Brennpunkt (Chemie)

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Als Brennpunkt eines Stoffes wird die Temperatur bezeichnet, bei der dessen Dampfdruck so hoch ist, dass sich das entstehende Gas-Luft-Gemisch mit einer Zündquelle entzünden lässt, und die Verbrennung weiter fortschreitet, wenn die Zündquelle entfernt wird.[1] Meistens liegt der zu entzündende Stoff bereits als Flüssigkeit vor.

Hat die brennbare Flüssigkeit eine Temperatur, die niedriger ist als der Flammpunkt, lässt sich die Flüssigkeit nicht mit einer Zündquelle entzünden. Erst wenn die Temperatur des Flammpunktes erreicht ist, bildet die Flüssigkeit in ausreichender Menge brennbare Dämpfe, welche sich entflammen lassen. Die nachströmende Dampfmenge ist jedoch nicht groß genug, um eine dauerhafte Verbrennung zu ermöglichen, wenn die Zündquelle wieder entfernt wird. Erst mit Erreichen des meist nur wenige Kelvin höheren Brennpunktes ist die gebildete Dampfmenge ausreichend, um eine dauerhafte Verbrennung zu ermöglichen.

Der Flammpunkt hat gegenüber dem Brennpunkt unter Sicherheitsaspekten eine weitaus größere Bedeutung, da bereits bei der niedrigeren Temperatur des Flammpunktes eine Entzündung von explosionsfähigem Gas-Luft-Gemischen möglich wird. Die dabei entstehende Verbrennungswärme reicht nicht aus, um die Flüssigkeit bis zum Erreichen des Brennpunktes zu erwärmen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Brockhaus ABC Chemie, VEB F. A. Brockhaus Verlag Leipzig 1965, S. 201.