Bachfeld

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde; für den Boxer siehe Jochen Bachfeld.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bachfeld
Bachfeld
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bachfeld hervorgehoben
50.40833333333310.980555555556415Koordinaten: 50° 24′ N, 10° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Sonneberg
Höhe: 415 m ü. NN
Fläche: 10,46 km²
Einwohner:

485 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 46 Einwohner je km²
Postleitzahl: 96528
Vorwahl: 036766
Kfz-Kennzeichen: SON, NHVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Kfz enthält Leerzeichen
Gemeindeschlüssel: 16 0 72 001
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Markt 1
96528 Schalkau
Webpräsenz: www.schalkau.de
Bürgermeisterin: Christine Probst (FDP)
Lage der Gemeinde Bachfeld im Landkreis Sonneberg
Bachfeld Föritz Frankenblick Goldisthal Judenbach Lauscha Neuhaus am Rennweg Neuhaus-Schierschnitz Oberland am Rennsteig Schalkau Neuhaus am Rennweg Neuhaus am Rennweg Sonneberg Steinach (Thüringen) ThüringenKarte
Über dieses Bild

Bachfeld ist mit dem Weiler Gundelswind eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Sonneberg.

Inhaltsverzeichnis

Geografie [Bearbeiten]

Bachfeld liegt an der Itz und der Krellse, ca. 2 km westlich von Schalkau. Südlich des Ortes erhebt sich der 564 Meter hohe Heider Berg.

Blick über die Gemeinde

Nachbargemeinden [Bearbeiten]

Im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden: Sachsenbrunn, Schalkau, Eisfeld.

Geschichte [Bearbeiten]

Evangelische Matthäuskirche in Bachfeld

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort in einer Klosterurkunde aus Fulda. Dabei ging es um die Herausgabe der Ländereien in Bachfeld und Heid wegen eines Pferdediebstahles im Jahre 929. Bachfeld ist mit seiner mehr als 1000 Hektar großen Gemeindeflur seit jeher das größte Bauerndorf des Landkreis Sonneberg. Ursprünglich gab es in Bachfeld zwei Haupthöfe, der Petter- oder Scheeßhof und der Schaumburger, später Pfarrhof und einige Nebenhöfe. Daraus lässt sich wohl auch die im 14. und 15. Jahrhundert erwähnte Existenz von zwei Kirchen im Ort Bachfeld erklären. Nach Plünderungen und Brandschatzungen des Dreißigjährigen Krieges kamen die Wustungen Bottigental, Gundersdorf und Wollmitz, später die Gemarkung Grub zu Bachfeld. Heute gehört auch der Weiler Gundelswind zur Gemeinde. Von den ehemaligen drei Bachfelder Mühlen existiert nur noch die Untere Mühle, sie war im Schaumburger Besitz.

Durch Panzerbeschuss amerikanischer Truppen im Jahre 1945 brannten die alte Dorfkirche und acht Gehöfte nieder. 1953 erhielt Bachfeld den ersten Kirchenneubau der Nachkriegszeit. Die Matthäuskirche wurde am neuen Standort oberhalb des Friedhofes geweiht.

Vor dem 31. Mai 1995 gehörte Bachfeld zur Verwaltungsgemeinschaft Schalkau.

Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (Stand jeweils 31. Dezember):

  • 1994: 513
  • 1995: 526
  • 1996: 537
  • 1997: 541
  • 1998: 553
  • 1999: 539
  • 2000: 537
  • 2001: 532
  • 2002: 536
  • 2003: 528
  • 2004: 506
  • 2005: 500
  • 2006: 511
  • 2007: 507
  • 2008: 493
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik [Bearbeiten]

Erfüllende Gemeinde für Bachfeld ist die Stadt Schalkau.

Gemeinderat [Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Bachfeld besteht aus acht Ratsmitgliedern:

  • CDU/Wählergemeinschaft 4 Sitze
  • Die Linke/Wählergruppe 1 Sitz
  • Freie Wähler 3 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 7. Juni 2009)

Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen [Bearbeiten]

  • Kirchbergfest, immer zu Pfingsten
  • Sockentanz, immer Anfang August
  • Plan-Kerwá, Kirchweih immer in der letzten Oktober- oder in der ersten November - Woche

Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]

Trotz der waldreichen Umgebung besitzt Bachfeld eher eine landwirtschaftliche Prägung. Viele Einwohner pendeln zur Arbeit ins nahe gelegene Coburg.

Bachfeld besitzt einen Bahnhof an der Hinterlandbahn, die Meiningen mit Sonneberg verbindet. Außerdem liegt der Ort an der B 89, die ebenfalls von Meiningen nach Sonneberg führt. Weitere Straßen verbinden den Ort mit Katzberg und mit Sachsenbrunn.

Dialekt [Bearbeiten]

In Bachfeld wird Itzgründisch, ein mainfränkischer Dialekt, gesprochen.

Sonstiges [Bearbeiten]

Während des Zweiten Weltkrieges mussten Frauen und Männer aus Russland in der Landwirtschaft Zwangsarbeit verrichten.[2]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung nach Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften (Hilfe dazu)
  2. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933-1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 282, ISBN 3-88864-343-0

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Bachfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien