Albert Chmielowski

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Albert Chmielowski

Albert Chmielowski (Geburtsname: Adam Chmielowski, * 20. August 1845 in Igołomia, Polen; † 25. Dezember 1916 in Krakau) war ein Maler und polnischer Ordensgründer. Er ist ein Heiliger der katholischen Kirche.

Leben[Bearbeiten]

Chmielowski stammte aus einer adeligen Familie und wurde früh Weise. Er nahm am Januaraufstand teil. 1863 wurde er dabei schwer verletzt und verlor ein Bein.

Maler[Bearbeiten]

Im Jahr 1865 begann er mit einem Kunststudium in Warschau. Von 1866 bis 1867 studierte er in Gent und Paris und setzte seine Ausbildung von 1869 bis 1874 an der Akademie der Bildenden Künste München fort[1]. Erste, in München entstandene Werke zeigen Anklänge an das Schaffen von Arnold Böcklin und Anselm Feuerbach. Mit Józef Brandt und Leon Wyczółkowski gehörte Chmielowski zur damaligen polnischen Künstlergruppe in München. Besonders mit Maksymilian Gierymski war er befreundet.

Von 1875 bis 1877 lebte er dann in Warschau; hier gehörte er zu einer Künstlergruppierung[2], die ein bekanntes Atelier im Hotel Europejski betrieben.

Mönch[Bearbeiten]

1887 trat er dem Dritten Orden der Franziskaner bei und nahm als Ordensnamen Albert an. Albert widmete sich besonders Obdachlosen und Bettlern in Krakau. 1888 gründete er die Ordensgemeinschaft der Diener der Armen im Dritten Orden des heiligen Franziskus, die sich vor allem um gesellschaftliche Randgruppen kümmern. Die Mitglieder werden auch als Albertiner bezeichnet. 1891 gründete er noch einen weiblichen Zweig seiner Kongregation.

Chmielowski wurde von Papst Johannes Paul II. 1983 selig- und 1989 heiliggesprochen.

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. In München lernte er vermutlich bei den Dozenten Hermann Anschütz und Alexander Strähuber
  2. Zur Gruppe gehörten auch Stanisław Witkiewicz und Józef Chełmoński

Literatur[Bearbeiten]

  • Jens Christian Jensen (Hrsg.), Polnische Malerei von 1830 bis 1914, Katalog zur Ausstellung vom 24. Juni bis zum 20. August 1978 in der Kunsthalle zu Kiel, DuMont, Köln 1978, S. 196 f.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Albert Chmielowski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien