Abdul-Baha

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Abdul-Baha 1868
Abdul-Baha in Paris, wo er im Dezember 1911 seine Ansprachen hielt
Abdul-Baha mit Pilgern auf dem Berg Karmel im November 1919
Abdul-Baha wurde 1920 zum Ritter des Britischen Empires geschlagen
Die Beisetzung Abdul-Bahas in Haifa am Berg Karmel

Abdul-Baha (arabisch ‏عبد البهاء‎ ʿAbd al-Bahāʾ ‚Diener der Herrlichkeit‘, Bahai-Transkription ‘Abdu’l-Bahá, * 23. Mai 1844 in Teheran, Iran; † 28. November 1921 in Haifa, damals Britisches Mandatsgebiet Palästina), mit bürgerlichem Namen Abbas Effendi (persisch ‏عباس افندی‎), war ein persischer Schriftgelehrter und der älteste Sohn des Religionsstifters Baha’u’llah und dessen Nachfolger als Lehrer und Führer der Bahai. Den heutigen Bahai gilt er als Vorbild für ein Leben voller Nächstenliebe und Gerechtigkeit.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Einen Großteil seines Lebens verbrachte Abdul-Baha mit seinem Vater und seiner Familie in Gefangenschaft und Verbannung. Erst im Alter von 64 Jahren soll er im Jahr 1908 infolge der jungtürkischen Revolution die Freiheit erlangt haben.

Sein Vater hatte ihn in seinem Kitab-i-Ahd (arabisch: „Buch des Bundes“) eingesetzt, seine Schriften zu erläutern und die Gemeinde seiner Anhänger zu leiten. Im Jahr 1910 begann Abdul-Baha eine große Lehrreise, die ihn durch Ägypten, Europa und die Vereinigten Staaten führte, um die Lehren seines Vaters zu verbreiten. Abdul-Baha weilte vom 1. bis 8. April 1913 in Stuttgart, Esslingen am Neckar und in Bad Mergentheim, und nach seiner Rückkehr von Wien (19. bis 24. April) und Budapest war er noch einmal in Stuttgart (25. April bis 1. Mai). In Wien empfing er unter anderem die spätere Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner. Seine Anhänger beschreiben ihn als Vorkämpfer des Friedens, der religiösen Toleranz, der sozialen Gerechtigkeit, der Rechte der Frau und der Überwindung rassischer Diskriminierung. Viele seiner Ansprachen wurden aufgezeichnet und in Buchform veröffentlicht.

Ende 1913 kehrte er nach Haifa zurück. Abdul-Baha wurde im Jahr 1920 in Anerkennung seiner humanitären Verdienste während der Kriegsjahre zum Ritter des britischen Empires geschlagen.

Während des Ersten Weltkrieges richtete Abdul-Baha eine Reihe von Sendschreiben an die Bahai in Nordamerika und übertrug ihnen eine besondere Rolle bei der Ausbreitung des Bahai-Glaubens. Diese Sendschreiben erhielten den Titel Sendschreiben zum Göttlichen Plan.

In seinem Testament ernannte er seinen ältesten Enkel Shoghi Effendi zu seinem Nachfolger als „Hüter“ der Bahai-Gemeinde.

Der Todestag Abdul-Baha, der 28. November, gilt als Gedenktag im Bahai-Kalender. Die Beisetzung Abdul-Bahas im Schrein des Bab am Berg Karmel wurde zur bislang volkreichsten Demonstration gemeinsamer Betroffenheit und Trauer sämtlicher Religions- und Bevölkerungsgruppen Palästinas.

[Bearbeiten] Werke

Deutsch

Englisch

[Bearbeiten] Literatur

  • Baha’u’llah: Kitab-i-Ahd (Das Buch des Bundes), in: Dokumente des Bündnisses. Baháʼí-Verlag, Hofheim 1989, ISBN 3-87037-231-1.
  • Shoghi Effendi: Gott geht vorüber. Baháʼí-Verlag, Hofheim-Langenhain 1974, ISBN 3-87037-021-1 (Online).
  • Balyuzi, Hasan B.: ‘Abdu’l-Bahá. Der Mittelpunkt des Bündnisses Baha’u’llahs (Band 1). Baháʼí-Verlag, Hofheim 1983, ISBN 3-87037-140-4.
  • Balyuzi, Hasan B.: ‘Abdu’l-Bahá. Der Mittelpunkt des Bündnisses Baha’u’llahs (Band 2). Baháʼí-Verlag, Hofheim 1984, ISBN 3-87037-151-X.
  • Gollmer, Werner: Mein Herz ist bei euch: ‘Abdu’l-Bahá in Deutschland. Baháʼí-Verlag, Hofheim-Langenhain 1988, ISBN 3-87037-215-X.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Abdu’l Baha – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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