Blender (Landkreis Verden)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Blender
Blender (Landkreis Verden)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Blender hervorgehoben
52.9166666666679.133333333333312Koordinaten: 52° 55′ N, 9° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Verden
Samtgemeinde: Thedinghausen
Höhe: 12 m ü. NHN
Fläche: 38,31 km²
Einwohner: 2882 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner je km²
Postleitzahl: 27337
Vorwahl: 04233
Kfz-Kennzeichen: VER
Gemeindeschlüssel: 03 3 61 002
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Verdener Weg 1
27337 Blender
Webpräsenz: www.thedinghausen.de
Bürgermeister: Axel Rott (CDU)
Lage der Gemeinde Blender im Landkreis Verden
Emtinghausen Riede Dörverden Blender Ottersberg Oyten Achim Bremen Langwedel Thedinghausen Verden (Aller) Kirchlinteln Landkreis Verden Niedersachsen Landkreis Diepholz Landkreis Nienburg/Weser Landkreis Heidekreis Landkreis Osterholz Landkreis Rotenburg (Wümme)Karte
Über dieses Bild

Blender ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Thedinghausen im Landkreis Verden in Niedersachsen. Die Gemeinde erstreckt sich auf einer Fläche von 38,31 km².

Geografie[Bearbeiten]

Neben der Ortschaft Blender gehören die Orte Adolfshausen, Amedorf, Einste, Gahlstorf, Hiddestorf, Holtum-Marsch, Intschede, Oiste, Reer, Ritzenbergen, Seestedt, Varste und Winkel zur Gemeinde.

Naturschutzgebiet Östlich vom Ortskern von Blender befindet sich der 6,3 ha große Blender See. Er erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung, ist ca. 1000 m lang, maximal 100 m breit und seit 1936 Naturschutzgebiet. Auf einem ca. 50 m langen Abschnitt gibt es eine Badestelle mit Steg und Sprungturm.

Geschichte[Bearbeiten]

Windmühle Blender

Ältester Ort in der Gemeinde ist Oiste, das 860 erwähnt wird. Ritzenbergen und Amedorf werden 935 in Urkunden erwähnt. Die erste historische Erwähnung von Blender findet 1186 als blendere statt. Weitere alte Ortschaften sind Intschede, die bereits 1124 erwähnt wird, sowie Hiddestorf, das 1179 erstmals genannt wird.

Die Zugehörigkeit der Ortschaften zu Ämtern und Landkreisen wechselte. Teilweise gehörten die Ortschaften zur Grafschaft Hoya, zu Verden oder zu Schwarme.

Seit 2008 existiert eine Homepage über Alt-Blender. Auf ihr befinden sich Bilder und Unterlagen zur Geschichte der Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Einste, Intschede und Oiste eingegliedert.[2]

Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Gemeinde Blender ist wie alle Gemeinden der Samtgemeinde Thedinghausen mit dem öffentlichen Personennahverkehr verbunden. Es besteht eine Buslinie zwischen Verden und Thedinghausen. Arzt, Kindergarten,Grundschule, Geldinstitute, Pizzeria sowie ein Bäcker ist vorhanden. In Intschede besteht eine Schleusenanlage mit Wasserstandsmessung. Schon früh war der Ort zu einer Zollstation für den Schiffsverkehr auf der Weser geworden.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2011[3]
Wahlbeteiligung: 56,03 (2006: 32,37 %)
 %
50
40
30
20
10
0
47,39 %
42,90 %
7,56 %
2,12 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-4,72 %p
+3,04 %p
+3,40 %p
-1,74 %p

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat aus Blender setzt sich aus 13 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

CDU SPD WG Blender Gesamt
2006 6 Sitze 6 Sitze 1 Sitz 13 Sitze
2011 6 Sitze 6 Sitze 1 Sitz 13 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011)

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • Rolf Thies (Sozialdemokratische Partei Deutschlands [SPD])

Wappen[Bearbeiten]

In Silber ein roter Pfahl, belegt mit einem schräg nach rechts aufgerichteten, mit dem Bart nach links gewandten silbernen Schlüssel gotischer Form mit Vierpassreite („Bremer Schlüssel“), begleitet vorn von einem schwarzen Nagelkreuz (Verden), hinten von einer nach vorn gerichteten aufrechten rot bewehrten schwarzen Bärentatze (Grafschaft Hoya). Im durch Wellenschnitt abgeteilten blauen Schildfuß ein nach hinten offener goldener Armreif.

Religion[Bearbeiten]

Kirche der Ev.-luth. Gemeinde Blender, Januar 2012

In der Gemeinde Blender gibt es insgesamt drei evangelische Kirchen. Sie gehören zur Evangelischen Landeskirche Hannover und sind seit 1970 zu einem Pfarramt vereinigt, jedoch weiterhin selbständig.

  • Ev.-luth. Gemeinde Blender: Die Gemeinde wurde 1126 gegründet. Die Einführung der Reformation erfolgte nach 1558. Die heutige Kirche wurde zwischen 1825 und 1827 von Ludwig Hellner erbaut. Der barocke Westturm stammt aus dem Jahr 1764.[4]
  • Ev.-luth. Gemeinde Intschede: Die Gemeinde wurde 1120 gegründet. Die Einführung der Reformation geschah erst 1574 als der letzte katholische Pastor Wolterus Bornemann starb. Die heutige St. Michaelis-Kirche zu Intschede wurde 1819 eingeweiht, nachdem die alte Kirche wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste.
  • Ev.-luth. Gemeinde Oiste: Oiste war ursprünglich Filialkirche von Wechold. 1420 wurde erstmals ein Kirchenbau erwähnt. Oiste war von 1936 bis 1953/57 Sitz der Landessuperintendentur des Sprengels Verden-Hoya der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Die heutige Kirche stammt aus dem Jahr 1832 und wurde von Friedrich August Ludwig Hellner entworfen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Blender (Landkreis Verden) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 247.
  3. http://www.thedinghausen.de/wahlen/kommunal/2011/blender/00_tabelle.html
  4. BLENDER Kr. Verden. Ev. Kirche. In: Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Bremen Niedersachsen. Deutscher Kunstverlag, München / Berlin 1992, ISBN 3-422-03022-0, Seite 228