Anal Cunt
| Anal Cunt live auf dem Relapse Festival 1993 | ||
| Allgemeine Informationen | ||
| Genre(s) | Grindcore | |
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| Gründung | 1988 | |
| Auflösung | 2011 | |
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| Seth Putnam (bis 2011, †[1]) | ||
| Mike Mahan (bis 1991) | ||
| Tim Morse (bis 1997) | ||
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Gesang
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Seth Putnam | |
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Gitarre
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Josh Martin (ab 1997) | |
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Schlagzeug
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John Gillis (ab 1999) | |
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Gitarre
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Fred Ordonez (1991–1993) | |
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Gitarre
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John Kozik (1992–1997) | |
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Gitarre
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Paul Kraynak (1993–1996) | |
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Gitarre
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Scott „Pig Destroyer“ Hull (1996) | |
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Schlagzeug
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Nate Linehan (1997–1999) | |
Anal Cunt (engl. „Analfotze“) war eine US-amerikanische Grindcore-Band. Sie wurden außerhalb der Szene vor allem für ihren provokanten und ironischen Stil bekannt und beeinflussten die weitere Entwicklung sowohl des Grind - als auch des Hardcores in diese Richtung. Die Band firmiert zumeist unter ihren Initialen A.C., wobei das „A“ im Bandlogo anus-artig und das „C“ vagina-artig stilisiert ist.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Die Band existierte von 1988 bis 2001, nach zwei Jahren Pause spielte die Band wieder Konzerte. Aktuell wird eine neue Besetzung für den Posten des Schlagzeugers gesucht, denn John Gillis hat angekündigt auszusteigen. Anal Cunt wurde außerhalb der Szene vor allem für ihren provokanten Stil bekannt. Sowohl eine persistente Kritik in den Mainstream-Medien gehörten zur Bandgeschichte wie eine notorische Polizeiakte. Die Band, deren Gründung durch Seth Putnam aus Massachusetts eigentlich als ein Scherz für ein Album gedacht war, ist relativ erfolgreich.
In Teilen der Szene wurde neben dem schnellen und harten Spiel vor allem ihre Ironie geschätzt. Sie spielte mit den Stereotypen „harter“, „männlicher“ Musik, die sie einerseits exzessiv auslebten, andererseits satirisch überhöhten. Der Bandname entstand beispielsweise, indem Seth Putnam alle obszönen Wörter, die ihm einfielen, auf einen Zettel schrieb und nach einer möglichst dämlichen und provozierenden Kombination von ihnen suchte. Liedtitel der Band heißen beispielsweise Hitler Was a Sensitive Man, I Hope You Get Deported oder Connor Clapton Commited Suicide Because His Father Sucks. Ein anderes sich wiederholendes Thema für Liedtitel ist X is gay, wobei jeweils das X ersetzt wird durch einen beinahe schon beliebigen Begriff. Beispiele sind The Internet is Gay, All Our Fans are Gay, und The Word ‘Homophobic’ is Gay.
Bandmitglieder waren Seth Putnam, Josh Martin und Nate Linehan. Die meisten CDs wurden bei Earache Records veröffentlicht, die sich jedoch in Anbetracht der stärker werdenden Kontakte zu rechtsextremistischen und eindeutig rassistischen Szenen von der Band trennten. Am 13. Oktober 2004 wurde auf Seth Putnams Webseite kurzfristig bekannt gegeben, dass er im Koma liege. Anfang Dezember 2004 gab Seth Putnam auf seiner Homepage (siehe Weblinks) in einem Statement bekannt, dass er wegen einer Überdosis harter Drogen einen Schlaganfall hatte und zwei Monate lang im Koma lag. Danach befand sich der Sänger in einer Rehaklinik, er konnte weder richtig laufen, noch seine Hände benutzen.
Im Juni 2005 ließ Seth Putnam wieder etwas von sich hören. Er erklärte darin, dass er nun in einem Pflegeheim wohne. Jedoch geht es ihm nun etwas besser, er sitzt nicht mehr im Rollstuhl, benötigt jedoch eine Gehhilfe. Er war sogar in der Lage, einen Gig mit Anal Cunt am 1. Juni in Boston zu spielen, bei dem er allerdings auf einem Stuhl sitzen musste. Sie spielten etwa 20 Minuten und an dem Drums spielt nun mit John Gillis ein alter Bekannter. Ob eventuell wieder neues Material aufgenommen wird, ging aus der Meldung jedoch nicht hervor.
Neben Anal Cunt betrieb Seth Putnam auch weitere, ähnlich gelagerte Projekte. Dazu gehört eine Satire auf den Black Metal namens Impaled Northern Moonforest. Weitere Bands mit Seth Putnam sind Angry Hate, Cuntsaw, Insult, Executioner, Post Mortem, Satan’s Warrior, Shit Scum, Sirhan Sirhan und You're Fired. Alle diese Projekte brachten es nur auf ein bis zwei Singles. Am 11. Juni 2011 verstarb Seth Putnam im Alter von 43 Jahren an einem Herzinfarkt.[1]
[Bearbeiten] Kontroverse
Inwiefern die Verhaltensweise der Band als konsequent satirisch bezeichnet werden kann, ist in Anbetracht vielfacher Kontakte zum eindeutig rechtsextremen Spektrum (vgl. v.a. die Split-Single mit The Raunchous Brothers) fragwürdig geworden. Seth Putnam wird auch mit der rechtsextremen Band Vaginal Jesus, die sehr harte, rassistische Texte haben, in Verbindung gebracht. Er outete sich im rechtsextremen Magazin Resistance als Kopf der Band.[2] Seither weigern sich Zeitschriften wie beispielsweise das Magazin Rock Hard, über diese Band zu berichten.[3] Auf dem letzten Album Fuckin’ A vor Putnams Tod wirkten mehrere Musiker aus den rechtsextremen Bands Mudoven, Vaginal Jesus und The Raunchous Brothers mit.[4]
[Bearbeiten] Diskografie
- 47 Song Demo
- 1988 - 88 Song E.P.
- 1989 - 5643 Song EP
- 1989 - We’ll Just Have to Acclimatize Ourselves to the Post-Nuclear Area (Split mit Seven Minutes of Nausea)
- 1991 - Another EP
- 1991 - Another Split EP (Split mit Meat Shits)
- 1991 - Split mit Psycho
- 1991 - Unplugged (Single)
- 1991 - Live EP
- 1991 - Fast Boston HC (Best Of)
- 1993 - Morbid Florist (7"/CD)
- 1993 - Breaking the Law (7")
- 1994 - Everyone Should Be Killed
- 1994 - Old Stuff, Part Two (Best Of)
- 1995 - Stayin’ Alive (Oi! Version) (7")
- 1995 - Top 40 Hits
- 1996 - 40 More Reasons to Hate Us
- 1997 - I Like It When You Die
- 1997 - In These Black Days: A Tribute to Black Sabbath Vol. I (Split mit EyeHateGod)
- 1998 - Picnic of Love
- 1999 - It Just Gets Worse
- 1999 - Live in N.Y.C./Live in L.A. - (Split-Album mit Insult)
- 2000 - The Early Years 1988-1991 (Best Of)
- 2000 - Split E.P. (Split mit The Raunchous Brothers)
- 2001 - Defenders of the Hate (7")
- 2001 - Split mit Flächenbrand
- 2002 - Very Rare Rehearsal from February 1989
- 2007 - Defenders of the Hate (Best Of)
- 2008 – 110 Song LP
- 2010 – Fuckin’ A
[Bearbeiten] Referenzen
- ↑ a b Jeffrey Tandy: AC Singer Seth Putnam Dead at 43. Examiner.com, 12. Juni 2011, abgerufen am 12. Juni 2011.
- ↑ Ingo Taler: 88 More Reasons to Hate You. In: Plastic Bomb. Nr. 55, Sommer 2006 (http://www.turnitdown.de/637.html).
- ↑ News. In: Rock Hard. Nr. 231, August 2006, S. 7.
- ↑ Booklet der CD Fuckin’A, Patac Records, 2011