Asturischer Bergarbeiterstreik von 1934

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Der Asturische Bergarbeiterstreik von 1934 war ein großer Streik gegen den Eintritt der CEDA in die spanische Regierung am 6. Oktober, er begann im Norden Spaniens in Asturien und entwickelte sich zu einem revolutionären Aufstand, der von der spanischen Marine, Armee und Fremdenlegion niedergeschlagen wurde.

Franco hatte das Oberkommando über die militärischen Operationen zur Aufstandsbekämpfung. Nach der Niederschlagung des Aufstandes besuchte er Oviedo und sagte: "Dieser Krieg ist ein Frontkrieg und seine Fronten sind Sozialismus, Kommunismus und was auch immer die Zivilisation angreift und versucht sie durch Barbarei zu ersetzen". Obwohl Franco die Spanische Fremdenlegion und marokkanische Söldner zur Niederschlagung des Aufstandes einsetzte, stellte die rechte Presse die asturischen Aufständischen als ein fremdenfeindliches und antisemitisches Lager dar, das von einer ausländischen jüdisch-bolschewistischen Verschwörung geführt wurden.

Hintergrund[Bearbeiten]

Nach dem Sieg der rechten Parteien bei den Parlamentswahlen von 1933 wurde die neue Regierung von Alejandro Lerroux geführt, sie traf auf harten Widerstand der linken Parteien. Die Anarchisten und Kommunisten riefen zu einem Generalstreik auf. Der Generalstreik brach in praktisch allen spanischen Provinzen schon in den ersten Stunden und Tagen zusammen. Ein Aufruhr in Katalonien, den die bürgerlichen Nationalisten unter Lluís Companys i Jover anführten, rief in Katalonien eine unabhängige Republik aus und bildete in Barcelona eine provisorische Zentralregierung für die neue Föderative Republik Spanien — diese hielt sich nur 10 Stunden. Nur in Asturien hatte der Streik Erfolg.

Asturischer Bergarbeiterstreik[Bearbeiten]

In mehreren Bergwerksstädten in Asturien versammelten bewaffnete Gewerkschafter und waren entschlossen, den Streik durchzuführen. Der Streik begann am Abend des 4. Oktober, die Bergleute besetzten mehrere Städte, griffen die örtlichen Kaserne der Guardia Civil und Guardia de Asalto an und besetzten diese. Am folgenden Tag machten sich mehrere Kolonnen der Bergleute auf den Weg nach Oviedo, der Provinzhauptstadt. Mit Ausnahme von zwei Kasernen, wo die Kämpfe mit den Regierungstruppen andauerten, war die Stadt ab dem 6. Oktober unter der Kontrolle der Arbeiter.

Die Bergleute besetzten weitere Städte, vor allem das große industrielle Zentrum von La Felguera. Die Arbeiter erlangten mit Slogans „Unios Hermanos Proletarios!“ - „Einigkeit, Proletarische Brüder!“ die Kontrolle über den meisten Teil von Asturien. Die Fabriken und die Felder wurden enteignet und gemeinschaftlich geführt und bestellt. Zur Verwaltung wurden Komitees gewählt. [1] Die Häfen von Gijón und Avilés blieben offen.

Die Regierung reagierte auf den Aufstand durch das Aufstellen von Truppen, diese sollten angeführt von Eduardo López Ochoa, um die Städte von den Bergleuten zurückzuerobern.

Am 7. Oktober erreichte eine Delegation von Anarchisten, die die Häfen von Gijón und Avilés kontrollierten, Oviedo. Sie baten um Waffen, um sich gegen die stetige Ankunft von Regierungstruppen in den Häfen wehren zu können. Der von der sozialistischen UGT kontrollierte Ausschuss verwehrt ausreichende Bewaffnung. Die Delegation kehrte in ihre Städte mit leeren Händen zurück, so traf die Armee auf wenig Widerstand, als sie die Städte Gijon und Aviles am 8. Oktober eroberte. Nach etwa 20 Tagen endete der Aufstand mit der Einnahme Oviedos durch Regierungstruppen.

Nachwirkungen[Bearbeiten]

In den Kämpfen während des Aufstandes wurden etwa 2.000–3.000 Arbeiter getötet, etwa 30.000 gefangen genommen, und viele tausend weitere verloren ihre Arbeit.

Der Einsatz der durch den General López Ochoa angeführten Spanischen Fremdenlegion und Regulares aus Spanisch-Marokko, die den Streik niederschlagen sollten, und der Befehl, Spanier zu töten, riefen öffentlich Empörung hervor. Gefangene Bergarbeiter wurden gefoltert, vergewaltigt, verstümmelt und exekutiert. Dies warf einen Schatten auf die Brutalität voraus, die man zwei Jahre später im Spanischen Bürgerkrieg sehen sollte.

Nach Hugh Thomas starben etwa 2.000 Menschen durch den Aufstand: 230-260 Soldaten, 33 Priester, 1.500 Bergleute sind im Kampf gefallen und 200 starben durch nachfolgende Repression (unter ihnen der Journalist Luis de Sirval, der über die Folterungen und Hinrichtungen berichtete, er wurde verhaftet und von Beamten der Fremdenlegion getötet). Alle Volkshäuser, egal ob sie der UGT oder CNT gehörten, wurden geschlossen.

Franco war davon überzeugt, dass der Bergarbeiteraufstand "sorgfältig von Agenten aus Moskau vorbereitet worden war ", diese Überzeugung stütze er auf Unterlagen, die er von einer versammelten Übereinkunft von Antikommunisten aus Genf erhielt. Franco glaubte, dass damit der brutale Einsatz von Truppen gegen die spanische Zivilbevölkerung gerechtfertigt war.

Der Historiker Paul Preston: "Unbeeindruckt von der Tatsache, dass das zentrale Symbol der Rechten die Reconquista war, scheute Franco nicht davor zurück, maurische Söldner nach Asturien zu verschiffen, der einzige Teil Spaniens, der nie von den Mauren besetzt wurde.

Er sah keinen Widerspruch im Einsatz der Mauren gegen die Arbeiter, weil er linke Arbeiter mit der gleichen rassistischen Verachtung betrachtet, die er gegenüber den Stammesangehörigen des Rif hatte. "

Referenzen[Bearbeiten]

  1. Aufstand vom Oktober 1934

Weblinks[Bearbeiten]