Appetite for Destruction

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Appetite for Destruction
Studioalbum von Guns N' Roses
Veröffentlichung 21. Juli 1987
Label Geffen Records
Format CD, LP, MC
Genre Hard Rock
Anzahl der Titel 12
Laufzeit 53:48

Besetzung

Produktion Mike Clink

Studios

  • Rumbo Studios, Canoga Rark (USA)
  • Take One Studio, Burbank (USA)
  • Can Am Studio, Tarzana (USA)
Chronologie
Live ?!*@ Like a Suicide (EP)
(1986)
Appetite for Destruction G N’ R Lies
(1988)

Appetite for Destruction (engl. für: „Appetit auf Zerstörung”) ist das 1987 veröffentlichte Debütalbum der US-amerikanischen Hardrock-Band Guns N’ Roses. Es ist mit weltweit bekannten Songs wie Welcome to the Jungle, Paradise City oder Sweet Child o’ Mine und mehr als 30 Millionen verkauften Exemplaren bis heute eines der meistverkauften Rockalben aller Zeiten.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Album wurde am 21. Juli 1987 in den USA veröffentlicht. Charakteristisch für Appetite for Destruction ist der raue Klang der Gitarren, Slashs charakteristisches Solospiel und die ungeschönte, krächzende Stimme von W. Axl Rose. Auch das Cover Appetite for Destruction des Künstlers Robert Wiliams aus dem Jahre 1978 sorgte für Aufsehen, da es u. a. eine offensichtlich vergewaltigte Frau zeigte. Zudem weigerten sich viele Plattenläden, das Album mit diesem Cover zu verkaufen, daher wurde kurze Zeit später ein anderes eingesetzt (Roses Tattoo am Unterarm, das die ganze Band als Totenköpfe zu einem Kreuz angeordnet zeigt). Alben mit dem ursprünglichen Cover gelten als Rarität und begehrtes Sammlerobjekt. Erst im Sommer 1988 erreichte das Album Platz 1 der Billboard-Charts. Bis heute hat sich Appetite for Destruction allein in den USA mehr als 18 Millionen Mal verkauft. Die Schätzungen bezüglich der weltweiten Verkaufszahlen liegen laut RIAA bei 28 Millionen Exemplaren. Somit wäre es das erfolgreichste Debütalbum aller Zeiten. Zudem gilt es heute als Klassiker in der Geschichte des Rock n' Roll.

Inhaltlich befasst sich das Album mit den harten Anfangszeiten der Band (Sex, Drugs and Rock 'n' Roll) und dem perspektivlosen Leben der Bandmitglieder. So behandelt Mr. Brownstone die Erfahrungen der Band mit Heroin. Welcome to the Jungle beschreibt den Großstadtdschungel von Los Angeles, mit welchem sich auch Paradise City befasst. Paradise City kritisiert außerdem das Sozialsystem der USA, den „Traum” vom American Way of Life („Ragz to richez, or so they say...“) und die Hoffnungslosigkeit der jungen Generation.

In der 2007 vom deutschen Rock-Hard-Magazin herausgegebenen Liste der 500 besten Rock- und Metalalben belegte Appetite for Destruction Platz 171.

Titelliste[Bearbeiten]

  1. Welcome to the Jungle (Slash, Axl Rose/Axl Rose) – 4:32
  2. It’s So Easy (Duff McKagan, West Arkeen) – 3:21
  3. Nightrain (Izzy Stradlin, Duff McKagan, Axl Rose, Slash/Duff McKagan, Axl Rose) – 4:26
  4. Out Ta Get Me (Slash, Axl Rose, Izzy Stradlin/Axl Rose, Izzy Stradlin) – 4:20
  5. Mr. Brownstone (Izzy Stradlin, Slash) – 3:46
  6. Paradise City (Duff McKagan, Slash, Axl Rose, Izzy Stradlin/Axl Rose, Duff McKagan) – 6:45
  7. My Michelle (Izzy Stradlin/Axl Rose) – 3:38
  8. Think About You (Izzy Stradlin) – 3:49
  9. Sweet Child o’ Mine (Axl Rose, Slash, Izzy Stradlin/Axl Rose) – 5:54
  10. You’re Crazy (Slash, Izzy Stradlin, Axl Rose/Axl Rose, Izzy Stradlin) – 3:16
  11. Anything Goes (Izzy Stradlin, Axl Rose, Chris Weber/Izzy Stradlin, Axl Rose) – 3:25
  12. Rocket Queen (Axl Rose, Slash, Izzy Stradlin/Axl Rose) – 6:14

Singles und Musikvideos[Bearbeiten]

Welcome to the Jungle[Bearbeiten]

Welcome to the Jungle ist die erste Singleauskopplung aus dem Album Appetite for Destruction und somit auch das erste gedrehte Musikvideo der Band. Eingeleitet wird das Video mit einem damals noch jung und unverbraucht wirkenden Axl Rose, der mit einer umgedrehten Baseballmütze aus einem Bus aussteigt und einen Drogendealer (Izzy Stradlin) abwimmelt. Daraufhin sieht man Duff McKagan der als Stipperin in Strapse auftritt sowie Slash der vor dem Schaufenster eines Fernsehgeschäftes sitzt und sich mit Jack Daniels betrinkt.

Der Großteil des Videos besteht darauf aus Fernsehbildern, die Gewalt darstellen, und einem Auftritt in einem der damals üblichen Rock-Clubs. Axl Rose hat bei diesem Auftritt eine (als Hommage an die Finnische Band Hanoi Rocks) damals typische Hairspray-Metal Frisur. Dieses Video besitzt eine große Aussagekraft, erzählt es doch in Bildern viel von den Anfangsjahren der Band, vom Leben auf der Straße bis zu den exzessiven Partys mit zahlreichen Groupies.

In einer Schlüsselszene sitzt Rose vor einem Dutzend Fernsehschirmen auf einem Stuhl gefesselt und versucht sich verzweifelt zu befreien. Auf den Monitoren sieht man ebenfalls gewaltdarstellende Bilder. Zeitgleich zu dieser Szene singt Axl Rose: „You know where you are? You are in the Jungle, baby! You gonna die!“ (engl. für: „Weißt du wo du bist? Du bist im Dschungel. Du wirst sterben!”)

Sweet Child o’ Mine[Bearbeiten]

Die Band spielt in diesem Musikvideo eine Performance in einer Lagerhalle. Das Besondere daran ist, dass auch die Filmmannschaft bei der Arbeit gezeigt wird und die Szenen immer zwischen Schwarz-Weiß und Farbe wechseln. In einigen Szenen werden auch die Freundinnen der Bandmitglieder gezeigt, vor allem die Freundin von Rose, Erin Everly, um die es auch im Song geht. Das Video wurde Mitte April 1988 im Huntington Park in Kalifornien gedreht.

Paradise City[Bearbeiten]

Im August 1988 wurde das dritte Musikvideo, dieses Mal zu Paradise City, gedreht. Drehorte waren unter anderem das Giants Stadium in East Rutherford (New Jersey) und Castle Donington in Großbritannien. Im Video wird die Band bei zwei unterschiedlichen Konzerten gezeigt, die jeweils im Kontrast zueinander stehen, was unter anderem dadurch verdeutlicht wird, dass z. B. das Konzert in New Jersey in Farbe und der Auftritt in England in Schwarz-Weiß gezeigt wird. Zwischen diesen Live-Szenen sieht man die Band im Backstage-Bereich, beim Shopping in New York oder beim Proben. In einer kurzen Aufnahme zeigt Axl Rose ein Wehrmachts-Emblem mit Adler und Hakenkreuz mitsamt der Unterzeile „Access All Areas” – darunter ein weiterer Backstagepass. Vor dem folgenden Schnitt nickt Axl Rose der Kamera zu.

Weblinks[Bearbeiten]