Bernard Buffet

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Portrait de Bernard Buffet von Reginald Gray, Paris 1964

Bernard Buffet (* 10. Juli 1928 in Paris; † 4. Oktober 1999 in Tourtour, Provence-Alpes-Côte d’Azur) war ein französischer Grafiker und Maler des Expressionismus. Darüber hinaus arbeitete er auch als Illustrator und Bühnenbildner.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Bernard Buffet studierte Kunstgeschichte am Lycée Carnot und zwischen 1943 bis 1945 an der École des Beaux-Arts in Paris. Buffet schloss sich mit andern Malern zur Gruppe «L’homme-témoin» zusammen und gehörte zur Szene der künstlerischen Avantgarde an. Ende der 1940er Jahre stellten die Maler Maurice Utrillo und Georges Rouault deren Freund Buffet dem Kunsthändler Maurice Girandin vor, und der nahm ihn unter Vertrag. In den folgenden Jahren entwickelte Buffet einen unverwechselbaren und realistischen Stil, dessen Vorbilder Rembrandt van Rijn, Théodore Géricault, Gustave Courbet, Henri Edmond Cross und Vincent van Gogh waren. Er wurde als Maler des Existenzialismus gefeiert, galt zeitweise als legitimer Nachfolger von Pablo Picasso und erzielte Preise wie dieser.

1950 bis 1958 lebte Bernard Buffet mit Pierre Bergé zusammen.[1] Im Jahre 1960 heirateten Bernard Buffet und die Sängerin und Schauspielerin Annabel Schwob. Aus der Verbindung gingen drei Kinder, Virginie (* 1962), Danielle (* 1963) und Nicolas (* 1973), hervor. Buffet, der später an der Parkinson-Krankheit litt und nicht mehr arbeiten konnte, nahm sich 1999 in seinem Haus in Tourtour das Leben.

Kunsthistorische Bedeutung[Bearbeiten]

Das Werk des Künstlers Bernard Buffet umfasst mehr als 8000 Gemälde sowie zahlreiche Druckgrafiken. Seine Werke sind in allen größeren Museen, wie der Tate Gallery in London oder dem Musée National d’Art Moderne in Paris, ausgestellt.

Zahlreiche seiner populären Bilder wurden reproduziert und in Kaufhäusern gerahmt angeboten. Ab den 1960er Jahren erfolgte ein jäher Preisabstieg, der bis heute anhält. Während in den Museen seine Werke vielfach ins Depot wanderten („… Bernard Buffet etwa wird heute nur noch als Kitschmaler angesehen“[2]), tauchten auf Flohmärkten ständig Buffet-Reproduktionen auf.

Bestimmte Themen-Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1952: La Passion du Christ
  • 1954: Horreur de la Guerre
  • 1958: Jeanne d'Arc
  • 1961: Portraits d'Annabel
  • 1962: La Chapelle de Château l'Arc
  • 1965: Les ecorches
  • 1967: La corrida
  • 1971: Les Folles
  • 1977: L'enfer de Dante
  • 1978: The French Revolution
  • 1988: Vingt mille lieues sous les mers
  • 1991: Souvenirs d'Italie
  • 1991: New York
  • 1992: Les Clowns Musiciens
  • 1992: Saint-Petersbourg
  • 1993: L'Empire ou les plaisirs de la guerre
  • 1993: Promenade Provencale
  • 1995: Sept peches capitaux
  • 1996: Pekin
  • 1998: La maison
  • 1999: Mes Singes
  • 2000: La mort

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Bernard Buffet. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 15, Saur, München u. a. 1996, ISBN 3-598-22755-8, S. 69
  • Bernard Buffet. In: Hans Vollmer: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 1. E. A. Seemann, Leipzig 1953, S. 348
  • Bernard Buffet, Fernand Mourlot: Bernard Buffet. Orangerie, 1967.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-126512006.html
  2. Interview mit Lucius Grisebach, Direktor des Neuen Museums Nürnberg. In: NZZ, Folio 10/00.