Al Pacino’s Looking for Richard

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Filmdaten
Deutscher Titel Al Pacino’s Looking for Richard
Originaltitel Looking for Richard
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1996
Länge 112 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Al Pacino
Drehbuch Al Pacino
Produktion Michael Hadge
Al Pacino
Musik Howard Shore
Kamera Robert Leacock
Schnitt William A. Anderson
Ned Bastille
Pasquale Buba
Andre Ross Betz
Besetzung

Al Pacino’s Looking for Richard (Originaltitel wie auch Alternativtitel: Looking for Richard) ist ein US-amerikanischer Dokumentarfilm aus dem Jahr 1996. Regie führte Al Pacino, der auch das Drehbuch anhand des Theaterstücks Richard III. von William Shakespeare aus dem Jahr 1593 schrieb, den Film mitproduzierte und eine der Rollen übernahm.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film vermischt die Handlung des Theaterstücks von Shakespeare mit Dokumentaraufnahmen, in den unter anderen Pacino über die Probleme mit der Rezeption der Werke Shakespeares und mit dem Verständnis der Sprache dessen Epoche spricht. Er führt außerdem Interviews durch. Kevin Spacey, der den Earl of Buckingham verkörpert, vergleicht diesen mit den politischen Beratern, die für die Iran-Contra-Affäre verantwortlich waren.

Das Drama Richard III. erzählt über den Herzog von Gloucester Richard, der die Königskrone anstrebt. Er intrigiert und begeht einige Morde. Buckingham bittet ihn öffentlich, nicht als Regent zu herrschen, sondern die Königskrone anzunehmen, was Richard tut. Er weist Buckingham an, ein Kind mit Thronanspruch zu töten, was – wie Spacey kommentiert – Buckinghams Grenze überschreitet. Darauf fällt Buckingham beim neuen König in Ungnade und erhält die versprochene Grafschaft nicht.

Am Ende stirbt Richard während der Entscheidungsschlacht gegen seine Widersacher, worauf Herzog Heinrich zum König wird.

Kritiken[Bearbeiten]

Suzanne O’Connor schrieb in der New York Times vom 3. November 1996, der Film verwende unterschiedliche Mittel, um das Denkbild abzubauen, die Theaterstücke seien unzugänglich.[1]

Das Lexikon des internationalen Films schrieb, Al Pacino hinterfrage „die Gültigkeit ethischer Normen in Vergangenheit und Gegenwart“. Vieles bleibe „dabei lediglich Behauptung oder wird durch eine hektische Videoclip-Ästhetik gedanklich erschlagen“. Der Film finde erst in seiner zweiten Hälfte „einen eigenen Rhythmus, so daß sich einiges von der Doppelbödigkeit der Vorlage und zugleich etwas von Pacinos Könnerschaft“ vermittle.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Robert Leacock gewann im Jahr 1996 den Golden Frog des Festivals Camerimage. Al Pacino erhielt im Jahr 1997 den Directors Guild of America Award und wurde für den Independent Spirit Award nominiert. Der Film wurde 1997 für den Preis Eddie der American Cinema Editors nominiert.

Hintergründe[Bearbeiten]

Der Film wurde in London, in Stratford-upon-Avon, in Montreal und in New York City gedreht.[3] Seine Weltpremiere fand im Mai 1996 auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 1996 statt. Der Film lief in der Reihe Un Certain Regard außerhalb des Wettbewerbs. Am 8. September 1996 wurde der Film auf dem Toronto International Film Festival gezeigt, dem einige weitere Filmfestivals folgten.[4] Der Film spielte in den Kinos der USA ca. 1,36 Millionen US-Dollar ein. In Deutschland wurden über 23 Tsd. Kinozuschauer gezählt.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Filmkritik von Suzanne O’Connor, abgerufen am 18. März 2008
  2. Al Pacino’s Looking for Richard im Lexikon des Internationalen Films, abgerufen am 18. März 2008
  3. Drehorte für Looking for Richard, abgerufen am 18. März 2008
  4. Premierendaten für Looking for Richard, abgerufen am 18. März 2008
  5. Einspielergebnisse für Looking for Richard, abgerufen am 18. März 2008