Autonomer Kreis der Ust-Ordynsker Burjaten

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Autonomer Kreis der Ust-Ordynsker Burjaten
Flagge
Wappen
Flagge Wappen
Lage in Russland
Staat: Russland
Föderationskreis: Sibirien
Fläche: 22.138 km²
Einwohner: 131.860 (1. August 2012)
Hauptstadt: Ust-Ordynski
Bevölkerungsdichte: 5,96 Einwohner je km².[1]
Kfz-Kennzeichen: 85

Der Autonome Kreis der Ust-Ordynsker Burjaten (russisch Усть-Ордынский Бурятский автономный округ/ Ust-Ordynski Burjatski awtonomny okrug) war bis zum 31. Dezember 2007 eine Verwaltungsregion (Autonomer Kreis) in Russland.

Geografie[Bearbeiten]

Der kleine Autonome Kreis liegt im südlichen Sibirien westlich des Baikalsees am Fluss Angara. Er wurde vollständig von der Oblast Irkutsk umschlossen und bildete somit eine Enklave.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Namensgebende Nation sind die Burjaten, ein mongolisches Volk, das unter anderem auch in der Republik Burjatien lebt. Die Mehrheit der Bevölkerung machen jedoch die Russen aus. Nebst den unten aufgeführten Volksgruppen zählte man 2002 noch 363 Armenier und 211 Tschuwaschen.

Volksgruppe VZ 1959 VZ 1970 VZ 1979 VZ 1989 VZ 2002
Anzahl  % Anzahl  % Anzahl  % Anzahl  % Anzahl  %
Burjaten 44.850 33,7 % 48.302 33,0 % 45.436 34,4 % 49.298 36,3 % 53.649 39,6 %
Russen 75.099 56,4 % 86.020 58,8 % 76.731 58,1 % 76.827 56,5 % 73.646 54,4 %
Tataren 4.213 3,2 % 5.692 3,9 % 4.782 3,6 % 4.391 3,2 % 4.102 3,0 %
Ukrainer 4.280 3,2 % 3.075 2,1 % 2.382 1,8 % 2.255 1,7 % 1.300 1,0 %
Weißrussen 1.364 1,0 % 872 0,6 % 665 0,5 % 663 0,5 % 388 0,3 %
Polen 728 0,5 % 621 0,4 % 546 0,4 % 463 0,3 % 435 0,3 %
Andere 2.537 1,9 % 1.830 1,2 % 1.611 1,2 % 1.973 1,5 % 1.807 1,3 %
Einwohner 133.071 100 % 146.412 100 % 132.153 100 % 135.870 100 % 135.327 100 %

Geschichte[Bearbeiten]

Karte von einigen großen Siedlungen in Ust-Orda Buryat Okrug

Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts stand das Gebiet unter mongolischer Herrschaft, dann kam es zu Russland. 1937 wurde der Autonome Kreis geschaffen, der nach dem Ende der Sowjetunion 1992 zu einer Verwaltungseinheit innerhalb Russlands wurde.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Forstwirtschaft und Papiererzeugung sind die wichtigsten Wirtschaftszweige dieser waldreichen Region. Im Bereich des Fremdenverkehrs gibt es erste, bescheidene Anfänge.

Städte[Bearbeiten]

Verwaltungszentrum des Autonomen Kreises war Ust-Ordynski.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Am 11. Oktober 2005 wurde in Ust-Ordynski ein Vertrag für die politische und wirtschaftliche Eingliederung des Autonomen Kreises in die Oblast Irkutsk unterschrieben. Damit war der Weg für ein Referendum und die abschließende Schaffung einer neuen Oblast innerhalb der Russischen Föderation geschaffen. Der Name des zukünftigen Kreises sollte dabei Irkutskaja Oblast bleiben.

Am 16. April 2006 wurde ein Referendum im Autonomen Kreis und in der Oblast Irkutsk durchgeführt. Über 97 % der abstimmenden Bevölkerung im Autonomen Kreis (Wahlbeteiligung 99 %) stimmten für den Zusammenschluss, und auch knapp 90 % der Wähler in der Oblast Irkutsk entschieden sich dafür (Wahlbeteiligung 68 %).[2][3]

Vorläufig gab es nur eine einzige Beschwerde gegen das Referendum.

Somit wurde der Vertrag seitens der Bevölkerung bestätigt und der Weg für die offizielle Integration des Autonomen Kreises der Ust-Ordynsker Burjaten in die Oblast Irkutsk ab dem 1. Januar 2008 frei.[4]

Rajon Einwohner
(1. Januar 2006)
Stadtbevölkerung Dorfbevölkerung Verwaltungssitz
Alarsk 26.803 26.803 Kutulik
Bajandai 12.989 12.989 Bajandai
Bochan 27.008 27.008 Bochan
Echirit-Bulagat 29.387 29.387 Ust-Ordynski
Nukutski 16.638 16.638 Nowonukutski
Ossa 21.024 21.024 Ossa

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Autonomer Kreis der Ust-Ordynsker Burjaten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[1] [2] Vorlage:Toter Link/bevoelkerungsstatistik.debevoelkerungsstatistik.de
  2. Ergebnis des Referendums (russisch)
  3. Noch eine Region weniger bei Expert Online (russisch)
  4. Infos über das Projekt der abschließenden Integration (russisch)