Boston (Band)

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Boston
Boston
Gründung 1969
Genre Rock
Website http://www.bandboston.com/
Gründungsmitglieder
Gitarre, Bass, Schlagzeug, Keyboard Tom Scholz
Gesang, Gitarre Brad Delp (1969–1990, 1994–2007)
Schlagzeug Jim Masdea (1969–1975, 1984–1987)
Gitarre Barry Goudreau (1969–1980)
Aktuelle Besetzung
Gitarre, Bass, Schlagzeug, Keyboard Tom Scholz (seit Gründung)
Gitarre Gary Pihl (seit 1987)
Bass, Gesang Kimberley Dahme (seit 2002)
Schlagzeug Jeff Neal (seit 2002)
Gesang Tommy DeCarlo (seit 2008)
Gesang, Gitarre Michael Sweet (seit 2008)
Ehemalige Mitglieder
Schlagzeug David Currier (1975)
Schlagzeug Sib Hashian (1975–1982)
Bass Fran Sheehan (1975–1980)
Bass David Sikes (1987–1997)
Schlagzeug Doug Huffman (1987–1994)
Schlagzeug Curly Smith (1994–1997)
Gesang, Gitarre Fran Cosmo (1990–2006)
Gesang, Gitarre Anthony Cosmo (1997–2006)
Schlagzeug Anthony Citrinite (2001)
Schlagzeug Tom Moonan (2004)
Gesang, Gitarre Brad Delp (1969–1990, 1994–2007)

Boston ist eine US-amerikanische Rock-Band, die ihre größten Erfolge in den 70er und 80er Jahren feierte. In wechselnden Besetzungen besteht die Gruppe bis heute, wobei Tom Scholz als Gitarrist, Autor und Produzent das letzte verbliebene Gründungsmitglied ist. Die bekanntesten Stücke von Boston sind „More Than a Feeling“, „Don’t Look Back“ und „Amanda“.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Die Vorgeschichte zu Boston begann bereits 1969, als Scholz der Band Mother’s Milk um den Gitarristen Barry Goudreau, den Sänger Brad Delp (der sich am 9. März 2007 das Leben nahm) und den Schlagzeuger Jim Masdea als Keyboarder beitrat. Obwohl die Band nicht sehr lange Bestand hatte, begann Scholz in seinem privaten Tonstudio in Wayland damit, eine Serie von Demotapes mit selbstgeschriebenen Songs aufzunehmen. Anfangs war er hauptsächlich ein Keyboarder und Techniker, der von Goudreau, dem Sänger Brad Delp und dem Schlagzeuger Jim Masdea begleitet wurde. Die erste Serie von Kassetten konnte die Aufmerksamkeit der Plattenfirmen nicht erregen, aber auf ein zweites Set, auf dem größtenteils er selbst an der Gitarre zu hören war, wurde die Plattenfirma Epic Records aufmerksam.

Als die Band bei Epic vorspielen sollte, kam der Bassist Fran Sheehan zur Band. Für die Aufnahmen zum Debütalbum in den Jahren 1975 und 1976 wurde, auf Wunsch der Plattenfirma, der Platz hinter dem Schlagzeug von Sib Hashian besetzt, da sie mit Mashdea unzufrieden gewesen war. Das Album erschien 1976 und bestand vor allem aus dem alten Demomaterial.Das Album war sehr erfolgreich und wird in den USA noch heute als eines der erfolgreichsten Debütalben einer Musikgruppe bezeichnet. Es wurden 17 Millionen Einheiten davon verkauft.[1] Erst Whitney Houston konnte mit ihrem Debüt 1986 diese Spitzenplatzierung toppen. [2] Die beiden Singles More Than a Feeling und Peace of Mind landeten auf den vorderen Plätzen der US-Billboard-Charts. [3]

Bis 1978 arbeitete Scholz am Nachfolger. Auf Drängen der Plattenfirma wurde das Album in diesem Jahr veröffentlicht. Mit Don’t Look Back konnte Boston an den alten Erfolg anknüpfen. Das Album erreichte Platz #1 der Charts und auch die gleichnamige Single erreichte die Top-5. [3] Nicht einverstanden mit dem Verhalten der Plattenfirma, beschloss Scholz sich beim dritten Album keinen Druck machen zu lassen. Insgesamt benötigte er acht Jahre, vom vorhergegangen Line-Up waren nur noch er und Brad Delp übrig. Third Stage (1986) knüpfte direkt an den alten Erfolg an und erreichte in den USA Spitzenpositionen. Das führte dazu, dass auch die beiden vorherigen Alben wieder in die Top 200 kamen. [3]

Bis in die 1990er Jahre führte Epic einen Prozess mit Scholz, da er durch die lange Aufnahmezeit seinen Vertrag gebrochen habe. 1990 wurde die Klage abgewiesen und die Plattenfirma zur Zahlung von Tantiemen in zweistelliger Millionenhöhe verurteilt. [4] Mit komplett neuer Besetzung arbeitete Scholz von da an am vierten Album von Boston. Walk on erschien 1994 und konnte nicht an den kommerziellen Erfolg der Vorgänger anknüpfen. Dem Album wurde konsequent Fernseh- und Radio-Airplay verweigert. Trotz des Erfolgs der Livekonzerte, bei denen Boston immer noch die Hallen füllen konnte, kündigte MCA Records den Vertrag. Scholz arbeitete auf eigene Kosten an einem Nachfolger. Brad Delp kehrte in den späten 1990ern zur Gruppe zurück. 1997 wurde ein Greatest Hits-Album veröffentlicht.

2002 stellte Boston einen Track auf der Downloadplattform MP3.com ein. Der Track wurde zum beliebtesten Download der Seite und erreichte ein Millionenpublikum. Das folgende Album Corporate America konnte allerdings nur einen Achtungserfolg erringen. Mehrere erfolgreiche Tourneen folgten.

Brad Delp beging am 9. März 2007 Suizid.

Michael Sweet, Sänger und Gitarrist der Metal Band Stryper, wurde als Sänger für die Brad Delp Tribut Tour angefragt. Der Erfolg dieser Konzerte führte zu einer weiteren Zusammenarebit der Band mit Sweet, der nun auch auf der aktuellen LP und bei weiteren Konzerten als Sänger und Frontman mitwirkt.

[Bearbeiten] Stil

Boston ist dem Genre Adult Oriented Rock (AOR) zuzuordnen. Ein Markenzeichen des Boston-Sounds ist die doppelt geführte Leadgitarre und die sehr harmonische Melodieführung. Zudem verwendet die Band keine Synthesizer, sondern als Keyboards lediglich Hammond-Orgel und Piano. Die synthetischen Sounds werden experimentell (z. B. mit alten Transistorradios) oder mit dem eigens von und für die Band entwickelten "Rockman" erzeugt. Dieser wird von der Gitarre angesteuert und erzeugt beispielsweise die „Streicher“ auf dem Album „Third stage“.

[Bearbeiten] Diskografie

[Bearbeiten] Studioalben

  • Boston (1976, remastered 2006)
  • Don’t look back (1978, remastered 2006)
  • Third Stage (1986)
  • Walk on (1994)
  • Corporate America (2002)

[Bearbeiten] Livealben/Compilations

  • Greatest Hits (1997)

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Quellen

  1. http://www.riaa.com/goldandplatinumdata.php?table=tblTop100
  2. Biografie im All Music Guide
  3. a b c Chartsplatzierungen im AMG
  4. Biografie auf Musicline.de
  5. a b Musicline.de: Chartverfolgung Boston
  6. a b hitparade.ch: Chartverfolgung Boston
  7. a b austriancharts.at: Chartverfolgung Boston
  8. a b ChartStats.com Chartverfolgung Boston
  9. a b Billboard.com Chartverfolgung Boston
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