Betten VS

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VS ist das Kürzel für den Kanton Wallis in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Bettenf zu vermeiden.
Betten
Wappen von Betten
Staat: Schweiz
Kanton: Wallis (VS)
Bezirk: Östlich Raronw
Gemeinde: Bettmeralpi2
Postleitzahl: 3991
Koordinaten: 648640 / 13643246.37758.07083331203Koordinaten: 46° 22′ 39″ N, 8° 4′ 15″ O; CH1903: 648640 / 136432
Höhe: 1'203 m ü. M.
Fläche: 26.4 km²
Einwohner: 423 (31. Dezember 2013)
Einwohnerdichte: 16 Einw. pro km²
Website: gemeinde.bettmeralp.ch
Bettmeralp mit Bettmerhorn

Bettmeralp mit Bettmerhorn

Karte
Betten VS (Schweiz)
Betten VS
ww
Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 2014

Betten, walliserdeutsch Bätte [bætːə],[1] war bis zum 31. Dezember 2013 eine politische Gemeinde des Bezirks Östlich Raron im deutschsprachigen Teil des Schweizer Kantons Wallis. Am 1. Januar 2014 fusionierte die Gemeinde mit Martisberg zur neuen Gemeinde Bettmeralp. Der heutige Ortsteil Betten ist Sitz der Gemeindebehörden und der Schule der neuen Gemeinde.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Dorf und Egga in Betten auf einer Terrasse des Rhônetals in 1200 m Höhe und der Bettmeralp im Aletschgebiet auf 1950 m Höhe. Diese kann nur über eine Luftseilbahn (oder zu Fuss) erreicht werden. Die Bettmeralp liegt im Bereich der seit 2002 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärten Bergregion Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn.

Geschichte und Ortsname[Bearbeiten]

1243 wurde der Ort erstmals als Bettan erwähnt. Der Ortsname geht wahrscheinlich auf das schweizerdeutsche Gattungswort Bett im Sinne von «Wildheuplanke, Heubett» zurück. Die ältere Rückführung auf keltisch betwas «Birkengehölz» wird von den älteren Belegen nicht gestützt. Volksetymologisch wird der Ortsname auf das Verb beten bezogen; die Einwohner sollen in der Pestzeit von 1720/30 so laut gebetet haben, dass man sie bis ins Tal hinunter gehört habe.[1]

Kirchlich gehörte Betten bis 1910 zu Mörel. 1676 und 1853 brannte das Dorf fast vollständig ab.[2] Um 1930 begann der Tourismus, 1951 wurde die Luftseilbahn von der Hauptstrasse 19 im Rhonetal nach Betten gebaut, auf der sich 1972 ein schwerer Unfall mit 12 Todesopfern ereignete. 1974 wurde eine zweite, wesentlich grössere Bahn zusätzlich direkt auf die Bettmeralp gebaut, 1985 folgte eine Strasse nach Betten. Der wirtschaftliche Schwerpunkt verlagert sich auf Grund des Tourismus zunehmend auf die Bettmeralp.

Literatur[Bearbeiten]

  • Philipp Kalbermatter: Betten im Historischen Lexikon der Schweiz.
  •  Walter Ruppen: Betten. In: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (Hrsg.): Kunstdenkmäler der Schweiz Bd. 84 (= Die Kunstdenkmäler des Kantons Wallis. Der Bezirk Östlich-Raron Bd. 3). Wiese Verlag, Basel 1991, ISBN 3-909158-58-7, S. 178–207.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Betten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 146 f.
  2. Charles Knapp, Maurice Borel, Victor Attinger, Heinrich Brunner, Société neuchâteloise de géographie (Herausgeber): Geographisches Lexikon der Schweiz. Band 1: Aa – Emmengruppe. Verlag Gebrüder Attinger, Neuenburg 1902, S. 240, Stichwort Betten  (Scan der Lexikon-Seite).
Dorfkirche von Betten