Breitflügelfledermäuse

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Breitflügelfledermäuse
Breitflügelfledermaus (Eptesicus serotinus)

Breitflügelfledermaus (Eptesicus serotinus)

Systematik
Überordnung: Laurasiatheria
Ordnung: Fledertiere (Chiroptera)
Unterordnung: Fledermäuse (Microchiroptera)
Überfamilie: Glattnasenartige (Vespertilionoidea)
Familie: Glattnasen (Vespertilionidae)
Unterfamilie: Breitflügelfledermäuse
Wissenschaftlicher Name
Eptesicus
Rafinesque, 1820

Die Breitflügelfledermäuse (Eptesicus) sind eine Fledermausgattung aus der Familie der Glattnasen (Vespertilionidae). Die Gattung umfasst rund 30 Arten, die nahezu weltweit verbreitet sind, davon leben zwei Arten, die (Eigentliche) Breitflügelfledermaus und die Nordfledermaus auch in Europa.

Beschreibung[Bearbeiten]

Ihren Namen verdanken die Tiere den oft breiten, gerundeten Flügeln. Sie erreichen eine Kopfrumpflänge von 35 bis 75 Millimetern, eine Schwanzlänge von 34 bis 60 Millimetern und ein Gewicht von 8 bis 35 Gramm. Ihr Fell ist an der Oberseite dunkelbraun oder schwarz gefärbt, die Unterseite ist heller.

Lebensweise[Bearbeiten]

Diese Fledermäuse finden sich in einer Vielzahl von Habitaten, etliche Arten dürften jedoch Wälder bevorzugen. Sie sind hauptsächlich nachtaktiv, und verbringen den Tag oft in kleineren Gruppen als andere Fledermäuse. Als Schlafplatz dienen ihnen oft Baumhöhlen, Höhlen oder Gebäude. Ihr Flug gilt als eher langsam, sie bewegen sich dabei näher beim Boden als andere Fledermausgattungen. Die meisten Arten sind sehr ortstreue Arten, in kälteren Regionen halten sie einen Winterschlaf. Die Nahrung der Breitflügelfledermäuse besteht größtenteils aus Insekten.

Fortpflanzung[Bearbeiten]

Weibchen bilden oft Wochenstuben, in denen sie getrennt von den Männchen die Jungen gebären und großziehen. Die ein oder zwei Jungtiere kommen bei den in gemäßigten Breiten lebenden Arten im Frühling oder Sommer zur Welt, die Paarung erfolgt aber oft bereits im Herbst oder Winter, der Samen des Männchens wird danach im Fortpflanzungstrakt des Weibchens aufbewahrt. Wie viele andere Fledermäuse sind sie langlebig, manche Tiere werden über zehn Jahre alt, in Einzelfällen sind sogar 20 Jahre möglich.

Die Arten[Bearbeiten]

Es werden rund 32 Arten unterschieden, die in vier Untergattungen, Eptesicus, Rhinopterus, Neoromicia und Vespadelus geteilt werden. In manchen Systematiken werden die Untergattungen Neoromicia und Vespadelus allerdings den Zwergfledermäusen (Pipistrellus) zugeschlagen.

Untergattung Eptesicus[Bearbeiten]

Untergattung Rhinopterus[Bearbeiten]

  • Eptesicus floweri ist aus Mali und dem Sudan bekannt. Arme, Beine und Schwanz dieser Art sind mit kleinen Hornplatten belegt. Sie gilt als gefährdet.

Untergattung Neoromicia[Bearbeiten]

Untergattung Vespadelus[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World. Johns Hopkins University Press, 1999 ISBN 0801857899

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eptesicus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien