Arndt Freiherr Freytag von Loringhoven

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Arndt Burchard Ludwig Freiherr Freytag von Loringhoven (* 12. November 1956 in München)[1] war von 2007 bis 2010 Vizepräsident des Bundesnachrichtendienstes.

Leben[Bearbeiten]

Sein Vater Bernd Freytag von Loringhoven aus der Familie derer von Freytag von Loringhoven war von Juli 1944 bis zum 30. April 1945 als Adjutant bei den täglichen militärischen Lagebesprechungen im Führerbunker in Berlin. Ein Verwandter seines Vaters, Oberst i.G. Wessel Freytag von Loringhoven, hatte den Sprengstoff für das Attentat vom 20. Juli 1944 besorgt und sich kurz nach dessen Fehlschlag selbst das Leben genommen.

Arndt stammt aus der zweiten Ehe seines Vaters mit Ilse-Verna Kraul.

Er ist mit Barbara Emilie Friederike Maria v. Ow-Wachendorf, geb. 1957[2] verheiratet und hat zwei Söhne.

Ab 1974 studierte Freytag von Loringhoven in Bonn und Berlin Geschichte, Philosophie und Chemie. 1976 wechselte er an die Universität Oxford, ein Studium der Biochemie schloss er 1980 mit einem Master of Arts und der Promotion ab. Am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried bei München nahm er 1984 eine Forschungstätigkeit auf und wechselte 1986 in den Diplomatischen Dienst des Auswärtigen Amtes. Ab 1989 war er Referent an der Botschaft in Paris, 1992 in Moskau. Ab 1994 war er im Planungsstab des Ministeriums, ab 1998 im Büro des Außenministers tätig. 2002 kehrte er als Leiter der politischen Abteilung an die Botschaft in Moskau zurück. Ab 2005 wurde er in der Politischen Abteilung des Auswärtigen Amtes eingesetzt. 2007–2010 war er Vizepräsident des Bundesnachrichtendienstes. Von August 2010 bis August 2014 war er stv. Leiter der Europaabteilung im Auswärtigen Amt. Seit 8. August 2014 ist er Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in der Tschechischen Republik[3].

Werke[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eintrag (Arndt Freiherr Freytag von Loringhoven) in der Personendatenbank des höheren Adels
  2. Eintrag (Barbara v. Ow-Wachendorf) in der Personendatenbank des höheren Adels
  3. Webseite der Deutschen Botschaft Prag