1. Klavierkonzert (Mendelssohn)

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Titelseite von Felix Mendelssohn Bartholdys Klavierkonzert Nr. 1 mit Widmung an Delphine von Schauroth

Das Klavierkonzert Nr. 1 g-Moll op. 25 (MWV O 7) ist das erste von zwei Klavierkonzerten von Felix Mendelssohn Bartholdy. Das als Jugendwerk entstandene Klavierkonzert für Klavier und Orchester in a-moll sowie zwei in Mendelssohns Nachlass enthaltenen Konzerte für zwei Klaviere und Streichorchester haben keine offizielle Nummerierung; erst das g-Moll-Konzert wurde von Mendelssohn für gut genug für eine Veröffentlichung befunden.

Entstehung[Bearbeiten]

Mendelssohn schrieb das Konzert, das er später als „ein schnell dahingeworfenes Ding“ bezeichnete, im Jahr 1831 und widmete es der 17-jährigen Pianistin Delphine von Schauroth, mit der ihn eine Liebesromanze verband. Wahrscheinlich hatte Mendelssohn bereits ein Jahr zuvor erste Überlegungen zur Komposition angestellt.

Die Uraufführung im Münchener Odeonssaal, bei der auch König Ludwig I. anwesend war, fand am 17. Oktober 1831 bei einem Benefizkonzert »Zum Besten der Armenpflegegesellschaft« statt, bei dem Mendelssohn neben dem Klavierkonzert auch seine 1. Sinfonie dirigierte. Mendelssohn schrieb über die von ihm dirigierte Uraufführung des Klavierkonzerts: »Gestern ist denn nun mein Concert gewesen, und brillanter und vergnügter ausgefallen, als ich es erwartet hatte [...] Es waren gegen 1100 Menschen drin, und so können die Armen zufrieden sein«.

Zur Musik[Bearbeiten]

Satzbezeichnungen[Bearbeiten]

  1. Molto allegro con fuoco
  2. Andante
  3. Presto. Molto allegro vivace

Analyse[Bearbeiten]

Klavier- und Orchesterpart sind in dem Konzert eng miteinander verzahnt. Von Carl Maria von Webers Konzertstück für Klavier und Orchester f-Moll op. 79 beeinflusst, lässt Mendelssohn auch in seinem ersten Klavierkonzert die Sätze ineinander übergehen. Das Webersche Vorbild übte ebenfalls Einfluss auf den Kopfsatz des Konzerts aus.

Eröffnet wird der erste Satz von energiegeladenen Einsätzen erst des Orchesters und dann des Klaviers, die von einer Phantasie und einem lyrischen Seitenthema gefolgt werden. Gegen Ende des ersten Satzes finden sich Strettomelodien.

Die Überleitung zum E-Dur-Andante findet in den Trompeten und Hörnern statt; Bratschen und Celli führen das Thema des Mittelsatzes aus.

Es sind erneut die Trompeten und Hörner, die das Presto-Finale einleiten, dessen Klavierstil an Johann Nepomuk Hummel erinnert. Die energisch dahinfließende Musik des Finales enthält kurze Anklänge an den Kopfsatz des Konzerts.

Belege[Bearbeiten]

  • Christoph Hahn, Siegmar Hohl (Hg.), Bertelsmann Konzertführer, Bertelsmann Lexikon Verlag, Gütersloh/München 1993, ISBN 3-570-10519-9

Weblinks[Bearbeiten]