Atemschutz

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Feuerwehrmann unter Atemschutz. Persönliche Schützausrüstung (PSA) von Niedersachsen

Der Begriff Atemschutz beschreibt Persönliche Schutzausrüstungen, die den Träger vor allen schädlichen Stoffen oder Partikeln schützen, die über Mund oder Nase aufgenommen werden können. Die dazu verwendete Ausrüstung wird als Atemschutzgerät bezeichnet. Haupteinsatzgebiet von Atemschutzgeräten ist der Bereich des Arbeitsschutzes und hierbei neben den industriellen Anwendungen die Feuerwehren.

Inhaltsverzeichnis

Einteilung [Bearbeiten]

Man unterscheidet zwischen umluftunabhängigem Atemschutz und umluftabhängigem Atemschutz. Nach den Regelungen der gesetzlichen Unfallversicherungen und der Feuerwehrdienstvorschrift in Deutschland, darf umluftabhängiger Atemschutz nur verwendet werden, wenn der Schadstoff bekannt und der Sauerstoffgehalt größer als 17 Vol-% ist. Ansonsten muss immer umluftunabhängiger Atemschutz verwendet werden.

In der ärztlichen Praxis werden für den Mund-Nasen-Schutz häufig so genannte Operationsmasken verwendet, die den Patienten vor Tröpfcheninfektionen durch Erreger, die vom Träger ausgehen, schützen sollen. Operationsmasken schützen den Träger selbst allerdings nicht vor Infektionen. Aufgrund der zu hohen Leckage sind Operationsmasken dazu ungeeignet und fallen daher auch nicht unter die Bezeichnung Atemschutzgerät. Untersuchungen im Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung haben gezeigt, dass der Träger durch die Verwendung von Partikelfiltrierende Halbmasken deutlich besser geschützt ist.

Verwendung [Bearbeiten]

Atemschutzgeräteträger müssen in der Anwendung unterwiesen sein und in geeigneten Abständen medizinisch auf die Tauglichkeit zum Tragen von Atemschutzgeräten untersucht werden. Diese Untersuchungen erfolgen nach den berufsgenossenschaftlichen Grundsätzen für Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen (G26.1 bis G26.3)

Beispielhafte Einsatzbereiche der Atemschutzgeräte [Bearbeiten]

  • Feuerwehr
    • Wohnungs- und Zimmerbrände
    • Fahrzeugbrände
    • Gefahrgutunfälle
    • Austritt von Gasen
  • Technisches Hilfswerk (THW)
    • Gefahrgutunfälle
    • Austritt von Gasen
    • Großbrände
  • Industrie
    • Müllverbrennungsanlagen
    • Chemische Industrie
    • Herstellung von Medikamenten
    • Handwerk
    • Lackiererei
  • Medizinischer Bereich
    • Transport oder Behandlung von Patienten mit ansteckenden Krankheiten (z.B. MRSA, Tuberkulose)

Literatur [Bearbeiten]

  • Stefan Dreller, Lutz Jatzwauk, Alfred Nassauer, Peter Paszkiewicz, Hans-Ulrich Tobys, Henning Rüden: Zur Frage des geeigneten Atemschutzes vor luftübertragenen Infektionserregern. Gefahrstoffe - Reinhaltung der Luft 66(1/2), S. 14 - 24 (2006), ISSN 0949-8036
  • Lothar Brauer, Handbuch Atemschutz, Loseblattwerk, Ecomed Verlag

Siehe auch [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]