Borinage

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Das Borinage ist eine Industrielandschaft rund um die Stadt Mons in der belgischen Provinz Hennegau.

Es war seit dem 18. Jahrhundert eines der bedeutendsten Steinkohlereviere Europas. Der Name der Region leitet sich von borin oder borain, einem französischen Wort für Kumpel, ab. Das Suffix -age bezeichnet hier zum einen ein Kollektivum, hat aber auch eine durchaus pejorative Konnotation.

Im 19. Jahrhundert wuchs die Gegend zum neben Charleroi bedeutendsten Industriezentrum Walloniens an. Die harten Lebensbedingungen der Bergarbeiter beeinflussten Vincent van Gogh, der nach seiner kurzen Zeit als Hilfsprediger im Borinage (um 1879) beschloss, Maler zu werden. Seit in den 1960er Jahren die letzten Zechen schlossen, weist die Region die höchste Arbeitslosigkeit in Belgien aus. Bekannt wurde das Borinage durch eine gleichnamige Reportage von Egon Erwin Kisch.

[Bearbeiten] Literatur

  • Egon Erwin Kisch: Borinage, vierfach klassisches Land (1934), in: ders., Der rasende Reporter, Aufbau Verlag, Berlin 1953, S. 9-29-

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Borinage – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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