Barbara Borchardt

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Barbara Borchardt, 2013

Barbara Borchardt (* 26. März 1956 in Altentreptow) ist eine deutsche Politikerin der Partei SED, PDS bzw. Die Linke. Sie war von 1998 bis 2002 Mitglied im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern und ist es erneut seit 2004.

Leben[Bearbeiten]

Borchardt machte 1974 ihr Abitur und war anschließend bis 1976 Mitarbeiterin im Rat des Kreises Templin. Danach war sie von 1976 bis 1978 Bürgermeisterin der Gemeinde Rutenberg (heute Teil der Stadt Lychen). Im Jahr 1977 begann sie ein Fernstudium der Staats- und Rechtswissenschaft, welches sie aber nur bis 1978 fortsetzte. Im Jahr 1979 wurde sie Bürgermeisterin der Gemeinde Groß Daberkow. Während dieser Zeit absolvierte sie von 1986 bis 1990 ein Fernstudium zur Diplomjuristin. Nach der Wiedervereinigung 1990 war sie zunächst bis 1991 arbeitslos. Sie wurde 1991 Mitarbeiterin im Arbeitslosenverband Deutschland e. V. und war zuletzt stellvertretende Geschäftsführerin im Landesverband Mecklenburg-Vorpommern. Sie ist konfessionslos, verheiratet und hat drei Kinder.

Politik[Bearbeiten]

Borchardt trat im Jahr 1976 der SED bei und blieb auch nach der Wende Mitglied der PDS, deren stellvertretende Kreisvorsitzende sie von 1990 bis 1999 in Strasburg war. Seit 1990 war sie Mitglied im PDS Landesvorstand, später stellvertretende Landesvorsitzende. Von 1990 bis 1994 war sie zudem Fraktionsvorsitzende der PDS im Kreistag Strasburg. Von 1997 bis 1998 war sie Sprecherin der Landesarmutskonferenz. Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 1998 wurde sie ins Landesparlament gewählt, dem sie vom 26. Oktober 1998 bis zum 22. September 2002 erstmals angehörte. Bei der darauffolgenden Wahl konnte sie nicht erneut einziehen und war die nächsten zwei Jahre erwerbslos. Sie war während dieser Zeit von 2002 bis 2003 Mitglied des Parteivorstandes der PDS und von 2003 bis 2004 Mitglied des Erwerbslosenbeirates. Am 2. Dezember 2004 rückte Borchardt in den Landtag nach, auch bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2006 konnte sie über die Landesliste der Linken erneut ins Parlament einziehen. Ihre Kandidatur im Landtagswahlkreis Parchim II blieb erfolglos. Von Juni 2005 bis Februar 2006 war sie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss der Regionen und von November 2006 bis Oktober 2011 war sie Vorsitzende des Petitionsausschusses. Seit November 2011 ist sie stellvertretende Ausschussvorsitzende. Borchardt ist Sprecherin der Fraktion Die Linke für Europa- und Rechtspolitik.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]