Ligen wieder auf 14 Mannschaften aufgestockt und der Aufstieg zwischen dem Meister und dem jeweils in der anderen Staffel Zweitplatzierten ausgespielt.

1987 wurde die Ligenstruktur in Schweden überarbeitet. Für die ersten Ligen bedeutete dies im Prinzip keinen strukturellen Unterschied, jedoch der Name änderte sich. Die erste Liga erhielt offiziell den Namen Allsvenskan. Die zweite Liga wurde in Division 1 umbenannt, die dritte Liga in Division 2 und so weiter. Wie bereits in den vorherigen Zeiten, in denen es nur zwei Staffeln gab, ergab sich der Aufstieg wieder durch das Erreichen des Zweitligameistertitels.

1991 wurde die zweite Liga erneut grundlegend reformiert. Erneut gab es vier Staffeln, in denen jedoch dieses Mal lediglich jeweils acht Klubs antraten. Nach Ende der Runde im Sommer traten die vier Meister zusammen mit den vier schlechstplatziertesten Mannschaften der Allsvenskan in der sogenannten Kvalsvenskan an, um aus diesen acht Mannschaften drei für die folgende Saison der Allsvenskan qualifizierte Klubs auszuspielen. Der Tabellenletzte stieg in die Division 2 ab. Die restlichen Mannschaften spielten jeweils wieder in vier Staffeln in der Herbstserie jeweils einen Meister und zwei weitere Absteiger aus. Diese vier Meister traten in Ausscheidungsspielen gegeneinander an, wobei der Sieger dieser Spiele gegen den Viertplatzierten der Kvalsvenskan um den letzten Platz in der Allsvenskan spielte. Nach zwei Spielzeiten wurde das System wieder aufgegeben und wieder zwei Staffeln mit jeweils 14 Mannschaften eingeführt. Die Meister stiegen direkt auf, während jeweils die Tabellenzweiten in Relegationsspielen gegen den Dritt- bzw. Viertletzten der Allsvenskan antraten.

Am Ende der Spielzeit 1999 wurden die beiden Staffeln Norrettan und Söderettan zusammengefasst, so dass ab der Spielzeit 2000 unter dem Namen Superettan eine einheitliche, 16 Mannschaften umfassende zweite Liga etabliert wurde. Dazu stiegen die jeweils sechs schlechtsplatzierten Mannschaften in die dritte Liga ab, die nun als Division 1 bezeichnet wurde. Fortan stiegen die beiden Erstplatzierten direkt auf, der Tabellendritte trat in Relegationsspielen gegen den Drittletzten der Allsvenskan an.

Bei der nächsten Reform des schwedischen Ligasystems im Jahr 2005, bei dem bspw. die dritte Liga in zwei Staffeln zusammengefasst wurde, war die Superettan ebenso wie die Allsvenskan nicht betroffen.

Modus[Bearbeiten]

Die Liga besteht aus 16 Profi- und Semiprofi-Teams. Zwei Mannschaften steigen in die Allsvenskan auf, eine dritte spielt Relegationsspiele gegen den Drittletzten der höchsten Spielklasse.

Die Mannschaften auf den Plätzen 15 und 16 steigen direkt in die Drittklassigkeit ab und werden durch die jeweiligen Sieger der Division 1 Norra und Division 1 Södra ersetzt. Die Mannschaften auf den Plätzen 13 und 14 spielen Relegationsspiele gegen die beiden Zweitplatzierten in den zwei Staffeln der Division 1. Die Saison der Superettan reicht wie bei allen nordischen Ligen von Frühjahr bis Herbst, weshalb Saisons nicht wie im deutschsprachigen Raum z.B. Saison 1996/97 betitelt werden, sondern schlicht Saison (schwedisch Säsong) 1997.

Ewige Tabelle[Bearbeiten]

Ewige Tabelle der Superettan[Bearbeiten]

Seit Einführung der Superettan im Jahr 2000 traten 48 Mannschaften in dieser Spielklasse an. Angeführt wird die ewige Tabelle von Assyriska FF.

Ewige Tabelle der Zweiten Liga[Bearbeiten]

Seit Einführung einer nationalen zweiten Liga (1928/29) in Schweden nahmen 242 Vereine daran teil. Die folgende Tabelle ist nach der 3-Punkte-Regel berechnet. Die Herbst- und Frühlingssaisons 1991 und 1992 gehen in diese Tabelle als halbe Saisons ein. Sie listet die 20 erfolgreichsten Verein sowie alle Teilnehmer der Saison 2013 auf.

Verein Saisons Spiele Siege Remis Niederlagen Tore Punkte
1. Landskrona BoIS 50 1209 567 265 377 2286:1672 1966
2. IK Brage 50,5 1151 536 217 398 2184:1818 1825
3. Åtvidabergs FF* 50 1179 506 286 387 2127:1788 1804
4. IFK Eskilstuna 48 1078 504 235 339 2110:1576 1747
5. Kalmar FF 48 1089 489 206 394 1895:1686 1673
6. IFK Malmö 48 1062 445 231 386 1906:1730 1566
7. Gefle IF* 46,5 1075 432 239 404 1808:1671 1535
8. GIF Sundsvall 39 937 426 216 295 1769:1308 1494
9. Hammarby IF 35,5 759 422 145 192 1727:1017 1411
10. IS Halmia 44 963 388 222 353 1616:1448 1386
11. Västerås SK 37 939 374 206 359 1503:1491 1328
12. Sandvikens IF 35,5 790 380 174 236 1497:1028 1314
13. Jönköpings Södra IF 34 839 362 177 300 1500:1293 1263
14. Degerfors IF 34 847 343 198 306 1449:1252 1227
15. IF Brommapojkarna 32 850 340 186 324 1242:1229 1206
16. Örebro SK 30 663 343 148 172 1334:820 1177
17. GAIS 28 684 334 166 184 1199:818 1168
18. BK Häcken 26,5 684 316 171 197 1212:894 1119
19. Halmstads BK 30,5 624 330 128 166 1394:883 1118
20. Örgryte IS 27,5 625 317 134 174 1365:907 1085
46. Assyriska FF 16 460 177 100 183 622:666 631
48. Falkenbergs FF 17,5 496 166 109 221 685:808 607
54. Ljungskile SK* 13 370 153 96 121 537:468 555
82. Ängelholms FF* 10 252 89 65 98 370:435 332
83. Varbergs BoIS 13 274 89 61 124 444:509 328
87. IFK Värnamo 12 252 82 48 122 393:472 294
243. Östersunds FK 0 0 0 0 0 0:0 0

Stand: nach der Saison 2012 Quelle: [1]

٭ Bei dem Verein Åtvidabergs FF sind die Ergebnisse des Åtvidabergs IF (1932/33-34/35), bei Gefle IF die von Gefle IF/Brynäs (1980-81), bei Ljungskile SK die von Panos Ljungskile SK (1998-2000), bei Väsby United jene von FC Café Opera Djursholm (2000-03) und FC Café Opera United (2004) und bei Ängelholms FF die des Ängelholms IF (1934/35-39/40), eingerechnet.

Weblinks[Bearbeiten]