Politische Korrektheit

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Politische Korrektheit (häufig als Adjektiv politisch korrekt, engl.: political correctness [pəˈlɪtɪkəl kəˈrɛktnɪs] und politically correct; Abk. PC, P.C. und pc) ist ein aus dem englischsprachigen Raum stammendes Schlagwort. In der ursprünglichen Bedeutung bezeichnet der englische Begriff politically correct die Zustimmung zur Idee, dass Ausdrücke und Handlungen vermieden werden sollten, die Gruppen von Menschen kränken oder beleidigen können (etwa bezogen auf Geschlecht oder Rasse).[1] Die mit „PC“ bezeichnete Politikform Affirmative Action entstand in den 1980er Jahren infolge der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, die versuchte, der Diskriminierung von Minderheiten mit Hilfe nicht wertender, neutraler Sprache entgegenzuwirken. Die Bezeichnung politically correct wurde dabei zunächst als Eigenbezeichnung von den Vertretern dieser Bewegung verwendet. Zu Beginn der 1990er Jahre wurde der Begriff von der politischen Rechten bzw. Konservativen in den Vereinigten Staaten aufgegriffen, die die Verwendung und Dominanz „politisch korrekter“ Sprache als Zensur und Einschränkung der Redefreiheit rezipierte und bezeichnete. In der Folge griffen auch konservative Kreise in Europa diese Kritik auf.

Auch im Deutschen kann politische Korrektheit einen Sprachgebrauch beschreiben, der durch eine besondere Sensibilisierung gegenüber Minderheiten gekennzeichnet ist und sich der Anti-Diskriminierung verpflichtet fühlt. Zugleich erfuhr der Begriff einen Bedeutungswandel und wird als politisches Schlagwort von konservativer Seite als „Diffamierungsvokabel“ und „Fremdbezeichnung für das gesamte liberale Spektrum“ eingesetzt.[2]

Inzwischen lassen sich also zwei verschiedene Verwendungen des Begriffs politische Korrektheit unterscheiden:

  • Erstens ist der Begriff ein prägnantes und bekanntes Schlagwort im Kontext der insbesondere in den Vereinigten Staaten, Australien und Europa und seit dem späteren 20. Jahrhunderts vorhandenen gesellschaftlichen Tendenz, Interessen von Minderheiten stärker zu vertreten sowie Diskriminierung insbesondere im Sprachgebrauch zu vermeiden, die in der Vergangenheit akzeptiert oder schlicht unerkannt war. Mit der Aussage, dass etwas „politisch nicht korrekt“ bzw. „politisch inkorrekt“ sei, soll dementsprechend ausgedrückt werden, dass eine Norm verletzt wurde, eine Äußerung (oder Handlung) allgemeinen moralischen Normen zuwiderhandelt oder gar ein Tabu gebrochen wurde.
  • Der zweite Kontext ist die Ablehnung einer als Freiheitsbeschränkung oder Zensur empfundenen gesellschaftlichen Norm oder Kritik, sei es, um am Gewohnten festzuhalten, sei es gegen Übertreibung bei der Vermeidung als negativ empfundener Begriffe oder, weil durch zu viel Rücksichtnahme die Äußerung von Fakten oder Wahrheiten unterdrückt würde. Diese Kritik vermeintlicher „politischer Korrektheit“ als Kampfbegriff gegen zu viel Rücksichtnahme bzw. gegen einen politischen Gegner ist gleichfalls als politisches Schlagwort in Verwendung.

Begriffsentwicklung[Bearbeiten]

Der Begriff politisch korrekt wurde bereits 1793 in einem Gerichtsverfahren vor dem Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten (Fall Chisholm v. Georgia) erwähnt. Das Gericht stellte dabei eine Überlegung zu den Bürgerrechten an und bezeichnete es in diesem Zusammenhang als nicht politisch korrekt, einen Toast auf den Staat (die Vereinigten Staaten) statt auf das Volk (der Vereinigten Staaten) auszubringen, weil der Staat zwar das edelste Werk des Menschen, der Mensch selbst aber das edelste Werk Gottes sei.[3]

Mitte der 1980er Jahre wandten sich Studenten vor allem der University of California gegen Pflichtkurse zur westlichen Zivilisation (Western Civilization), in denen nach ihrer Auffassung die Werke „toter, weißer europäischer Männer“ (dead white European males, gemeint waren vor allem Philosophen der Aufklärung) zu sehr im Vordergrund standen. Sie verlangten eine Ausweitung des Lehrstoffs auf weibliche und außereuropäische Autoren und schufen Sprachkodizes (Speech codes), die auf die Einbeziehung von Minderheiten abzielten. Mit der Ausweitung dieser Sprachregelungen gewann der ironisch verwendete Begriff politically correct an Bedeutung.

Seit Beginn der 1990er Jahre wandelte sich der Begriff von einer Eigenbeschreibung zu einem pejorativ gebrauchten Kampfbegriff der politischen Rechten in den USA.[4] Konservative Studenten, Akademiker und Journalisten übernahmen den Ausdruck und wandelten ihn in eine Chiffre zur Ablehnung linker Antidiskriminierungsbemühungen. Im Laufe der Zeit wurde der Begriff zu Political Correctness substantiviert. US-Konservative verwendeten ihn in den 1990er Jahren überdies in einen politischen Kampfbegriff zur Auseinandersetzung mit politischen Gegnern. Er wurde und wird auch weiterhin von undogmatischen Linken verwendet.

Politikwissenschaftler beschreiben den abwertenden Gebrauch des Ausdruckes Political Correctness als eine der „Strategien“ der konservativen Verteidigung traditioneller Werte. „Political Correctness“ äußert sich hierbei als „vehement betriebene Diffamierungskampagne gegen die Liberals.“ Die Konservativen „setzten damit eine Strategie der politischen Diffamierung aus den 80er Jahren direkt fort. An die Stelle des L-words (ein in der Wahlkampfkampagne 1988 von Konservativen geprägter negativ konnotierter Begriff für den Liberalismus) trat nun Political Correctness, um gegen den liberalen ‚Feind’ ins Feld zu ziehen.“[5]

Dorothy E. Smith schrieb in einem 1999 veröffentlichten Buch, Political Correctness sei ein ideologischer Code und Ausdruck eines Widerstands einer traditionellen Elite gegen den Verlust von Autorität und Macht. Der PC-Code sei von neokonservativer Seite instrumentalisiert worden und ermögliche es, Kritik an der institutionellen Ordnung und der kulturellen Dominanz bestimmter Gruppen zu unterdrücken und diskreditieren. Der PC-Code erscheine nicht als Zensur, obwohl der Code implizit diese Funktion erfülle, indem er öffentliche Diskurse und die Autorität und Glaubwürdigkeit der Diskursteilnehmer reguliere und darüber entscheide, worüber und in welcher Weise über Themen gesprochen wird.[6]

Die Etablierung des Begriffs Politically Correct in den US-Medien[Bearbeiten]

Bis zum Oktober 1990 war der breiteren US-Öffentlichkeit der Begriff politically correct unbekannt. Eine Analyse ausgewählter US-amerikanischer Medien ergab für den Zeitraum von 1989 bis 1994 einen rasanten Anstieg der Verwendung des Begriffs:

  • 1989: 15 Fundstellen
  • 1990: 65
  • 1991: 1570
  • 1992: 2835
  • 1993: 4914
  • 1994: 6985

Ein Artikel von Richard Bernstein in der New York Times vom 27. Oktober 1990 mit dem Titel The Rising Hegemony of the Politically Correct (Die aufkommende Vorherrschaft des politisch Korrekten)[7] gilt als erster wichtiger Anstoß für die Verbreitung des Begriffs.

Brigitta Huhnke folgte Lorna Weirs ausführlicher Analyse von Bernstein. Bernstein stelle „pc“ als Abart von „Tyrannei“ dar, auf einer Stufe mit „Orthodoxie“, „Faschismus“ und „Fundamentalismus“. Huhnke schrieb: „Auf der dritten Ebene folgen dann die Hyponyme von ‚pc‘, also quasi die untergeordneten Teilmengen von ‚pc‘. Das sind: ‚Auswärtige Politik‘, „Afrikanisch-amerikanische Studien‘, „Curriculumveränderung‘, „Affirmative Action‘, „Schwulen- und Lesbenforschung‘, aber auch „Feminismus‘, „palästinensische Selbstbestimmung‘ sowie „Attacken auf den Kanon und den Westen‘“. Laut Huhnke habe Bernstein so auf die „Bildungsinhalte der amerikanischen Reformbewegungen seit den sechziger Jahren an[gespielt], die er eindeutig negativ klassifiziert.“ Auf einer weiteren, institutionellen Ebene beziehe er die „Curriculumveränderung“ auf die „Universitäten von Texas und Berkeley“, nach Meinung von Konservativen Hochburgen linker Lehrinhalte, sowie auf Veröffentlichungen der Modern Languages Association (MLA) und andere.[8]

John Taylors Aufsatz Politically Correct gab im New York Magazine Januar 1991 eine Übersicht über um 1989 an verschiedenen nordamerikanischen Universitäten eingeführte Maßnahmen zur Sprachkorrektur in rassistischer und sexueller Hinsicht:

„When a student at the University of Michigan read a limerick that speculated jokingly about the homosexuality of a famous athlete, he was required to attend gay-sensitivity sessions and publish a piece of self-criticism in the student newspaper called “Learned My Lesson.”[9] […] In October (1990) Roderick Nash, a professor at the University of California at Santa Barbara, pointed out during a lecture on environmental ethics that there is a movement to start referring to pets as animal companions. (Apparently, domesticated animals are offended by the word pet.) Nash then made some sort of off-the-cuff observation about how women who pose for Penthouse are still called Pets (and not Penthouse Animal Companions). Inevitably, several female students filed a formal sexual-harassment complaint against him. Susan Rode, one of the signers, said, “Maybe this will make more people aware in other classes and make other faculty watch what they say.”[10]

In seiner Rede an der Universität Michigan am 4. Mai 1991 („Remarks at the University of Michigan Commencement Ceremony in Ann Arbor“) griff US-Präsident George H. W. Bush diesen neuen Medienbegriff auf und setzte sich damit im Zusammenhang mit der freien Rede auseinander:

„Ironischerweise stellen wir am 200. Jahrestag der Bill of Rights fest, dass die freie Rede überall in den Vereinigten Staaten angefallen wird, auch auf dem Campus einiger Universitäten. Die Idee der politischen Korrektheit hat im ganzen Land eine Kontroverse entfacht. Und obwohl die Bewegung aus dem lobenswerten Bedürfnis entstanden ist, die Überreste von Rassismus und Sexismus und Hass wegzufegen, ersetzt sie nur alte Vorurteile durch neue. Sie erklärt bestimmte Themen zum Tabu, bestimmte Ausdrücke zum Tabu und sogar bestimmte Gesten zum Tabu. Was als Kreuzzug für Anstand begann, ist umgeschlagen in einen Konfliktherd und sogar in Zensur. Streitende betrachten puren Zwang als einen Ersatz für die Kraft der Gedanken – zum Beispiel indem sie ihren Kontrahenten bestrafen oder verweisen lassen.“

George H. W. Bush[11]

Im Folgejahr verband Ric Dolphin in seinem Buch Not Politically Correct: a Field Guide to Surviving the Pc Reign of Terror[12] den Begriff PC mit den Umerziehungsmethoden der Kulturrevolution Mao Tse Tungs.

Bedeutungsveränderung durch Konservative[Bearbeiten]

In den USA gingen Wissenschaftler wie John Karl Wilson 1995 in „Myth of Political Correctness“[13] oder Lorna Weir („PC Then and Now“)[14] und Stephen Richter der Entwicklung des Begriffs nach. Nach ihrer Meinung habe sich hier ein Mythos der Konservativen gebildet.

Brigitta Huhnke, Sprachwissenschaftlerin an der Universität Klagenfurt, weist 1997 auf die Legendenbildung und die mythische Funktion des Begriffes hin, sowohl in seiner US-amerikanischen Diskursgeschichte als auch in der der Bundesrepublik Deutschland.[15] Marc Fabian Erdl analysiert 2004 die „Legende von der Politischen Korrektheit“ und die „Erfolgsgeschichte eines importierten Mythos“.[16]

Manske macht, wie Weir und Wilson, darauf aufmerksam, dass diese Kampagne der Neokonservativen die Konnotation des Begriffes verändert habe.[5] Darin liege die Erklärung, wie der „Myth of Political Correctness“ (Wilson) wirke. Er lasse nämlich einen Bezug zur „Wahrheit“ aufschimmern – der Begriff wurde ja in einer ähnlichen Form, aber in einem anderen Sinn von Teilen der Emanzipationsbewegungen verwandt –, entleere und deformiere jedoch den ursprünglichen Sinn. So werde aus einer begründeten und positiv konnotierten politischen Aussage („Wenn wir keinen Rassismus wollen, benötigen wir auch das Wort ‚Nigger‘ nicht mehr“ etc.) eine Unterstellung („Du willst mir meine Sprache und das Denken verbieten.“) und mit dem Begriff „Political Correctness“ markiert. Verbunden mit Vorstellungen von Zensur und Denkverboten etc. bekommt die Redewendung nicht nur eine negative Bedeutung, sondern eine völlig neue Aussage. Diese Aussage beschäftigt sich nicht mehr mit dem eigentlichen Problem. Sie wird zu einer Aussage über etwas (Metasprache). Verkürzt und symbolisiert in dem Begriff „pc“, lässt sich je nach Bedarf und Situation mit diesem Begriff politisch über etwas sprechen, es nicht nur bezeichnen, sondern es auch einordnen.[17] Da die ursprüngliche Verwendung des Begriffes den Liberalen und Linken zugeordnet wird – z. B. in der Form ironischer Selbstkritik (Lorna Weir) unter Mitstreitern –, erweckt der Begriff laut Wilson eine Authentizität und lebe wie alle Mythen von einer scheinbaren Realität. Durch diese Umwandlung seien, wie Katrin Auer meint, rhetorische Figuren wie der Code[18] „PC“ nur von informierten Lesern tatsächlich dechiffrierbar in dem Sinne, dass erkannt wird, wie hier ein geschichtlich zu betrachtender Sinn in eine sinnverstellte Aussage verwandelt wird.[19]

Von Autoren wie John K. Wilson war also gezeigt worden, wie konservative Kräfte durch Übertreibung und Verdrehung von „Anekdoten“ über einige wenige Fälle von Meinungsunterdrückung einen „Mythos der Politischen Korrektheit“ geschaffen hatten. Diesen Mythos bezeichnete Wilson als „CC – Conservative Correctness“. Dadurch werde versucht, progressive Ideen zu unterdrücken. Wilsons Buch fand Zustimmung, war aber auch Gegenstand von harscher Kritik.[20] Kritiker wiesen darauf hin, dass zwar tatsächlich Anekdoten von Konservativen gezielt aufgebauscht wurden, dass auf der anderen Seite aber auch Liberale und sogar einige Marxisten gegen Political Correctness opponierten.[21]

Politische Korrektheit in deutschen Printmedien[Bearbeiten]

Die erste programmatische Erwähnung des Begriffs „politische Korrektheit“ erfolgte Anfang der 1990er Jahre. Die Süddeutsche Zeitung titelte mit einem Beitrag von Christine Brink am 3. November 1991: „Multi-kultureller Joghurt. In amerikanischen Universitäten greift ein neuer Sprach-Terror um sich.“ Ein weiterer Artikel erschien in derselben Zeitung von Richard Bernstein, dem New York Times-Journalisten, „der Ende 1990 das inter-media-agenda setting in den amerikanischen Medien in Gang gesetzt hatte“.

Der Spiegel reagiert auf das Thema erst 1993. Matthias Matussek sieht in einer New Yorker Ausstellung der Fotografin Nan Goldin einen „Schauprozess“: „Ein Kampfbegriff der Black-Power-Bewegung aus den sechziger Jahren macht erneut Karriere: „political correctness“. Die politisch Korrekten, eine Sprach- und Denkpolizei radikaler Minderheiten, kontrollieren nicht nur Vorlesungsverzeichnisse oder Feuilletons – sie beherrschen jetzt eine New Yorker Museumsschau.“[22]

Der erste Artikel, der den Begriff in der Zeit thematisiert, stammte von Dieter E. Zimmer: PC oder: Da hört die Gemütlichkeit auf.[23] Die Redaktion schickt dem Artikel die Bemerkung voraus, dass die Zimmer-„Thesen“ in der Redaktion sehr umstritten seien.

Verwendungen des Begriffes in der nationalen Rhetorik[Bearbeiten]

Von rechten Autoren wird der Begriff abwertend verwendet. Die Kritik der Rechten an dem, was sie als „politische Korrektheit“ bezeichnen, richtet sich vor allem gegen die Vertreter der 68er-Generation. Dabei geht es nach Martin Dietzsch und Anton Maegerle darum, „die Bemühungen von Liberalen, Linken, Feministinnen, Vertretern von Minderheiten und Befürwortern von Multikulturalismus um eine Öffnung der Gesellschaft, das Hinterfragen von überkommenen Tabus, Vorstellungen und Stereotypen zu karikieren und zu verfälschen. Heute dient PC dazu, Verachtung auszudrücken für diese Anschauungen und Zielsetzungen. Dabei werden etwa die Relativierung des Leistungsstandards, die angebliche Einschränkung der freien Meinungsäußerung und die Gefahren selbstzerstörerischer Separation heraufbeschworen.“[24] Derart versuchen rechte Politiker sich volksnah zu geben und damit als die eigentlichen Demokraten zu gelten, die ganz bewusst gegen die sprachlichen Regelungen des öffentlichen Diskurses verstoßen. Zentrales Anliegen rechter Politik besteht darin, die „linksliberale Diskurshegemonie“ zu brechen und den „gesunden Menschenverstand“ als neue Basis für die politische Entscheidungsfindung zu legitimieren. Beispielhaft dafür ist eine Rede Christoph Blochers auf dem Jahreskongress der Schweizer Presse, in der er sagte, es gebe in der Schweiz eine Reihe von „Tabuthemen“, die von den Medien systematisch ausgeklammert würden. Als Ergebnis herrsche eine „feige Einheitsmeinung vor, diktiert von einer totalitär verstandenen ‚political correctness‘.“[25]

Als Kampfbegriff fungiert der Begriff gleichsam als Allzweckwaffe der Rechten, um Kritik an rechten Konzepten abzutun. Der pejorativ verwendete Begriff dient derart der Immunisierung der eigenen Position,[26] d. h. der Umgehung einer Debatte, wenn er in pauschal diskreditierender Form angewandt wird, ohne auf eine konkrete gegnerische Position inhaltlich einzugehen.

Der deutliche Bezug zu Fragen der nationalen Identität hinsichtlich Einwanderung und Geschichtsbild zeigte auch eine Umfrage Elisabeth Noelle-Neumanns von 1996, die in der FAZ vorgestellt wurde. Danach schätzen die Deutschen folgende Themen an vorderster Stelle als „PC-haft“ ein: Asylanten, Juden, Hitler, das „Dritte Reich“, Aussiedler, Neonazis, Türken.[27][28][29]

Neben dem Historikerstreit und der Jenninger-Rede[30] wurde in der Walser-Bubis-Debatte mit der „Political-Correctness“-Rhetorik gearbeitet. Synonym dazu war hier die Rede von der „Auschwitzkeule“. In seiner Laudatio vom 26. September 2004 zur Verleihung des Kasseler Bürgerpreises für Klaus von Dohnanyi verteidigte Wolfgang Schäuble deutschen „Patriotismus“ und „Elitenbildung“ als Zivilcourage gegen die „Political Correctness“.[31]

Der Terrorist Anders Behring Breivik leitete sein Manifest 2083 mit einem Aufruf zum Kampf gegen „politische Korrektheit“ ein, die er als Ausdruck eines Kulturmarxismus sah.[32]

Joachim Gauck äußerte sich über Thilo Sarrazin 2010 verteidigend: „Er hat über ein Problem, das in der Gesellschaft besteht, offener gesprochen als die Politik“, sagte Gauck dem Tagesspiegel. Die politische Klasse könne aus dem Erfolg von Sarrazins Buch lernen, dass „ihre Sprache der politischen Korrektheit bei den Menschen das Gefühl weckt, dass die wirklichen Probleme verschleiert werden sollen“.[33]

Antidiskriminierung als Grundlage des Begriffs[Bearbeiten]

Die amerikanische Linke warf der amerikanischen Mehrheitsgesellschaft andro- und eurozentrisch geprägte Wahrnehmungsmuster vor. Die allgemeine Ausdrucksweise vernachlässige durch abwertenden oder gedankenlosen Sprachgebrauch Menschen mit abweichenden Merkmalen (beispielsweise Frauen) oder diskriminiere soziale Minderheiten (nach Abstammung, Herkunft, körperlichen oder geistigen Fähigkeiten, sexueller Veranlagung, religiösen Bekenntnisses, sozialer Stellung usw.). Dieses Gesellschaftsbild sollte über den Weg der Sprachnormierung korrigiert werden. Deshalb wurde gefordert, dass an die Stelle beanstandeter Formulierungen vorzugsweise die Eigenbezeichnungen treten, die von den zu schützenden Gruppen selbst verwendet werden.

Art und Intensität der Maßnahmen zur Veränderung der öffentlichen Wahrnehmung von Belangen sozialer Minderheiten sind sehr unterschiedlich und reichen von der Ablehnung bestimmter Begriffe über Formulierungsvorschläge bis zu rechtlich verbindlichen, auch sanktionsbewehrten, Vorgaben. Dort, wo letzteres der Fall ist, kann die Durchsetzung von Diskriminierungsverboten zu schwerwiegenden Folgen wie der Entlassung aus dem Arbeitsverhältnis oder hohen Schadensersatzforderungen führen, besonders in den USA, wo die als political correctness bezeichnete Antidiskriminierung am weitesten Verbreitung fand.

Vertreter einer nicht diskriminierenden Sprachverwendung betonen auch die Wichtigkeit der Diskussion. Das Ziel ist die Entwicklung sprachlicher Sensibilität, damit einhergehend eine erhöhte soziale Kompetenz und Aufmerksamkeit sowohl gegenüber sprachlichen Stereotypen wie auch gegenüber den benachteiligten gesellschaftlichen Gruppen selbst.

Beispiele für nicht abwertend gemeinte Wendungen[Bearbeiten]

Geschlecht[Bearbeiten]

In der feministischen Sprachforschung wird angenommen, dass maskuline Bezeichnungen, die generisch benutzt werden (Bezeichnungen von Personen beiderlei Geschlechts durch die maskuline Form, wie z. B. die Wissenschaftler) Frauen weniger vorstellbar oder sichtbar machen als Männer. Aus diesem Grund wurde unter anderem die Verwendung des Binnen-I („ArbeitnehmerInnen“) oder genus-neutraler Worte vorgeschlagen, um Frauen sprachlich sichtbar zu machen. Mehrere Studien haben die Annahme der feministischen Linguistik bestätigt und gezeigt, dass bei Personenreferenzen im generischen Maskulinum ein geringerer gedanklicher Einbezug von Frauen zu beobachten ist als bei alternativen Sprachformen wie der Beidnennung oder dem Binnen-I.[34][35][36][37][38]

Gegner einer solchen Sprachpolitik weisen auf die Bedeutung des generischen Maskulinums hin. So unterscheide die deutsche Sprache zwischen dem grammatischen Geschlecht Genus und dem biologischen Geschlecht Sexus. Eine Bezeichnung wie „die Politiker“ habe zwar das männliche grammatische Geschlecht, sie könne jedoch auch Frauen einschließen, während „die Politikerinnen“ Männer ausschließe.

Abstammung und Ethnie[Bearbeiten]

Bezüglich der Benennung Angehöriger bestimmter Ethnien werden bevorzugt die populärsten Eigenbezeichnungen genannt. So werden etwa in Kanada die indigenen Völker in die Gruppen First Nations, Métis und Inuit (statt Eskimo) unterteilt, was jedoch im Falle der Bezeichnung „Inuit“ selbst wieder zu Verstrickungen geführt hat.

Körperliche und geistige Einschränkungen[Bearbeiten]

Statt als abwertend empfundener Formulierungen wie „Krüppel“ werden neutralere Ausdrücke wie „Menschen mit Behinderung“ benutzt. Vor allem in den USA, wo die meisten dieser Prägungen entstanden sind, werden Begriffe ins Positive verschoben, um den Fokus nicht auf den Mangel zu lenken; etwa: „anders begabt“ bzw. „mental herausgefordert“ (mentally challenged) für „geistig behindert“ oder „visuell herausgefordert“ (visually challenged) für „blind“. Allgemein hat hier das challenged (herausgefordert) den Begriff handicapped (behindert) ersetzt. (Die Begriffe „vertikal herausgefordert“ (vertically challenged) für „kleinwüchsig“ oder „gravitativ benachteiligt“ für „übergewichtig“ sind dagegen Scherzbegriffe, die sich im Sinne der vorangegangenen Wortkombinationen über „political correctness“ lustig machen.)

Inzwischen wird oft anstatt des Begriffs „Behinderte“ die Form „Menschen mit Behinderung“ verwendet, um die Reduzierung der Menschen auf ihre Behinderung zu verringern. Eine weitere Verschiebung setzt statt auf „Behinderung“ auf alternative Wendungen, so hieß es früher „Lernbehinderte“, danach „Lernhilfeschüler“ und heute „Förderschüler“.

Bevorzugt wird politisch korrekt so formuliert, dass die behindernde Barriere sichtbar wird – gerade dann, wenn sie vermieden oder beseitigt wurde. Daher heißt es eher barrierefreier Eingang oder Rollstuhlzufahrt als Behinderteneingang oder Weißschrift / Reliefschrift statt Blindenschrift. Solche Bezeichnungen nehmen also nicht Bezug auf Gruppen von Menschen, die anhand eines bestimmten Merkmals gebildet wurden (bspw. Behinderte, Blinde, Taube, Stumme, Gelähmte), sondern beziehen sich direkt auf das konstituierende Merkmal oder das entscheidende Hilfsmittel (bspw. Rollstuhl).

Kritik[Bearbeiten]

Die Kritik an der mit „politischer Korrektheit“ bezeichneten Sprachpolitik kann man im Wesentlichen in einen primär sprachkritischen und einen dezidiert sprachpolitischen Zweig unterteilen.

Beispielsweise weist der Philosoph Slavoj Žižek darauf hin, dass sich „politisch korrekte“ Begriffe abnutzten (die Ersatzbegriffe erben mit der Zeit die Bedeutung des Wortes, das sie ersetzen sollten), wenn sie nicht mit einer Veränderung der sozialen Wirklichkeit einhergingen. So sei allein durch eine fortwährende Neuschöpfung von Ersatzbegriffen (wie in dem US-amerikanischen Beispiel Negroblack peoplecoloured peopleAfrican-Americans) noch keine Veränderung erzielt, wenn nicht den Worten eine tatsächliche soziale Integration folge. Die rein sprachliche Prägung immer neuer Begriffe enthülle die Unfähigkeit, die tatsächlichen Ursachen von Rassismus und Sexismus allein durch Sprachpolitik zu überwinden. Zudem entstehe durch die laufende Neuschaffung von Begriffen eine exzessive Struktur, da jeder Begriff durch den folgenden seinerseits unter Diskriminierungsverdacht gestellt und entwertet werde. Dieser Effekt wird auch „Euphemismus-Tretmühle“ genannt. Laut Žižek versuche die Geisteshaltung der „politischen Korrektheit“ durch ihre zirkuläre Selbstbezogenheit alle Spuren der Begegnung mit „dem Realen“ (Lacan) zu beseitigen. Mit ähnlichen Argumenten vertritt der Germanist Armin Burkhardt die Auffassung, dass politische Korrektheit auf lange Sicht nicht erfolgreich sein könne, wenn nicht zugleich die alten Tabus, Vorurteile oder Aberglaube überwunden würden.[39]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Merriam-Webster’s Collegiate Dictionary: politically correct
  2. Sabine Wierlemann: Political Correctness in den USA und in Deutschland. Erich Schmidt Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-503-06144-4, S. 12 ff. Rolf Löchel: Eine gefährliche Kultur der Unwissenheit und des Denkverbots: Sabine Wierlemanns linguistische Untersuchung zum Begriff der Political Correctness. Abgerufen am 29. Dezember 2010.
  3. The states, rather than the People, for whose sakes the States exist, are frequently the objects which attract and arrest our principal attention. This, I believe, has produced much of the confusion and perplexity, which have appeared in several proceedings and several publications on state-politics, and on the politics, too, of the United States. Sentiments and expressions of this inaccurate kind prevail in our common, even in our convivial, language. Is a toast asked? ‘The United States,’ instead of the ‘People of the United States,’ is the toast given. This is not politically correct. The toast is meant to present to view the first great object in the Union: It presents only the second: It presents only the artificial person, instead of the natural persons, who spoke it into existence. A State I cheerfully fully admit, is the noblest work of Man: But, Man himself, free and honest, is, I speak as to this world, the noblest work of God. caselaw.lp.findlaw.com
  4. Stuart Hall: Some 'Politically Incorrect’ Pathways Through PC. In: S. Dunant (ed.): The War of the Words: The Political Correctness Debate. Virago Press, London 1994, S. 164–84
  5. a b Ariane Manske: „Political Correctness“ und Normalität. Die amerikanische PC-Kontroverse im kulturgeschichtlichen Kontext. Synchron Wissenschaftsverlag der Autoren, Heidelberg 2002, ISBN 3-935025-33-5.
  6. Dorothy E. Smith: „Politically Correct“: An Organizers of Public Discourse. In: Writing the Social: Critique, Theory, and Investigations. University of Toronto Press, Toronto 1999, ISBN 0-8020-4307-0, S. 172–194.
  7. Volltext nytimes.com
  8. Lorna Weir: PC Then and Now: Ressignifying Political Correctness. In: Stephen Richer, Lorna Weir (Hrsg.): Political Correctness. Toward the Inclusive University, University of Toronto Press, 1995, S. 64–62. Paraphrasiert von Brigitta Huhnke: „political correctness“ – ein Mantra nationaler Erweckung. In: ZAG 30 (online (ohne Jahresangabe)); ausführlicher zur Analyse von Lorna Weir siehe Manske.
  9. New York Magazine, 21. Januar 1991, S. 34
  10. New York Magazine, 21. Januar 1991, S. 37
  11. >Originaltext (englisch)
  12. Ric Dolphin: Not Politically Correct: a Field Guide to Surviving the Pc Reign of Terror. McClelland & Stewart, 1992, ISBN 1-895246-32-6
  13. Rezension von John Karl Wilson: Myth of Political Correctness. Duke University Press, 1995.
  14. Lorna Weir: PC Then and Now. Resignifying Political Correctness. In: Richer, Stephen/Lorna Weir (Hrsg.): Beyond political correctness. Toward the inclusive university. Toronto 1995, S. 51 ff.
  15. Brigitta Huhnke: „pc“ – Das neue Mantra der Neokonservativen. In: Andreas Disselnkötter, Siegfried Jäger, Helmut Kellershohn, Susanne Slobodzian (Hrsg.): Evidenzen im Fluss. Demokratieverluste in Deutschland.
  16. Marc Fabian Erdl: Die Legende von der Politischen Korrektheit. Zur Erfolgsgeschichte eines importierten Mythos. Bielefeld 2004 (PDF)
  17. Clemens Knobloch: Moralisierung und Sachzwang. Politische Kommunikation in der Massendemokratie. DISS, Duisburg 1998.
  18. Katrin Auer: „Political Correctness“ – Ideologischer Code, Feindbild und Stigmawort der Rechten (PDF; 103 kB). In: Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft 30 (3), 2002.
  19. Vgl. auch Gesa von Leesen: „Das sagt man nicht!“ Political Correctness zwischen Moral und Kampfbegriff. In: Das Parlament, Nr. 1 vom 2. Januar 2007; Brigitta Huhnke: „pc“ – Das neue Mantra der Neokonservativen. In: Andreas Disselnkötter, Siegfried Jäger, Helmut Kellershohn, Susanne Slobodzian (Hrsg.): Evidenzen im Fluss. Demokratieverluste in Deutschland. Zur Verwendung des PC-Begriffs als Kampfbegriff in Deutschland und Österreich s. auch Katrin Auer: „Political Correctness“. Ideologischer Code, Feindbild und Stigmawort der Rechten (PDF): „Seit Mitte der 90er Jahre wurden der Begriff political correctness und ein Metadiskurs über political correctness in österreichischen und deutschen Medien- und Politikdiskursen etabliert. Vor allem der Metadiskurs, der sich mit den ideologischen Inhalten und realpolitischen Auswirkungen auseinandersetzt, erfüllt in deutschsprachigen Diskursen spezifische Funktionen, von denen in erster Linie Konservative und Rechtsextreme profitieren. Begriff und Metadiskurs werden hier nur diskursanalytisch und ideologiekritisch untersucht. Während der Begriff political correctness Als ideologischer Code und Stigmawort eingesetzt wird, produziert der Metadiskurs ein rechtes bzw. rechtsextremes Feindbild. Unter dem Phänomen political correctness wird generell das Spektrum emanzipatorischer und linker Theorie bzw. Praxis subsumiert und diffamiert. Gleichzeitig modifiziert der Metadiskurs die Bedeutung rechtsextremer und revisionistischer Inhalte, indem diesen unter Berufung auf die Meinungsfreiheit als vermeintlich notwendigen Tabubrüchen in öffentlichen Diskursen Raum gegeben werden müsse.“
  20. S. etwa Paul Trout: „The Myth of Political Correctness: The Conservative Attack on Higher Education“, The Montana Professor − academic journal, Winter 1996 (Internet): „Wilson’s arguments suffer from logical inconsistencies, elastic definitions, and the tendentious interpretation of evidence. […] The flaws to be found in The Myth of Political Correctness illustrate the consequences of writing polemics before one has mastered the argumentative and intellectual skills and values of traditional academic research: 'accuracy and thoroughness in the collection and use of evidence, reasonable assertion, impartiality in the determination of the weight of the evidence, careful analytical reasoning, and fairness in argument or controversy.“
  21. S. Paul Trout: The Myth of Political Correctness: The Conservative Attack on Higher Education. In: The Montana Professor – academic journal, Winter 1996 (Internet): „Among the centrist-to-Marxist opponents of PC are such distinguished and influential scholars as: C. Vann Woodward, Nat Hentoff, Mortimer J. Adler, Todd Gitlin, Eugene D. Genovese, Elizabeth Fox-Genovese, Louis Menand, Cynthia Griffin Wolff, David Bromwich, Derek Bok, Nuretta Koertge, Stephen Carter, John Patrick Diggins, John Searle, Irving Howe, Edward W. Said, Shelby Steele, David Riesman, James David Barber, Nadine Strossen, Russell Jacoby, Susan Haack, Steven Marcus, Daphne Patai, Helen Vendler, Nathan Glazer, Seymour Martin Lipset, Irving Louis Horowitz, Alan Kors, Jacques Barzun, Edward O. Wilson, Donald Kagan, Julius Lester, Allan Dershowitz, Colin Diver, Benno Schmidt, etc.“
  22.  Matthias Matussek: Kunst als Schauprozess. In: Der Spiegel. Nr. 15, 1993 (online).
  23. Dieter E. Zimmer: PC oder: Da hört die Gemütlichkeit auf. In: Die Zeit, Nr. 43/1993, S. 59–60 (d-e-zimmer.de PDF; 115 kB).
  24. Martin Dietzsch, Anton Maegerle: Kampfbegriff aller Rechten: „Political Correctness“. Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung
  25. Die neue rechte Herausforderung. Rechtsextremismus in Deutschland und Europa. (PDF) Hrsg. von der Grünen Akademie in der Heinrich-Böll-Stiftung, 1. Aufl., Berlin 2005, S. 10.
  26. Verfassungsschutzbericht des Landes NRW für das Jahr 1995
  27. Rainer Wimmer: „Political Correctness“ – ein Fall für die Sprachkritik. In: Andreas Disselnkötter, Siegfried Jäger, Helmut Kellershohn, Susanne Slobodzian (Hrsg.): Evidenzen im Fluss. Demokratieverluste in Deutschland, ISBN 3-927388-60-2
  28. FAZ, 16. Oktober 1996
  29. Clemens Knobloch: Moralisierung und Sachzwang. Politische Kommunikation in der Massendemokratie. DISS, Duisburg 1998
  30. Marc Fabian Erdl: Die Legende von der Politischen Korrektheit. Zur Erfolgsgeschichte eines importierten Mythos. (PDF; 151 kB) Bielefeld 2004.
  31. Zivilcourage vs. Political Correctness. (PDF) Laudatio von Wolfgang Schäuble für Dr. Klaus von Dohnanyi anlässlich der Verleihung des Kasseler Bürgerpreises „Glas der Vernunft 2004“, gehalten am 26. September 2004.
  32. Thomas Assheuer, Evelyn Finger, Özlem Topcu: Bomben für das Abendland. Eine Analyse von Anders Breiviks terroristischen Programm. In: Die Zeit, Nr. 31/2011, S. 3 f.
  33. Joachim Gauck – Politiker können von Sarrazin lernen. In: Die Welt, 8. Oktober 2010.
  34. Dagmar Stahlberg, Sabine Sczesny: Effekte des generischen Maskulinums und alternativer Sprachformen auf den gedanklichen Einbezug von Frauen. In: Psychologische Rundschau, Band 52, Nr. 3, 2001, S. 131–140.
  35. John Gastil: Generic Pronouns and sexist language: The oxymoronic character of masculine generics. In. Sex Roles, 23, 1990, S. 629–643.
  36. Elke Heise: Sind Frauen mitgemeint? Eine empirische Untersuchung zum Verständnis des generischen Maskulinums und seiner Alternativen. In: Sprache & Kognition, Band 19, Nr. 1–2, 2000, S. 3–13.
  37. Frederike Braun, Sabine Sczesny, Dagmar Stahlberg: Cognitive effects of masculine generics in German: An overview of empirical findings. In: Communications, Band 30, 2005, S. 1–21.
  38. Lisa Irmen, Ute Linner: Die Repräsentation generisch maskuliner Personenbezeichnungen. Eine theoretische Integration bisheriger Befunde. In: Zeitschrift für Psychologie, 213, 2005, S. 167–175.
  39. Mit Nachweisen: Burkhardt: Euphemism and Truth. In: Burkhardt, Nerlich: Tropical Truth(s): The Epistemology of Metaphor and other Tropes. Walter de Gruyter, 2010, ISBN 3-11-023021-6, S. 355, 363.