Balatonlelle

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Balatonlelle
Wappen von Balatonlelle
Balatonlelle (Ungarn)
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Basisdaten
Staat: Ungarn
Region: Südtransdanubien
Komitat: Somogy
Kleingebiet bis 31.12.2012: Fonyód
Koordinaten: 46° 47′ N, 17° 42′ O46.78666666666717.696111111111Koordinaten: 46° 47′ 12″ N, 17° 41′ 46″ O
Fläche: 43,23 km²
Einwohner: 4.824 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte: 112 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+36) 85
Postleitzahl: 8638
KSH kódja: 33862
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Stadt
Bürgermeister: István Kenéz
Postanschrift: Petőfi u. 2
8638 Balatonlelle
Webpräsenz:
(Quelle: A Magyar Köztársaság helységnévkönyve 2011. január 1. bei Központi statisztikai hivatal)

Balatonlelle ist eine Stadt am Südostufer des Balaton in Ungarn. Sie liegt im Komitat Somogy im Kleingebiet Fonyód und hat 4824 Einwohner (1. Januar 2011) am flachen Ufer des Plattensees (Balaton).

Die Stadt verfügt wie die Nachbarstadt Balatonboglár über einen kleinen Hafen am Balaton, einen Bahnhof sowie einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Budapest–Nagykanizsa, einen Autobahnanschluss zur M7 und ist auf Tourismus ausgerichtet.

katholische Kirche von 1943

Geschichte[Bearbeiten]

Die Region um den Balaton ist seit rund 6000 Jahren besiedelt, 1211 wurde das Gebiet von der Abtei von Tihany in Besitz genommen, der Ort selbst wurde urkundlich erstmals 1229 als Felső-Gamás erwähnt. 1550 kam der Ort unter türkische Herrschaft, ein Großteil der Einwohner floh und kehrte erst nach der Rückeroberung 1580 zurück. Bis ins 18. Jahrhundert war Lelle im Besitz der Adelsfamilie Majtényi und kam dann in das Eigentum des Adelsgeschlechts der Szalays, in diese Zeit fällt auch der Beginn des Schulwesens im Ort im Jahre 1720. 1848 bekam Lelle dann den Status einer Marktgemeinde, ab 1864 wurde der Name offiziell auf den bis heute gültigen Namen Balatonlelle geändert. 1882 kam es im Zuge einer Verwaltungsreform zum Zusammenschluss mehrerer Orte und Balalonlelle wurde das Zentrum einer Kleingemeinde zusammen mit den Nachbardörfern Boglár, Faluszemes und Őszöd. In den Jahrzehnten nach 1895 wurde im Ort auch eine Schule errichtet und ausgebaut, der Ort selber entwickelte sich wie auch seine Nachbarorte zu einem Urlaubszentrum am Balaton.

Blick auf einen Teil der Innenstadt

1978 vereinigte sich Lelle mit Boglár zu Boglárlelle, diese Verbindung wurde jedoch 1991 wieder aufgelöst. Während dieser Vereinigung erhob man die Gemeinde 1986 zur Stadt, diesen Status tragen beide Orte auch nach der Trennung weiter.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Szalay-Landschloss der Szalays in klassizistischem Stil von 1838
  • Jankovich-Landschloss von 1713, derzeit als Schule genutzt und 2003 renoviert
  • Dorfschmiede von 1820
  • römisch-katholische Kirche von 1943 (nach Plänen von Bertalan Árkay erbaut)
  • Heiliger Donatus-Kapelle in Kishegy im barocken Stil

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Balatonlelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien