Arth-Rigi-Bahn

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Arth-Rigi-Bahn
Arth-Rigi-Bahn-bei-Rigi-Kulm.jpg
Fahrplanfeld: 602
Streckenlänge: 8,55 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Stromsystem: 1500 =
Maximale Neigung: 201 
Minimaler Radius: 120 m
Zahnstangensystem: Riggenbach
Arth-Goldau–Rigi Kulm
   
0,0 Arth
   
Kirchfeld
   
Hof
   
Feld
   
1.4 Oberarth
   
Schöntal
   
Fabrik
   
Mühlefluhtunnel
   
Bergstrasse
   
Bergstrasse
   
Harmettlen
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3,0 Arth-Goldau (Bahnhofplatz) 1892–1897 519 m ü. M.
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0,0 Arth-Goldau (Hochperron) zurzeit im Umbau 519 m ü. M.
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Verbindungsgleis vom SBB-Bahnhof
            
Depot Goldau
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Goldau Eichmatt 1875–1892 und 2010–2012
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Haltepunkt, Haltestelle
0,6 Goldau A4 543 m ü. M.
Bahnhof, Station
2,1 Kräbel 789 m ü. M.
Tunnel
Rothenfluhtunnel (67 m)
Bahnhof, Station
4,2 Fruttli 1'152 m ü. M.
Tunnel
Federnwaldtunnel (48 m)
Bahnhof, Station
5,8 Rigi Klösterli 1'315 m ü. M.
Haltepunkt, Haltestelle
6,8 Rigi First 1'484 m ü. M.
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
Vitznau-Rigi-Bahn von Vitznau
Bahnhof, Station
7,7 Rigi Staffel 1'603 m ü. M.
Kopfbahnhof – Streckenende
8,5 Rigi Kulm 1'752 m ü. M.

Die Arth-Rigi-Bahn (ARB) ist eine schweizerische Normalspur-Zahnradbahn, welche von Arth-Goldau auf die Rigi führt. Zusammen mit der Vitznau-Rigi-Bahn (VRB), welche den Berg von der anderen Seite erreicht, bildet sie seit 1992 die Gesellschaft Rigi-Bahnen AG (RB).

Geschichte[Bearbeiten]

Als die Schwyzer Bürger von Arth hörten, dass von der Luzerner Seite her eine Bahn auf die Rigi gebaut werden sollte, bekamen sie 1870 vom Schwyzer Kantonsrat die Konzession für die schwyzerische Strecke zwischen Staffelhöhe und Rigi Kulm, sowie zwischen Arth, Oberarth und Kulm. Sie beauftragten die beiden Ingenieure Zschokke und Riggenbach mit dem Bau derselben. Sofort wurde von der Arther Aktiengesellschaft der Bau der Strecke Staffelhöhe nach Rigi Kulm (1'752 m ü. M.) in Angriff genommen. Im Sommer 1873 übernahm die ausgebootete luzernerische Vitznau-Rigi-Bahn diese Strecke und musste bis zur Fusionierung 1992 für die Benützung des Schienenstrangs Staffelhöhe–Rigi Kulm einen Pachtzins bezahlen.

Station Kulm der Arth-Rigi-Bahn (Zahnradbahn)

1873 wurde sodann mit dem Gleisebau von Goldau (518 m ü. M.) via Kräbel und Klösterli (1'315 m ü. M.) zur Staffel begonnen und im Jahre 1874 wurde auch das Teilstück Arth-Oberarth-Goldau in Angriff genommen. Am 4. Juni 1875 konnte die Arth-Rigi-Bahn auf der ganzen Strecke den Betrieb aufnehmen. Gegen die Vitznau-Rigi-Bahn hatte sie zwar das Rennen verloren, glänzte aber mit der herrlicheren Aussicht auf der Strecke und mit den luxuriöseren Wagen. 1928 nahm die Bergbahn auch den Winterbetrieb zwischen Goldau und Rigi-Kulm auf.

Ursprünglich begann die normalspurige Strecke in Arth am Ufer des Zugersees.[1] Diese bis zum Bahnhof Arth-Goldau gehende Talbahn, eine Adhäsionsbahn, wurde 1881 von der Zahnradbahn getrennt und separat geführt, jedoch blieb eine Gleisverbindung erhalten. Im Jahr 1959 wurde dieser Zweig stillgelegt und die Gleisanlagen abgebaut.

Am 20. Oktober 1885 stürzte nach einem Achsbruch ein Zug unterhalb der Station Kräbel über die Bahnböschung. Der Lokführer verlor dabei sein Leben, neun Personen wurden verletzt. → Abschnitt Unfall der H 4 und Umbau im Artikel ARB H I/2

Anfangs reisten die meisten Passagiere mit dem Schiff auf dem Zugersee an. Ab 1882 befanden sich die Bahnsteige der ARB parallel zu denen der Gotthardbahn auf deren Bahnhofsvorplatz.[1] Als letztere allerdings 1897 für die Zuger Strecke mehr und mehr Raum beanspruchte, erstellte die ARB den charakteristischen, quer über die Geleise verlaufenden schmiedeeisernen Hochperron. Nun reiste die Mehrheit der ARB-Fahrgäste über die Bahn an.[1] Von 2011 bis 2013 wurde vor dem Hochperron eine neue, zweigleisige Bahnhofsanlage gebaut, das denkmalgeschützte Perron soll neu als Eingangshalle dienen. Die Fertigstellung ist für 2014 geplant. Ursprünglich war auch die Neueinführung eines Bahnhofes parallel zur SBB erwogen worden.

Am 1. Mai 1907 wurde die ARB als erste normalspurige Zahnradbahn der Welt auf die elektrische Traktion umgestellt. Im Kräbel befindet sich heute die Talstation der Luftseilbahn zur Rigi Scheidegg (1'568 m ü. M.), die früher auch von der 1942 abgebrochenen schmalspurigen Rigi-Scheidegg-Bahn (RSB) erreicht wurde.

Am 3. Juni 2000 feierte die Arth-Rigi-Bahn mit einem Dampf-Festival ihr 125-jähriges Jubiläum.

In der Nacht vom 19. auf den 20. Januar 2014 wurde der Hochperron im Bahnhof Arth-Goldau um zwei Meter angehoben, damit er vor Ort saniert werden kann.[2] Nach dieser Sanierung wird er wieder um 1.3 m abgesenkt.

Elektrische Anlage[Bearbeiten]

Anlagen für den elektrischen Betrieb: 2 Gleichrichterstationen
Speisung mit Drehstrom: 15 kV/50 Hz
Traktionsenergie Gleichstrom: 1 '500 V
Leistung der Gleichrichterstationen: 3 '550 kW

Geschwindigkeit[Bearbeiten]

elektr. Triebfahrzeuge auf der Bergfahrt: 21 km/h
Talfahrt (0–144 ‰): 17 km/h
Talfahrt (145–200 ‰): 14 km/h
Fahrzeit Goldau–Rigi Kulm: 35 Minuten
Kapazität: 1 000 Personen/h

Rollmaterial[Bearbeiten]

BCFhe 2/3 ARB Triebwagen Nr. 6, Rigi Staffel
  • 4 Elektrische Pendelzüge (508 kW)
  • 1 Elektrischer Pendelzug (824 kW)
  • 1 Elektrischer Triebwagen Nr. 6 (Prüffahrt: 30. August 1911, ältester noch betriebsfähiger Elektro-Zahnradtriebwagen der Welt, 390 kW), letzte Generalrevision: 1990
  • 1 Elektrische Lokomotive mit elektrischer Schneeschleuder (449 kW)
  • 4 Personenwagen
  • 10 Güterwagen, Dienstfahrzeuge, Schneepflug usw.

Ehemaliges Rollmaterial[Bearbeiten]

  • H \textstyle \frac{I}{2} Nr. 1-6, die Zahnraddampflokomotiven für die Bergstrecke
  • E 3/3 Nr. 11, die Dampflokomotive für die Talstrecke

Trivia[Bearbeiten]

  • Bei der letzten Fahrt der Talbahn 1959 wurde ein Lausbubenstreich verübt: Bei der Haltestelle Harmettlen wurden die Gleise mit Schmierfett eingerieben, so dass die Fahrt dort beendet werden musste.
  • Der Mühlefluhtunnel der Talbahn war bis zu seiner Einstellung mit einer Höhe von rund 6 Metern der höchste Eisenbahntunnel Europas.
  • Seit einigen Jahren gibt es immer wieder Überlegungen, die ARB durch eine Luftseilbahn zu ersetzen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Florian Inäbnit: Rigi-Bahnen; Zahnradbahn Arth–Rigi. Prellbock Druck & Verlag, Leissigen 2000, ISBN 3-907579-18-6.
  • Sandro Sigrist: Talbahn Arth–Goldau. Prellbock Druck & Verlag, Leissigen 1998, ISBN 3-907579-08-9.
Sattelbahnhof der Arth-Rigi-Bahn in Arth-Goldau

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rigi Bahnen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c [1] Talbahn auf eingestellte-bahnen.ch
  2. Anhebung des Rigi-Bahn-Hochperrons verlief problemlos

47.0486111111118.5477777777778Koordinaten: 47° 2′ 55″ N, 8° 32′ 52″ O; CH1903: 684279 / 211437