1024

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Portal Geschichte | Portal Biografien | Aktuelle Ereignisse | Jahreskalender

| 10. Jahrhundert | 11. Jahrhundert | 12. Jahrhundert |
| 990er | 1000er | 1010er | 1020er | 1030er | 1040er | 1050er |
◄◄ | | 1020 | 1021 | 1022 | 1023 | 1024 | 1025 | 1026 | 1027 | 1028 | | ►►

Staatsoberhäupter · Nekrolog

Georeferenzierung Karte mit allen verlinkten Seiten: OSM, Google oder Bing
1024
Pfennig Kaiser Konrads II., Münzstätte Regensburg ca. 1025
Konrad II. wird deutscher König.
1024 in anderen Kalendern
Armenischer Kalender 472/473 (Jahreswechsel Juli)
Äthiopischer Kalender 1016/17
Bikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1080/81 (Jahreswechsel April)
Buddhistische Zeitrechnung 1567/68 (südlicher Buddhismus); 1566/67 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana)
Chinesischer Kalender 61./62. (62./63.) Zyklus

Jahr der Holz-Ratte 甲子 (am Beginn des Jahres Wasser-Schwein 癸亥)

Dai-Kalender (Vietnam) 386/387 (Jahreswechsel April)
Iranischer Kalender 402/403
Islamischer Kalender 414/415 (Jahreswechsel 14./15. März)
Jüdischer Kalender 4784/85 (5./6. September)
Koptischer Kalender 740/741
Malayalam-Kalender 199/200
Seleukidische Ära Babylon: 1334/35 (Jahreswechsel April)

Syrien: 1335/36 (Jahreswechsel Oktober)

Spanische Ära 1062

Ereignisse[Bearbeiten]

Politik und Weltgeschehen[Bearbeiten]

Heiliges Römisches Reich[Bearbeiten]

Nachdem Kaiser Heinrich II. bereits drei Monate in Bamberg krank darniedergelegen hat, begibt er sich auf eine Reise nach Magdeburg, um dort das Osterfest zu feiern. Nach den Feierlichkeiten bricht er auf und besucht zunächst Halberstadt und anschließend Goslar. Ein heftiger Rückfall zwingt zu einem Aufenthalt in der Pfalz Grona bei Göttingen, wo er schließlich am 13. Juli an einem chronischen schmerzhaften Steinleiden stirbt. Da die Ehe mit Kunigunde von Luxemburg kinderlos geblieben ist, endete mit Heinrich II. die Zeit der Herrschaft der Ottonen. Während der etwa zweimonatigen Thronvakanz nach dem Tod ihres Mannes führt Kunigunde mit Hilfe ihrer Brüder Dietrich und Heinrich unangefochten die Reichsgeschäfte. Ebenso behält sie die Reichskleinodien in ihrer Gewalt.

Konrad II. (Mitte) mit Leopold IV. von Bayern (links) und Hadmar I. von Kuenring, Federzeichnung 14. Jahrhundert

Am 4. September erfolgt in Chamba die Wahl von Konrad II. zum deutschen König auf dem nach diesem Ereignis benannten Königstuhl bei Lörzweiler. Damit beginnt die Zeit der Salier. Der Erzbischof von Mainz Aribo amtiert als Wahlleiter, macht sich für Konrad stark und gibt als erster seine Stimme für Konrad ab. Da der andere Kandidat für den Königsthron, Konrad der Jüngere, verzichtet und auch als erster der weltlichen Fürsten für den älteren Konrad stimmt, wird Konrad daraufhin einhellig gewählt. Die Wahl wird durch die Übergabe der Reichskleinodien durch die Kaiserwitwe Kunigunde bestätigt. Wenige Tage später, am 8. September, wird Konrad im Mainzer Dom durch Aribo gesalbt und zum König gekrönt.

Gisela auf einem Tafelbild aus dem 15. Jahrhundert

Da Aribo aus nicht mehr sicher erkennbaren Gründen Konrads Gattin Gisela von Schwaben die Krönung verweigert, büßt er daraufhin das Mainzer Krönungsrecht ein. Warum er dies tut, ist umso unverständlicher, als Aribo seinen Kandidaten durchgesetzt hat und er vom neuen König wahrscheinlich direkt nach der Wahl zum Erzkanzler für Italien ernannt worden ist. Damit untersteht, neben der für die nördlichen Reichsteile, auch die italienische Abteilung der Kanzlei dem Mainzer Erzbischof. Der unterlegene Rivale Aribos, der Kölner Erzbischof Pilgrim, nutzt die Chance, das ihm bereits vom Papst verliehene Krönungsrecht auszuüben und endgültig für sich zu beanspruchen und krönt Gisela 13 Tage später am 21. September in Köln zu Beginn des sich anschließenden Königsumrittes.

Kiewer Rus[Bearbeiten]

Das Goldene Tor von Kiew

Kalifat von Córdoba[Bearbeiten]

Ersturkundliche Erwähnungen[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Religion[Bearbeiten]

Am 9. April stirbt Papst Benedikt VIII. in Rom. Durch Simonie wird sein Bruder Romanus von Tusculum zu seinem Nachfolger gewählt und nimmt den Namen Johannes XIX. an. Da er zu diesem Zeitpunkt Laie ist, erhält er entgegen dem Kanon alle Weihen an einem Tag.

Gunther von Meißen wird Erzbischof von Salzburg, nachdem sein Vorgänger Hartwig am 5. Dezember des Vorjahres verstorben ist. Gunther ist der Sohn des Markgrafen Ekkehard von Meißen, seine Mutter ist die Billungerin Swanhilde. Er hat eine ausgezeichnete Bildung in der berühmten Schule Notkers von Lüttich erhalten und war vor seiner Ernennung zum Erzbischof Kanzler von Kaiser Heinrich II., womit Heinrich der traditionellen Bindung des Erzbischofs an den bayrischen Adel ein Ende setzt.

Geboren[Bearbeiten]

Gestorben[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: 1024 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien