12. Armee (Deutsches Kaiserreich)

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Flagge eines Stabes eines Armeeoberkommandos (1871–1918)

Als 12. Armee / Armeeoberkommando 12 (AOK 12) wurde ein Großverband und die dazugehörige Kommandobehörde des deutschen Heeres während des Ersten Weltkriegs (1914–1918) bezeichnet. Sie umfasste mehrere Armee- oder Reservekorps sowie zahlreiche Spezialtruppen.


Geschichte[Bearbeiten]

Oberbefehlshaber[1]
Chef des Stabes[1]

Kurz nach Beginn des Krieges wurden die Truppen des Grenzschutzes in der Region Graudenz zu einer Armeegruppe zusammengefasst. Diese wurde am 9. Februar 1915 von General der Artillerie Max von Gallwitz übernommen, der zuvor das Garde-Reserve-Korps kommandiert hatte. Der nunmehr als „Armeegruppe Gallwitz“ bezeichnete Verband unterstand direkt dem Ober Ost und wurde fortwährend an der Ostfront eingesetzt.[2]

Die „Armeegruppe Gallwitz“ wurde im Laufe des Jahres 1915 immer weiter verstärkt und bekam deshalb am 7. August 1915 die neue Bezeichnung 12. Armee. Das Hauptquartier lag in Grodno. Doch nur wenige Wochen später erfolgte eine Umorganisation. Das Armeeoberkommando 12 wurde am 22. September 1915 aufgrund einer Weisung der Obersten Heeresleitung nach Serbien versetzt, um dort die deutschen Truppen der bisherigen 11. Armee zu übernehmen. Es trug deshalb fortan die Bezeichnung Armeeoberkommando 11. An seine Stelle an der Ostfront trat das Armeeoberkommando der kurz zuvor aufgelösten 1. Armee. Ab dem 29. September 1915 lag das Hauptquartier des neuen Armeeoberkommandos 12 in der Stadt Lida.[3]

Am 9. Oktober 1916 wurde die 12. Armee aufgelöst und ihre Truppen auf die Nachbarverbände verteilt bzw. verlegt. Das Oberkommando übernahm als neues Armeeoberkommando 8 die Truppen der 8. Armee, deren altes Oberkommando anderweitig benötigt worden war.[3]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hermann Cron: Geschichte des Deutschen Heeres im Weltkriege 1914–1918, Militärverlag Karl Siegismund, Berlin 1937 (Geschichte der Königlich Preußischen Armee und des Deutschen Reichsheeres 5).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Hermann Cron: Geschichte des Deutschen Heeres im Weltkriege 1914–1918, Berlin 1937, S. 399.
  2. Hermann Cron: Geschichte des Deutschen Heeres im Weltkriege 1914–1918, Berlin 1937, S. 83 f.
  3. a b Hermann Cron: Geschichte des Deutschen Heeres im Weltkriege 1914–1918, Berlin 1937, S. 79.