Boyz n the Hood – Jungs im Viertel

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Filmdaten
Deutscher Titel Boyz n the Hood – Jungs im Viertel
Originaltitel Boyz n the Hood
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1991
Länge ca. 108 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie John Singleton
Drehbuch John Singleton
Produktion Steve Nicolaides
Musik Stanley Clarke
Roger Troutman
Kamera Charles Mills
Schnitt Bruce Cannon
Besetzung

Boyz n the Hood – Jungs im Viertel (Originaltitel: Boyz n the Hood) ist ein Kinofilm, der im Stadtteil South Central von Los Angeles spielt. Er kam am 12. Juli 1991 in den Vereinigten Staaten in die Kinos.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film handelt vom Erwachsenwerden des jungen Tré Styles, der nach einer Schlägerei in der Schule von seiner Mutter zum getrennt lebenden Vater abgeschoben wird, der in South Central Los Angeles wohnt. Er findet neue Freunde in der Nachbarschaft in einer Umgebung, die von unzähligen Schießereien geprägt ist. Sein Vater erzieht ihn mit einem starken Fokus auf Verantwortungsbewusstsein.

Sieben Jahre später lebt er immer noch bei seinem Vater, mit dem er sich gut versteht. Tré hat Brandi als Freundin und will aufs College gehen. Sein Freund Ricky, ein guter Football-Spieler, hat bereits ein Baby. Als Ricky von Ferris, einem schwarzen Gang-Anführer angerempelt wird, zieht sein Bruder Doughboy eine Pistole und verhindert damit eine Schlägerei, provoziert jedoch Ferris. Daraufhin entsteht eine Feindschaft und Ferris macht Doughboy ausfindig.

Nach einem Streit zwischen Ricky und Doughboy geht Ricky mit Tré davon. Ferris und einige seiner Freunde fahren im Auto an den beiden vorbei, woraufhin diese fliehen. Als sie außer Sichtweite sind und sich in Sicherheit wiegen, trennen sich Ricky und Tré. Als Tré sich umsieht, kann er Ricky zwar noch vor Ferris Bande warnen, doch Ricky wird, noch bevor er einige Meter wegrennen kann, hinterrücks erschossen.

Tré ist erschüttert und sinnt auf Rache, die er gemeinsam mit Doughboy nehmen will. Seine Freundin Brandi will ihn aufhalten und sein Vater kann ihm zunächst ins Gewissen reden und ihm einen Revolver abnehmen, allerdings haut Tré heimlich aus dem Fenster ab und fährt dennoch mit Doughboy und zwei weiteren Kumpels davon. Während der Fahrt kommt er zur Besinnung und steigt aus. Doughboy und die beiden anderen suchen Ferris und erschießen ihn und dessen Freunde.

Am nächsten Morgen sagt der dealende Doughboy zu Tré, dass er ihm nicht böse sei, weil er ausgestiegen ist. Er wird sich der Sinnlosigkeit und Unsicherheit seines Lebens bewusst. Jedoch zu spät, wenige Wochen danach wird auch er ermordet.

Wissenswertes[Bearbeiten]

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Während Boyz n the Hood als erster Film ein realistisches Bild vom Leben der „Hood“ in L.A. zeichnete, schwebte Filmemacher John Singleton ein weitaus bedeutenderes Ziel vor. Ausschließlich an Originalschauplätzen in South Central, Los Angeles gedreht, bemüht sich Boyz n the Hood darum, seine Geschichte mit einem Maximum an Ehrlichkeit und Wirklichkeitsnähe zu präsentieren. Um diesen Vorsatz umzusetzen, heuerte Singleton drei lokale Gangmitglieder als Berater an, deren Vorschläge sich in puncto Kleidung, Sprache und Dialoge als unerlässlich für die Glaubwürdigkeit des Films erweisen sollten.

Die Dreharbeiten begannen am 1. Oktober 1990 und wurden bereits am 28. November abgeschlossen. Unter den Hauptdarstellern des Films entdeckt der Zuschauer damals noch unbekannte, inzwischen jedoch vertraute Gesichter – so zum Beispiel Laurence Fishburne, Ice Cube, Cuba Gooding Jr., Morris Chestnut, Nia Long und Angela Bassett. Unterstützt wurden sie von einer Reihe Komparsen, die direkt in South Central engagiert worden waren. Ebenfalls zu sehen ist Autor und Regisseur Singleton selbst, der ein kurzes Gastspiel als Briefträger gibt.

Boyz n the Hood wurde am 31. Mai 1991 offiziell beim Filmfestival in Cannes vorgestellt. Von der Kritik für sein Drehbuch, die darstellerischen Leistungen und die Regiearbeiten gefeiert, kam der Film am 12. Juli 1991 in die US-Kinos. Er hinterließ einen nicht minder starken Eindruck bei der amerikanischen Öffentlichkeit und spielte über 56 Millionen US-Dollar ein.

Kritik[Bearbeiten]

„Ein mit Blickrichtung auf die Betroffenen gemachter Erstlingsfilm, der sich nicht scheut, eine Botschaft zu vermitteln, und der die richtige Sprache findet, um in den amerikanischen Ghettos gehört zu werden. Für ein nicht-amerikanisches Publikum eine gute Lektion zur Korrektur des Amerika-Bildes, die intellektuell schlicht dargeboten wird.“

Lexikon des Internationalen Films

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Der Film war 1992 in den Kategorien Bester Regisseur und Bestes Drehbuch für den Oscar nominiert. Ein Jahr später wurde der Film mit dem Image Award als Bester Film ausgezeichnet. Regisseur John Singleton gewann 1992 einen MTV Movie Award als Best New Filmmaker.

Weblinks[Bearbeiten]