Border Zone

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Border Zone ist ein Computerspiel der US-amerikanischen Firma Infocom aus dem Jahr 1987. Es gehört zum Genre der Textadventures (Interactive Fiction).

Handlung[Bearbeiten]

Die Handlung im Stil eines Spionageromans spielt zur Zeit des Kalten Krieges in der fiktiven Stadt Ostnitz, die an der Grenze zwischen den (ebenfalls fiktiven) Staaten Frobnia und Litzenburg liegt. In den drei Teilen des Adventures schlüpft der Spieler jeweils in die Rolle eines amerikanischen Geschäftsmanns, eines verwundeten amerikanischen Agenten und einen amerikanisch-sowjetischen Doppelagenten. Die drei Spielteile sind miteinander verknüpft; so trifft der Spieler beispielsweise im ersten Teil als amerikanischer Geschäftsmann den verwundeten Agenten, einen Nicht-Spieler-Charakter, den er im zweiten Teil dann selbst verkörpert. Ziel des Spiels ist es, einen Anschlag auf den amerikanischen Botschafter in Ostnitz zu verhindern.

Spielprinzip[Bearbeiten]

Das Text-Adventure wird über Tastatur gesteuert, wobei englische Worte, Kurzsätze und komplexere Sätze über eine Text-Parser eingegeben werden. Border Zone wird in Echtzeit gespielt. Die Packungsbeilage enthält einen Frobnia-Reiseführer, eine Landkarte der Grenzregion zwischen Frobnia und Litzenburg sowie weitere, zur Spiellösung nützliche Gegenstände.

Entwicklungs- und Produktionsdetails[Bearbeiten]

Border Zone hat keine Grafik und keinen Sound. Technische Entwicklungsbasis ist die Z-machine; die Umsetzung erfolgte für den C 64, DOS, Atari ST, Mac OS und Apple II. Obwohl alle anderen Infocom Textadventures für den Amiga erscheinen sind, ist Borderzone nicht am Amiga erschienen. Dies ist umso verwunderlicher, da Borderzone problemlos mit der Amiga Version des Infocom Interpreters läuft. Entwickler war Marc Blank.[1]

Rezeption[Bearbeiten]

In einer Rezension des New York Magazin von 1987 wurde Border Zone als spannendes Textadventure mit Stilelementen von Alfred Hitchcock, Ian Fleming und John le Carré charakterisiert.[2] Eine Untersuchung zur Computerspielgeschichte und -theorie aus dem Jahr 2006 würdigte einerseits das handwerklich überzeugend gemachte Spiel und die gut geschriebene Handlung. Andererseits wurde die "Echtzeit"-Spielweise von Border Zone bemängelt, bei der es sich zwar um ein interessantes, aber für Textadventures (Interactive Fiction) letztlich ungeeignetes Experiment gehandelt habe.[3]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Überblick zu Entwicklung und Produktion unter Border Zone bei MobyGames (englisch).
  2. Vgl. Phoebe Hoban: From Frobnia with Love. In: New York Magazine, Ausgabe vom 7. Dezember 1987, S. 44.
  3. Vgl. Jimmy Maher: Let's Tell a Story Together. A History of Interactive Fiction. Senior Honor's Thesis, University of Texas, Dallas 2006 (Kapitel 5 The Infocom Canon - Late Experiments in Form: Border Zone and Beyond Zork).