Brian Blade

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Brian Blade, 2008
Brian Blade live beim INNtöne Jazzfestival 2006

Brian Blade (* 25. Juli 1970 in Shreveport, Louisiana) ist ein US-amerikanischer Jazz-Schlagzeuger und Komponist.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Der Sohn von Dorothy und Pastor Brady Blade Sr. (Pastor in der Zion Baptist Church in Shreveport, Louisiana), und der Bruder von Brady Blade Jr, dem er als Schlagzeuger in der Kirche seines Vaters nachfolgte. 1988 zog er nach New Orleans, wo er bei dem Schlagzeuger John Vidacovich lernte und zunächst mit Nicholas Payton in Kaffeehäusern spielte. Mit Ellis Marsalis ging er auf Tournee und spielte in England mit Courtney Pine. Dann spielte er mit Harry Connick und wurde 1992 von Kenny Garrett zu dessen Album Black Hope geholt. Neben seiner eigenen Band Fellowship, deren Debut 1998 erschien, war er außerdem Mitglied im Quartett von Wayne Shorter, in Joshua Redmans Elastic Band und in Directions in Music (ein Projekt um die Musik von Miles Davis und John Coltrane gemeinsam mit Michael Brecker, Herbie Hancock und Roy Hargrove). Weiterhin spielte er unter anderem mit Bill Frisell, im SFJazz Collective, Chick Corea, Norah Jones, Daniel Lanois, Joni Mitchell, Bob Dylan, Emmylou Harris, Marianne Faithfull und Seal. Neben den Fellowship-Alben von 2000 und 2008 produzierte er zusammen mit dem Pianisten der Band Jon Cowherd auch Lizz Wrights erstes Album Salt von 2003.

2009 veröffentlichte er mit Mama Rosa seine erstes Album als Singer-Songwriter, auf der er auch Gitarre spielte und auf fast allen Stücken sang. Daniel Lanois, mit dem Blade seit dem ersten Fellowship-Album, das Lanois produzierte, immer wieder zusammenarbeitete, ermutigte ihn dazu, über die Jahre zu Hause entstandene Aufnahmen als Basis für Mama Rosa zu nutzen. Im gleichen Jahr gründeten sie außerdem die Alternative-Rock-Band Black Dub.

2008 wählten ihn die Leser der Zeitschrift Modern Drummer zum besten zeitgenössischen Jazzschlagzeuger und die US-amerikanische Jazz Journalists Association ernannte ihn 2009 zum Jazzschlagzeuger des Jahres.[1]

Diskographie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Brian Blade Fellowship (1998)
  • Brian Blade Fellowship: Perceptual (2000) (Daniel Lanois und Joni Mitchell als Gäste)
  • Muthspiel/Johnson/Blade: Real Book Stories (2001)
  • Muthspiel/Johnson/Blade: Air, Love, Vitamins (2004)
  • Brian Blade, Wolfgang Muthspiel: Friendly Travelers (2006)
  • Brian Blade & The Fellowship Band: Season of Changes (2008)
  • Mama Rosa (2009)

als Sideman

Quellennachweise[Bearbeiten]

  1. [1], Jazz Journalists Association Jazz Awards 2009

Lexigraphische Einträge[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]