SIG Holding

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SIG Combibloc Group AG [1] [2]
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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1853 / 2001 (Holding)
Sitz Neuhausen am Rheinfall, Schweiz
Leitung Rolf Stangl
(CEO)
Thomas Degnan
(VR-Präsident)
Mitarbeiter > 4250 (2009)
Umsatz 1,260 Mrd. EUR (2009)
Branche Maschinenbau
Produkte Kartonverpackungen / VerpackungsmaschinenVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.sig.biz
RABDe 500 (ICN)
SIG-P228

Die SIG Combibloc Group AG (bis April 2009 SIG Holding AG, ursprünglich Schweizerische Industrie-Gesellschaft) ist ein im schweizerischen Neuhausen am Rheinfall beheimatetes Industrieunternehmen. Heute hält es ausschließlich Beteiligungen an Unternehmen der Verpackungsindustrie.

Die SIG Combibloc Group AG gehört seit dem 11. Mai 2007 zur neuseeländischen Rank Group Holdings Ltd. des Milliardärs Graeme Hart. Am 2. November 2007 wurden die Aktien des damals noch als SIG Holding AG firmierenden Unternehmens von der Schweizer Börse Swiss Exchange zurückgezogen und das Unternehmen im April 2009 in SIG Combibloc Group AG umbenannt. Alleinige Besitzerin ist heute die Rank Group.

Schienenfahrzeuge[Bearbeiten]

Am 17. Januar 1853 wurde die SIG von Friedrich Peyer im Hof, Johann Conrad Neher und Heinrich Moser als Schweizerische Waggon-Fabrik gegründet.[3] Ab circa 1981 konzentrierte sich SIG in Absprache mit dem Schindler-Konzern (SWP, SWS) und der FFA auf die Herstellung von Drehgestellen und erzielte so erste Erfolge. SIG-Drehgestelle sind in vielen Ländern zu finden. In den 1990er Jahren entwickelte SIG die elektrische Neigetechnik des SBB RABDe 500 in Konkurrenz zur hydraulischen Neigetechnik von Fiat. Die Schienenfahrzeugsparte wurde 1995 an Fiat verkauft. 2000 kam sie zusammen mit der ganzen Fiat Ferroviaria zu Alstom. Auch Trams wurden hergestellt, so beispielsweise zahlreiche Anhänger nach dem Baumuster des Schweizer Standardwagens.

Waffen[Bearbeiten]

Ab 1860 fertigte die SIG Waffen. Bekanntheit erlangte die SIG vor allem durch die Produktion der Pistolen SIG P210 und SIG P220 sowie des Sturmgewehres 57 und des Sturmgewehres 90 der Schweizer Armee. Von 1970 bis 2000 war die SIG auch Eigentümer der Hämmerli AG, des deutschen Waffenherstellers J. P. Sauer & Sohn und der Blaser Jagdwaffen GmbH. Dieser Unternehmensbereich wurde im Jahr 2000 als S.J.S.W. Schweizer Jagd- und Sportwaffen AG (seit Oktober 2000 SAN Swiss Arms AG)[4][5][6] abgespalten und an die L & O Holding (Lüke und Ortmeier) verkauft.

Verpackungstechnik[Bearbeiten]

1906 begann die Fertigung von Verpackungsanlagen. 2004 übernahm Bosch Packaging Technology die Unternehmensbereiche Pharma, Süßwaren sowie Nahrung.

Kartonverpackungen werden weltweit durch das Tochterunternehmen SIG Combibloc hergestellt. Nach dem Verkauf der SIG Beverages an die Salzgitter AG im März 2008 ist die Division SIG Combibloc der letzte Unternehmensbereich, der im ersten Quartal 2015 an den kanadischen Finanzinvestor Onex verkauft[7] werden soll.

Automation[Bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2000 war die SIG Eigentümer des deutschen Unternehmens Berger Lahr, das Systeme zum Positionieren und Automatisieren entwickelt. Während dieser Zeit wurden die Produkte dieses Unternehmensbereichs unter der Bezeichnung SIG positec vermarktet. 2000 wurde dieser Bereich an Schneider Electric weiterverkauft.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schweizerische Industrie Gesellschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eintrag der «SIG Combibloc Group AG»im Handelsregister des Kantons Schaffhausen
  2. Impressum der Website der SIG Combibloc Group AG
  3. SIG Geschichte
  4. Handelsregistermeldungen zur SAN SWISS ARMS AG, abgerufen am 1. April 2013
  5. Internet-Auszug zur S.J.S.W. Schweizer Jagd- und Sportwaffen AG im Handelsregister des Kantons Zug, abgerufen am 1. April 2013
  6. Internet-Auszug zur SAN Swiss Arms AG im Handelsregister des Kantons Schaffhausen, abgerufen am 1. April 2013
  7. http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/MilliardenDeal-am-Rheinfall/story/28609526