Schalkau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Schalkau
Schalkau
Deutschlandkarte, Position der Stadt Schalkau hervorgehoben
50.39444444444411.008611111111400Koordinaten: 50° 24′ N, 11° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Sonneberg
Höhe: 400 m ü. NN
Fläche: 33,58 km²
Einwohner: 3390 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 101 Einwohner je km²
Postleitzahl: 96528
Vorwahl: 036766
Kfz-Kennzeichen: SON
Gemeindeschlüssel: 16 0 72 015
Stadtgliederung: 8 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung: Markt 1
96528 Schalkau
Bürgermeister: Reinhard Zehner (CDU)
Lage der Stadt Schalkau im Landkreis Sonneberg
Karte
Blick über die Stadt
Evangelische Johanniskirche

Schalkau ist eine Stadt in Thüringen im Landkreis Sonneberg.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Die Stadt liegt am Südhang des Thüringer Schiefergebirges im Tal der oberen Itz. 6 km nördlich der Stadt liegt der 867 Meter hohe Bleßberg.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden: Bachfeld, Sachsenbrunn, Siegmundsburg, Effelder-Rauenstein, Rödental, Lautertal, Eisfeld.

[Bearbeiten] Stadtgliederung

Die Stadt hat acht Stadtteile:

  • Almerswind mit Selsendorf
  • Ehnes
  • Emstadt mit Truckendorf und Görsdorf
  • Katzberg
  • Mausendorf mit Neundorf
  • Roth
  • Truckenthal
  • Theuern

[Bearbeiten] Geschichte

Die Stadt wird 1011 erstmalig urkundlich erwähnt. Im Jahr 1362 wurde Schalkau das Stadt- und Marktrecht verliehen. Im Mittelalter wurde die Geschichte der Siedlung maßgeblich durch das Adelsgeschlecht der Schaumberger bestimmt, die ihren Stammsitz auf der nahe gelegenen Schaumburg hatten.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden Schalkauer Einwohner aus politischen und religiösen Gründen verfolgt und im Gerichtsgefängnis Schalkau inhaftiert oder, wie ein Zeuge Jehovas, bis ins KZ Mauthausen deportiert. Seit 1934 schlossen sich 200 evangelische Einwohner der Bekennenden Kirche (BK) am Ort an, die von den Pfarrern Raatz und Graser geleitet wurde. Beide verloren 1935 ihr Pfarramt in der Thüringer Kirche. Während des Zweiten Weltkrieges mussten mehr als 220 Kriegsgefangene aus Frankreich sowie Frauen und Männer aus Polen, Russland und der Ukraine Zwangsarbeit verrichten: in den Bruhn-Werken GmbH und bei der Firma A.H. Schwesinger. Drei der Zwangsarbeiter(innen) wurden mit Gefängnishaft bestraft.[2]

[Bearbeiten] Eingemeindungen

In den 1990er Jahren wurden einige umliegende Gemeinden (mit den oben genannten Ortsteilen) in die Stadt eingegliedert:

  • am 1. Januar 1992 Roth und Theuern
  • am 1. Juni 1992 Mausendorf und Truckenthal
  • am 14. Juli 1993 Katzberg
  • am 8. Februar 1994 Ehnes und Emstadt
  • am 1. Juli 1994 Almerswind.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung: (Stand am 31.12.)

  • 1994: 3765
  • 1995: 3730
  • 1996: 3689
  • 1997: 3654
  • 1998: 3689
  • 1999: 3500
  • 2000: 3498
  • 2001: 3481
  • 2002: 3463
  • 2003: 3415
  • 2004: 3417
  • 2005: 3367
  • 2006: 3338
  • 2007: 3390
Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik

[Bearbeiten] Politik

Zur erfüllenden Gemeinde Schalkau gehört die Gemeinde Bachfeld.

[Bearbeiten] Stadtrat

Der Rat der Stadt Schalkau besteht aus 16 Ratsfrauen und Ratsherren.

(Stand: Kommunalwahl am 27. Juni 2004)

[Bearbeiten] Städtepartnerschaft

Seit 1990 besteht eine Partnerschaft mit der fränkischen Nachbarstadt Rödental.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

Durch den Ort führt die Hinterlandbahn, eine eingleisige Nebenbahn von Eisfeld über Schalkau nach Sonneberg. Alle Ortsteile sind an das Liniennetz der Omnibus Verkehrs Gesellschaft Sonneberg/Thür. angebunden, welches Anbindungen an die Kreisstadt Sonneberg sowie die Städte Rödental und Coburg sichert. Außerdem führt die B 89 durch Schalkau. Weitere Straßen führen von Schalkau nach Rödental und Steinheid.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Quellen

  1. Thüringer Landesamt für Statistik: Bevölkerung nach Gemeinden
  2. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933-1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 287, ISBN 3-88864-343-0

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Schalkau – Bilder, Videos und Audiodateien
Persönliche Werkzeuge
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