Alvaro de Mendaña de Neyra

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Alvaro de Mendaña de Neyra

Álvaro de Mendaña de Neyra (* 1541 in der Provinz León; † 18. Oktober 1595 auf Santa Cruz, heute: Nendo), war ein spanischer Entdecker und Seefahrer.

Etwa 1558 wanderte Mendaña nach Lima, Peru, aus, wo sein Onkel, Lope García de Castro, Generalgouverneur war. 1566 erhielt er den Auftrag, den Südkontinent zu entdecken, den die Geographen der Schule von Dieppe auf ihren Karten (an der Stelle des heutigen Australien) im Pazifischen Ozean eingezeichnet hatten. Mit zwei Segelschiffen und 150 Mann Besatzung brach er am 19. November 1567 von Callao, einem Hafen in der Nähe von Lima, aus in Richtung Australien und entdeckte auf dieser Reise im Februar 1568 das Wake-Atoll, die Inseln Nui[1] und Santa Isabel in einer Inselgruppe, die er Salomon-Inseln nannte.

Am 11. April 1595 brach Mendaña de Neyra mit seiner Frau Isabel zu einer weiteren, der zweiten Entdeckungsreise auf und stieß u. a. auf Pukapuka, heute zu den Cookinseln gehörig, und auf die Marquesas-Inseln. Er sichtete auch die unbewohnte Insel der Elliceinseln Niulakita[1].

Auf der Insel Santa Cruz, der heutigen Insel Nendo, gründete er eine spanische Kolonie; dort starb er am 18. Oktober 1595 an den Folgen der Malaria.

Literatur[Bearbeiten]

  • Álvaro de Mendana de Neira: Die Entdeckung der Inseln des Salomo. Strecker & Schröder, Stuttgart 1925.
  • Annie Baert: Le paradis terrestre, un mythe espagnol en Océanie : les voyages de Mendaña et de Quirós, 1567 – 1600. L'Harmattan, Paris 1999, ISBN 2-7384-8205-8.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Barrie Macdonald: Cinderellas of the Empire. Institute of Pacific Studies, Suva, Fiji 2001, ISBN 982-02-0335-X, S. 14. Vorschau in der Google-Buchsuche. Abgerufen am 16. März 2012