Bob Backlund

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Robert Louis Backlund Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
Backlund199809.jpg
Daten
Ringname(n)
Bob Backlund
Mr. Backlund
Körpergröße 183 cm
Kampfgewicht 110,5 kg
Geburt 14. August 1950
Princeton, Minnesota
Wohnsitz Glastonbury, Connecticut
Angekündigt aus Princeton, Minnesota
Trainiert von Eddie Sharkey
Debüt 1973

Robert (Bob) Louis Backlund (* 14. August 1950 in Princeton, Minnesota) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Wrestler. Backlund war Ende der 1970er Jahre als (W)WWF Champion das Aushängeschild der damaligen Worldwide Wrestling Federation (WWWF) bzw. später WWF. Seine erste Titelregentschaft von 1978 bis 1983 gilt offiziell als zweitlängste in der Geschichte dieses Titels.

Karriere[Bearbeiten]

AWA, NWA und WWWF[Bearbeiten]

Bob Backlund war Ringer an der North Dakota State University und gewann 1971 die Division II NCAA Championship bis 80 Kg. Nach Training durch Eddie Sharkey wechselte er zum professionellen Wrestling- Backlund begann seine Karriere 1973 in der Organisation Verne Gagnes, der AWA. Ein Jahr später bereits wechselte er in die NWA, wo er im März 1974 durch einen Sieg gegen Terry Funk Western States Heavyweight Champion werden durfte. Nachdem er in den folgenden Jahren auch in Georgia, Missouri und Florida zu Titelehren gekommen war, engagierte ihn Vincent J. McMahon 1977 für die aufstrebende World Wide Wrestling Federation (WWWF, heute als World Wrestling Entertainment bekannt). Hier durfte er im Februar 1978 durch einen Sieg über „Superstar“ Billy Graham im Madison Square Garden den WWF Champion-Titel erhalten.

Auf einer Japan-Tour 1979 verlor er den Titel kurzzeitig an Antonio Inoki, was allerdings in den USA weder bekanntgegeben, noch in den Titelhistorien anerkannt wurde. Nachdem er den Titel bis 1983 u. a. erfolgreich gegen Pat Patterson, Don Muraco, Greg Valentine, Harley Race und Ric Flair verteidigt hatte, sollte sein Ringcharakter zum Bösewicht umgebaut werden und Backlund den Titel an Hulk Hogan abgeben. Backlund weigerte sich und so verlor er den Titel am 26. Dezember 1983 auf sehr kontroverse Art und Weise an den Iron Sheik, als sein Manager Arnold Skaaland das Handtuch warf. Backlund wurde kurz darauf als verletzt deklariert, um den fehlenden Rückkampf zu erklären, und Hogan erhielt jenen Titelkampf.

UWA und WWF[Bearbeiten]

In den folgenden Jahren verschwand er weitgehend von der Bildfläche und trat ab und an in kleineren Ligen wie der UWF auf.

1992 kehrte er in die WWF zurück. Da sein als Mat-Wrestling bezeichneter Stil bei der neuen Generation von Wrestling-Fans nicht mehr ankam, ging er für einige Zeit nach Japan, wo er mit Scott Putski und dem Warlord den WAR Wold-6-Men-Tag-Team-Title gewinnen durfte, und kehrte dann als wahnsinniger Bösewicht zurück. Er behauptete laut Skript, immer noch Champion zu sein, da er den Titel nie regulär verloren hätte, und forderte den Champion Bret Hart heraus.

Am 23. November 1994 erhielt er den Titel gegen Bret Hart. Hierbei wurde das Motiv seines eigenen irregulären Titelverlusts wieder aufgegriffen und Backlund gewann, weil Brets Mutter Helen Hart das Handtuch warf. Drei Tage später verlor Backlund den Titel in Rekordzeit an Diesel (Kevin Nash). Sein letzter großer Kampf war eine Niederlage bei Wrestlemania XI gegen Bret Hart. In den folgenden Jahren war er in der WWF kurzzeitig als Manager von The Sultan und Kurt Angle tätig. Am 21. Januar 2013 gab die WWE bei der Show WWE Raw die Aufnahme Backlunds in die WWE Hall of Fame am Tag vor WrestleMania XXIX bekannt.

Nach der Vollzeitkarriere[Bearbeiten]

Beim Final Resolution 2007 PPV von Total Nonstop Action Wrestling war Bob Backlund Teil der Jury beim Finale der Paparazzi Championship Series zwischen Alex Shelley und Austin Starr. In den darauf folgenden Wochen entwickelte sich dann eine Fehde zwischen Backlund und Starr. Seitdem machte Backlund vereinzelt Gastauftritte bei verschiedenen Promotions zu besonderen Anlässen.

Titel[Bearbeiten]

Datum des Titelgewinns Titel gewonnen gegen… Datum des Titelverlusts verloren an
März 1974 Western States Heavyweight Title Terry Funk Mai 1974 Karl von Steiger
Oktober 1975 Georgia Tag Team Title (mit Jerry Brisco) Mr. Fuji & Toru Tanaka Dezember 1975 Les Thornton & Tony Charles
23. April 1976 Missouri Heavyweight Title Harley Race 26. November 1976 Jack Brisco
Mai 1976 Florida Tag Team Title (mit Steve Keirn) „Cowboy“ Bob Orton & Bob Roop Oktober 1976 Hollywood Blondes (Buddy Roberts & Jerry Brown)
20. Februar 1978 WWWF Heavyweight Title „Superstar“ Billy Graham 30. November 1979 Antonio Inoki
6. Dezember 1979 WWF Heavyweight Title Bobby Duncum Sr. (Titel war vakant) 26. Dezember 1983 The Iron Sheik
26. August 1994 WAR 6-Men-Tag-Team-Title (mit Scott Putski und dem Warlord) Jado, Gedo & Hiromichi Fuyuki 1. September 1994 Jado, Gedo & Hiromichi Fuyuki
23. November 1994 WWF World Heavyweight Title Bret Hart 26. November 1994 Diesel

Privates[Bearbeiten]

Backlund ist seit 1974 mit einer Physiklehrerin namens Corki verheiratet. Ihre gemeinsame Tochter Carrie wurde wenige Jahre später geboren.[1]

Im Jahr 2000 bewarb er sich in Connecticut erfolglos als Kandidat der Republikaner um einen Sitz im Kongress.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Men Who Put Foes in Headlocks Now Try to Get a Grip on Politics query.nytimes.com am 17. Mai 1999