Madison Square Garden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Madison Square Garden
The Garden
MSG
Madison Square Garden
Der Madison Square Garden im Jahr 2003 mit einem Banner des Films Runaway Jury (Die Jury)
Der Madison Square Garden im Jahr 2003 mit einem Banner des Films Runaway Jury (Das Urteil – Jeder ist käuflich)
Daten
Ort Vereinigte StaatenVereinigte Staaten New York City, New York, USA
Koordinaten 40° 45′ 1″ N, 73° 59′ 35″ W40.750277777778-73.993055555556Koordinaten: 40° 45′ 1″ N, 73° 59′ 35″ W
Eigentümer Cablevision
Betreiber Cablevision
Eröffnung 11. Februar 1968 (Vierter MSG)
Oberfläche Parkett
Eisfläche
Kosten 123 Mio. US-Dollar
Architekt Charles Luckman Associates,
Ellerbe Becket
Kapazität 19.763 Plätze (Basketball)
18.200 Plätze (Eishockey)
20.000 Plätze (Konzerte)
Verein(e)
Der Madison Square Garden mit Radrennbahn im Jahr 1907
Madison Square Garden während eines Heimspiels der Rangers

Der Madison Square Garden, auch als The Garden bekannt und mit MSG abgekürzt, ist eine Mehrzweckarena in New York City. Die Halle hat ihren eigenen Fernsehsender und bezeichnet sich selbst als „The World's Most Famous Arena“ („Die berühmteste Arena der Welt“). Die Mehrzweckarena in Manhattan wird vor allem für Sportveranstaltungen (Boxen, Basketball, Eishockey) und Konzerte genutzt.

Geschichte[Bearbeiten]

Es gab insgesamt vier Gardens, wobei der erste Garden um 1880 gebaut wurde und als Zirkusarena diente. Mit zunehmender Industrialisierung wandte man sich vom Zirkusleben ab, demontierte den ersten Garden und baute im Laufe von 120 Jahren drei weitere Gardens.

Das 1890 von dem Stararchitekten Stanford White erbaute zweite Gebäude war das letzte, das sich noch tatsächlich am Madison Square befand. Es wurde 1928 abgerissen und der Standort der Nachfolgebauten weiter nach Norden, Richtung Westside verlegt. Das heutige MSG-Gebäude wurde ab 1963 über den Gleisanlagen des Bahnhofs Pennsylvania Station errichtet, dessen Gebäude im „Beaux-Arts“-Stil hierfür 1964 abgerissen wurde. Die Arena besteht heute aus Kongresszentrum, Kino, Theater und Sportfeld.

Im Juli 2013 stimmte der Stadtrat von New York als Eigentümer für eine letztmalige Verlängerung des Mietvertrages um zehn Jahre mit den Betreibern. In dieser Zeit muss der Madison Square Garden erneut umziehen, um für den Zeitraum danach die Modernisierung der angrenzenden U-Bahn-Station Pennsylvania Station zu ermöglichen.[1]

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Im MSG tragen sowohl das Basketballteam der New York Knicks als auch das Eishockeyteam der New York Rangers ihre Heimspiele aus. Der MSG bietet bei Spielen der Knicks 19.763 Zuschauern Platz, bei Eishockeyspielen 18.200 Zuschauern. Es traten auch viele bekannte Musiker bereits im MSG auf; am häufigsten Elton John und Billy Joel, die bereits mehr als 60 Mal hier auftraten.[2] Bei Konzerten bietet der Garden bis zu 20.000 Zuschauern Platz.

Jeweils im Februar beherbergt der MSG die Westminster Kennel Club Dog Show, die älteste Hundeausstellung der Welt. Gelegentlich dient der Madison Square Garden als Drehort für Filme; in Godzilla legt die Riesenechse hier ihre Eier ab, weshalb im Film der MSG durch zwei Raketen zerstört wird. Der Garden wird ebenfalls für geschäftliche und private Feiern vermietet; 2004 war er Schauplatz des Parteitags der Republikaner.

Geburtsstätte der Sechstagerennen[Bearbeiten]

1879 wurde das Sechstagerennen von England in die USA importiert und fand seine dortige Heimstatt im Madison Square Garden. Zunächst fuhren einzelne Fahrer sechs Tage am Stück, seit 1899 jedoch in der noch heute üblichen Form in Teams als Zweier-Mannschaftsfahren, weshalb diese Disziplin international auch „Madison“ genannt wird.[3] Zwischen 1899 und 1961 fanden im Madison Square Garden 70 Sechstagerennen statt.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Madison Square Garden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. eishockeynews.de: Zehn Jahre Ultimatum: New Yorker Madison Square Garden muss wieder einmal umziehen Artikel vom 26. Juli 2013
  2. setlist.fm: Konzertliste des Madison Square Garden (englisch)
  3. Fredy Budzinski: Sechs Tage auf dem Rade, Berlin 1928, S. 8
  4. Jacq van Reijendam: 6-daagsen-statistieken 2009